Unterwegs

Urlaubsnachlese – Schönau am Königssee

7. August 2015

Wie heisst das immer so schön? Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub.

Dennoch möchte ich Euch ein paar Eindrücke des vergangenen Urlaubs zeigen.

Wir bereisten einmal wieder unser Lieblingsurlaubsland – Bayern 🙂

pfiffige Pfingstrosenliebhaber schützen ihre Pflanzen – am Wegesrand in Schönau gesehen

In der ersten Woche lag unser Feriendomizil in Schönau am Königssee. Wir waren schon des Öfteren in der Gegend, hatten die Male zuvor allerdings immer im Ort Berchtesgaden direkt gewohnt. Das ist zwar schön zentral und bequem aber doch auch recht voll und laut. Dieses Mal sollte es ein wenig mehr Natur drumherum haben und nicht in Menschen ersticken. Der Ort Schönau liegt auf einer Art Hochplateau und ist breit verteilt auf großer Fläche. Nur direkt am Königssee, da wird es dann natürlich drangvoll.

Da wir oft eine Ferienwohnung mieten und nicht ins Hotel gehen, gucken wir bei der Auswahl schon darauf, das es mindestens so schön ist wie zuhause 😉 Darf auch gerne noch schöner sein, denn Urlaub soll ja bleibende (schöne) Erinnerungen hinterlassen, wozu die Unterkunft maßgeblich beiträgt.

Diese Unterkunft war ein echter Volltreffer! Das gesamte Haus sieht aus wie ein Neubau, ist aber nur in 2014 von Grund auf überarbeitet worden. Ganz wundervolle Vermieter dazu, das freut die Ankömmlinge. Eintreten und wohlfühlen!

 

Und dann noch ein Bad mit viel Platz, Luxus für uns Urlauber, die zu der Zeit daheim gerade gar kein Badezimmer hatten.

 

 

 

Die wunderbaren freiliegenden Holzdachbalken duften noch so gut nach Holz, mmmhhh…
Leider kann man sich auch böse den Kopf daran stoßen, wenn man nachts mal hoch muß.

 

 

 

Ausblicke mit Bergpanorama von Balkonen, selbst aus dem Schlaf- und Badezimmer siehe weiter oben

 

oben der Ausblick aus dem Wohni, unten aus der Küche

 

3 Balkone in alle Himmelsrichtungen außer nach Norden. Da hat man stets die Qual der Wahl, auf welchem lassen wir uns jetzt mal nieder? Luxusprobleme, bei den tollen Ausblicken nicht so einfach zu lösen.

Zunächst war das Wetter nicht sehr sommerlich und es hat furchtbar viel geregnet. Kurzerhand wurden die mitgebrachten MTB’s in der Garage belassen und stattdessen die Wanderschuhe geschnürt. Wandern mit Regenschirm ist deutlich angenehmer, als in regenfester Montur mit dem Rad zu fahren. Außerdem sind die Strecken im Berchtesgadener Land doch oft recht steil und nicht wenig gefährlich für uns ungeübte Flachlandtiroler.

Tag 1:lange Wanderung über Kühroint zur Achenkanzel und zurück

nein, wir haben nicht den steilen Pfad über die Grünsteinhütte genommen sondern sind den bequemeren und ungefährlicheren Schotterweg lang

 

und da sitze ich mit Pausenbier auf der Kühroint

 

bevor es weiter geht, noch mal um die Ecke 😉

 

von der Kühroint zum Watzmannhaus geblickt

 

Angekommen auf der Achenkanzel genießt man den beeindruckenden Ausblick auf den Königssee. Leider waren noch einige andere Wanderer da. Wenn man dort alleine ist, kann man quasi die Stille hören. Die Boote unten fahren lautlos elektrisch und nur Vogelgezwitscher dringt ans Ohr. Die Zivilisation ist ganz weit weg und doch so nah. Unglaublich schön.

