Im Garten

Sammelwut

19. Juli 2016
Leute, ich habe ein neues, sehr ergiebiges Sammelgebiet!!! Ganz für umsonst 😉
Ich sammle Nacktschnecken. Jeden Morgen und jeden Abend.
Denn seit ich bei uns im Garten die erste Weinbergschnecke entdeckte, habe ich das Auslegen von für andere Tiere außer Schnecken ungiftigem Schneckenkorn eingestellt.
Diese Hübsche hier
hat die Gelege der Nacktschnecken zum Fressen gerne.
Und deshalb ist sie herzlich willkommen!Wenn man Hosta und Ligularia im Garten hat, kann man Nacktschnecken nicht gebrauchen. Die Blätter der Hostas sehen sonst so aus
Und nachdem die Schleimer nun schon die Hochbeete geentert haben und unser geliebtes Gemüse vernichten, ist der Bock fett! Nicht mit mir!!!
Wir haben hauptsächlich die spanische Wegschnecke
und die Garten-Wegschnecke
 hier zuhauf.
Die Methode, die Schleimer zu zerschneiden ist mir zu brutal und eklig.
In weiser Voraussicht wohl hatte ich mir im Frühjahr bereits eine Schneckenzange bestellt. Also nicht ein Besteckteil zum Verspeisen der leckeren Exemplare in Kräuterbutter, sondern so etwas hier:
Der verlinkte Shop war auch meine Bezugsquelle. Eigentlich suchte ich Zubehör für meine Hochbeete (habe ich auch bestellt) und stieß auf dieses wirklich nützliche Teil. Vorher habe ich mir oft Handschuhe hoffnungslos mit Schleim besudelt, wenn ich erbost zugegriffen habe.
Da die Schnecken Feuchtigkeit zum Dahingleiten benötigen, gehen sie bevorzugt erst spätabends auf die Nahrungssuche. Oder nach/bei Regen.
Mit dem letzten Licht mache ich nun allabendlich meinen Schneckensammelgang. Am linken Arm baumelt ein Eimer, in dem etwas Regenwasser schwappt. Ohne Wasser schmatzen sie sich gleich an der Eimerwand fest und versuchen während der Sammelaktion bereits zu flüchten. In der rechten Hand das orange Hilfsmittel, so schleiche ich in vorgebeugter Haltung durch den Garten und bei jedem glänzenden Schleimi packt die Zange zu. Zack, ab in den Eimer.
Gestern Abend habe ich es auf mindestens 40 Stück gebracht! Den Eimer trage ich ein Stück weit in die Landschaft hinaus und entleere ihn in einen momentan nicht wasserführenden Graben. Ich habe die Hoffnung, das sie den Weg zurück  nicht schaffen und stattdessen in die Wiesenlandschaft hinter dem Graben auswandern auf Nimmerwiedersehen.
An Arbeitstagen gehe ich frühmorgens eine Folgerunde aber das ist längst nicht so erfolgreich. Da finde ich nur die Nachzügler, die es noch nicht ins Schlummerversteck geschafft haben.
Drückt mir mal die Daumen, das meine Methode Erfolg hat.

Das koennte Dir auch gefallen

6 Kommentare

  • Antworten Petra Wollenberg

    Oh da, bist Du aber fleißig, liebe Karen !!! Mein Kohlbeet ist auch den Schnecken zum Opfer gefallen , komischerweise sehe ich sie nie ???
    Naja, das hat hoffentlich jetzt ein Ende, denn die Laufis haben jetzt einen neuen Stall und ziehen in den Bauerngarten um. Dir wünsche ich viel Erfolg bei Deiner Methode, hoffentlich fühlen sich die Schnecken nicht so wohl bei Dir , das sie postwendend zurück schleichen 😉
    Viele sommerliche Lieblingslandgrüße schickt Dir Petra ♥

    • Antworten Karen Heyer

      Liebe Petra,
      Eure genialen Laufis (sofern sie sich nicht verlaufen) werden der Plage Herr werden, da bin ich ganz sicher.
      Liebe Grüße von Karen

  • Antworten Margeraniums Gartenblog

    Ich darf es gar nicht zu laut sagen… aber dieses Jahr halten sich die Plagegeister bei mir in Grenzen! Ich habe allerdings eh nicht viel, das sie mögen! Darauf achte ich bei meiner Bepflanzung schon seit geraumer Zeit!
    Viele Grüße von Margit

    • Antworten Karen Heyer

      Dann klopf auf Holz Margit! Aber meine Hostas haben sie arg gerne und die jungen Gemüsepflänzchen außer Mangold finden sie köstlich.
      Liebe Grüße von Karen

  • Antworten Sunnys Haus

    Liebe Karen,

    gime five :-), ich bin auch eine Schneckensammlerin. Im Vorgarten hält es sich bisher überwiegend die Waage, wobei die Lupinen dieses Jahr ziemlich angeknabbert wurden. Im hinteren Teil habe ich schneckenresistente Pflanzen – und das Gemüsebeet. Zwar mit Schneckenzaun umrandet, aber es verirren sich immer wieder welche hinein. Nach Möglichkeit sammle ich auch jeden zweiten Abend oder Morgen. Bisher hält sich der Schaden in Grenzen, nur der Kürbis mickert sehr. Kalter Regen und Schnecken zugleich kann er einfach nicht leiden.

    Viel Erfolg weiterhin !

    Liebe Grüße
    Birgit

  • Antworten Schneckenwissen - eine Buchvorstellung - Allegrias Landhaus

    […] August 2016/ 6 Kommentare Nachdem ich kürzlich hier verkündete, unser Neuzugang, die Weinbergschnecke, würde Gelege von Nacktschnecken verspeisen, […]

  • Kommentar hinterlassen