 

Tag 2: mit dem Bus bis Ramsau, hinauf zum Soleleitungsweg und diesen fast eben bis zum Söldenköpfl, Abstieg im Dauerregen nach Engedey

Da es nun langsam wärmer wurde (auch der Regen…) war der Aufstieg von der Ramsauer Kirche immer entlang des Baches im schattigen Wald sehr angenehm. Es ging recht steil bergan bis zum Zipfhäusl.

Ab Zipfhäusl geht es dann fast eben immer am Hang entlang mit schönen Ausblicken. Leider nahten einmal wieder Gewitter- und Regenwolken.

 

Der Soleleitungsweg ist anschaulich erklärt mit alten Leitungsrohren, Schautafeln und Hinweisschildern. Sehr empfehlenswert auch mit Kindern!

 

 

 

Unsere letzte Station am Söldenköpfl erreichten wir mit vom Regen an den Beinen durchnässten Hosen, oben herum hatte der Schirm gute Dienste getan. Wir warteten, bis der schlimmste Regen abgezogen war und machten uns dann an den Abstieg nach Engedey. Der Hüttenwirt schloß hinter uns ab und winkte uns zu als er mit seinem kleinen Lastenauto den straßenlosn Hang runterjuckelte.
Angekommen in Engedey hatten wir Glück, es fuhr noch ein Bus in Richtung Berchtesgaden. Dort aßen wir nett zu Abend um dann mit dem letzten Bus nach Schönau zurückzukehren.

Tag 3: zum Königssee und zum Malerwinkel (Erholungstour, da etwas geschwächt von den vorherigen langen Wanderungen)

in diesen zauberhaften Hütten ruhen die Boote, wenn sie nicht benutzt werden
kleiner Reitstall an der Königsseer Ache

 

Blick zur Bobbahn

 

Blick zum Restaurant Echostüberl, sehr zu empfehlen für Fischgerichte, auch geräucherter Saibling zum Mitnehmen für kleines Geld!

 

 

 

Blick vom Malerwinkel aus

 

 

Tag 4: mit dem Bus nach Hinterbrand, zu Fuß über die Mittelstation der Jennerbahn, vorbei an der Branntweinhütte, hinauf zur Prießbergalm (war leider geschlossen, der gut präparierte Wanderer hat aber seine Verpflegung dabei), zurück über Königsbergalm und über Hochbahnweg zu Fuß hinab zum Dorf Königssee. Busabstecher nach Berchtesgaden zum Abendessen

 

kurz nach der Jenner-Mittelstation

 

Blick über ganz Schönau

 

prachtvolle Euphorbien am Wegesrand

 

 

an der Branntweinhütte

 

 

 

und noch weiter aufwärts, Frau allegria…

 

 

..bis zur Priesbergalm, leider geschlossen. Macht nichts, wir hatten unsere Stullen dabei.

 

 

 

 

dann mal wieder abwärts über die Königsbachalm

 

Wahnsinnsausblicke auf den Königssee

 

 

 

 

der Tag klingt aus mit Blick von der FeWo Richtung Kehlstein /Jenner

 

 

Tag 5: mit dem Bus zum Hintersee, von dort mit dem (extra bezahlen!) Almerlebnisbus zum Hirschbichl und zu Fuß über Bindalm zurück Richtung Ramsau bis zum Zauberwald

Die Kühe an der Bindalm waren aufgestallt

 

 

kleine Rast im oberen Klausbachtal

 

 

 

oh je, über die Hängebrücke müssen wir, obwohl wir doch nicht schwindelfrei sind

 

war dann doch kein Problem

 

 

 

Tag 5: mit dem Bus zum Obersalzberg, Wanderung dort und dann auf dem Carl-Linde-Weg über Hochlenzer und Graflhöhe (Windbeutelbaron) fast eben bis kurz vor Scharitzkehl, Abstieg über Mitterbach.

Wer das erste Mal zum Obersalzberg kommt, sollte unbedingt das Dokumentationszentrum besuchen! Wir waren schon öfter dort und konnten gleich loswandern.

Zunächst eine kleine Rundwanderung, Abstieg bis hinter den Golfplatz am Obersalzberg und von dort den Rundweg über Hotel Interconti zurück zur Abfahrtstelle Kehlstein.

Immer wieder schöne Ausblicke in die Weite.

 

Dann ging es in die andere Richtung und auf den bequemen Carl-Linde-Weg.
beim Hochlenzer

 

 

 

 

 

 

nein, da sind wir nicht mehr hoch sondern abwärts über Mitterbach

 

 

Die Gästekarte ist im Berchtesgadener Land gleichzeitig auch der Freifahrtschein für den dortigen Nahverkehr. Mit dem Rad hätte uns das wenig genützt, als Wanderer haben wir diesen Zusatznutzen fast täglich ausgekostet.

Bei der Abreise hätten wir am Liebsten gleich fürs nächste Jahr gebucht und dann 2 Wochen am Stück, eine war uns zu wenig. Da schauten wir dumm, alles bereits ausgebucht von Mai bis Mitte Juli!

Und was wir in der Folgewoche erlebten, das lest Ihr demnächst in Teil 2 🙂

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9 Kommentare

  • Antworten Nicole/Frau Frieda

    Was für eine tolle Unterkunft, liebe Karen! Alles hell und freundlich und dennoch mit ländlichen Charme.. so schöön! Genau wie Deine Sammlung an Eindrücken.. wunderschön.. die Hängebrücke, die Natur, der See.. hach!! Und wir dürfen Dich sehen ;))) auch ein Grund zur Freude!! Liebe Grüße in den sommerlichen Samstag, Nicole

    • Antworten Karen Heyer

      Liebe Nicole,
      es war mir eine Freude, Euch an den schönen Eindrücken teilhaben zu lasssen. Teil 2 folgt…
      Liebe Grüße
      Karen

  • Antworten einfallsReich amy k.

    ein traumurlaub! sooooooo wunderwunderschöne impressionen!!!
    herzlichste grüße & wünsche an dich 😉
    amy

    • Antworten Karen Heyer

      Ja, liebe Amy, es war auch wirklich wunderschön. Und in der zweiten Woche kam noch absolutes Traumwetter hinzu, davon später einmal mehr.
      Liebe Grüße
      Karen

  • Antworten Sara Mary von Buelsdorf

    Wie schön! Da fahren wir auch bald noch hin, allerdings nach München zu Verwandten – aber von dort aus wollen wir Einiges unternehmen in der näheren oder weiteren Umgebung. Vielleicht hast Du noch Tipps.

    Liebe Grüße
    Sara

  • Antworten Karen Heyer

    Freu Dich schon mal darauf! Wenn Du es andersherum machst und nettes Wetter ist, fahre mit der S-Bahn nach Herrsching (Endstation) an den Ammersee, da waren wir in der zweiten Urlaubswoche, von der ich eigentlich schon längst hatte berichten wollen. Ist nicht so schickimicki wie Starnberger See und in einer knappen Stunde ab Hauptbahnhof zu erreichen. Von dort zu Fuß durch herrlichen Wald zum Kloster Andechs rauf und von dort im schattigen Biergarten (nicht in der großen Touristenbude) den Blick ins weite Land genießen. Herrlich!!!

  • Antworten Sara Mary von Buelsdorf

    Wobei ich gerade die Schicki-Micki-Gegenden auch ansehen will 🙂 Nach Kitzbühel zum Beispiel wollte ich schon immer … doch Ammersee und Kloster Andechs sind auch Ziele, die ich mir gern anschauen würde. Hach ja, aber in einer Woche inclusive Hochzeit kann man so viel auch nicht realisieren …. mal schauen …

    Alles Liebe und ein schönes Wochenende
    Sara

  • Antworten Rumpelkammer

    wow
    das war ein schöner Urlaub..
    toll dass ihr das noch alles erwandern könnt
    danke fürs Mitnehmen 😉
    liebe Grüße
    Rosi

    • Antworten Karen Heyer

      Liebe Rosi, dieses Jahr waren wir sogar 2 Wochen in der gleichen Wohnung und nächstes Jahr wird das wiederholt. Es ist so schön dort 🙂
      LG Karen

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