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Wohin mit den Augustäpfeln?

24. Juli 2016
Bei uns im Garten steht ein Augustapfelbaum. Eigentlich heißt der weißer Klarapfel, wird hier aber Augustapfel genannt. In anderen Gegenden heißt er Kornapfel, weil die Äpfel reif sind, wenn das Getreide ebenfalls ausgereift ist.

 

 

Seit einigen Wochen schon ließ der Baum jeden Tag ein paar Äpfel ins Gras oder auf der anderen Seite auf die Sandsteinplatten fallen. Diese Falläpfel verwertet man am Besten sofort.
Leider sind die Äpfel fast ausnahmslos zumindest leicht wurmstichig also erst mal zerteilen und säubern, nicht gleich reinbeißen!
Pflückfrisch und vollreif vom Baum schmecken sie am Besten, vorher ist er zu sauer und lagern lässt er sich leider nur einige Tage. Als ein Unwetter angesagt war letzten Donnerstag, haben ich zum Pflücker gegriffen und restlos alle Äpfel gepflückt. Natürlich kam mal wieder doch kein  Unwetter, hätte ich nicht gepflückt, wäre bestimmt Sturm aufgezogen, der alle Äpfel brutal auf die Erde befördert hätte. Reif für den Kompost.

 

 
Was nun tun mit 2 Kisten nicht lagerfähiger Äpfel?
Entsaften ist nicht sonderlich ergiebig bei dieser Sorte, also Apfelmus kochen.
Ich habe geschält und geschält, der Topf wurde einfach nicht voll, dafür aber der Eimer mit dem Abfall für den Kompost. Ganz viel Ausschuß schon nach 2 Tagen Lagerung in der Garage 🙁

 

Habe tapfer weiter geschält und Kerngehäuse entfernt, bis der große Topf zumindest 4/5 voll war.

Dazu habe ich nur wenig Wasser gegeben (man kann auch etwas Apfelsaft nehmen), 1 Tütchen Vanillezucker, etwas braunen Rohrzucker nach Belieben, den Saft einer halben bis ganzen Zitrone und 1 Zimtstange.

 

 

 

Dann auf kleiner Hitze 15 bis 20 Minuten köcheln lassen und regelmäßig umrühren, damit nichts ansetzt. Am Ende des Kochvorgangs war mein Topfinhalt auf 1/3 reduziert, hm.

Die Zimtstange entnimmt man wieder, mit dem Stampfer die restlichen noch nicht zerkochten Apfelstücke zerkleinern.
Nun wird das heiße Apfelmus in heiß gespülte Schraubdeckelgläser unter Zuhilfenahme einer Einfüllhilfe abgefüllt. Gläser fest verschließen und auf den Kopf stellen bis sie erkaltet sind.

Nun noch ein hübsches Etikett drauf und mit Erzeugungsdatum versehen, ab in dunkle Lagerregal. Bis zu einem Jahr heißt es nun guten Appetit aufs Apfelmus. Unsere Mindermenge dürfte allerdings nicht ganz lange reichen 🙂

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14 Kommentare

  • Antworten Erica Sta

    Fleißig! Hut ab! ?

    Um das Apfelmus beneide ich Dich sehr, es ist bestimmt total lecker! Da überlege ich gerade für die Sommerküche etwas Leichtes zuzubereiten in den nächsten Tagen und dann mit Apfelmus zu krönen. Ich mochte es schon immer sehr gerne…

    Mit sonnigen Grüßen, Heidrun

    • Antworten Karen Heyer

      Liebe Heidrun, das ist in der Tat lecker, hab die Reste aus dem Topf geschleckt 😉

    • Antworten Karen Heyer

      Liebe Heidrun, das ist in der Tat lecker, hab die Reste aus dem Topf geschleckt 😉

  • Antworten Die Gartenbotschafterin

    Wow! Respekt.
    Ich glaube es ist schon sehr lange her, das ich mal einen Kornapfel gegessen habe.
    Guten Appetit & liebe Sonntagsgrüsse, SAbine

  • Antworten designbygutschi

    Schön, dass du dich bei Martina und ihrem Sonntagsblatt verlinkt hast.
    So konnte ich deinen Blog finden …
    Oh … wie köstlich ist selbst gekochtes Apfelmus …
    Ich wünschte ich hätte auch einen Obstbaum im Garten.

    Herzliche Grüße
    Jutta

    • Antworten Karen Heyer

      Liebe Jutta,
      hab Dich vorhin auch besucht und schöne Beiträge gefunden 🙂
      LG Karen

  • Antworten Sunnys Haus

    Oooooh, lecker ! Ich freue mich auch schon so auf die Äpfel, muss aber noch eine Weile warten, mindestens bis Mitte August schätze ich.

    Und ich freue mich auch über die Verlinkung, weil ich dadurch Martinas Blog gefunden habe. Nächstes Mal mache ich auch mit bei der Sonntagszeitung.

    Liebe Grüße
    Birgit

    • Antworten Karen Heyer

      Liebe Birgit, hier sind die immer schon im Juli reif. Dabei hätte ich sie so gerne noch auf dem Baum gelassen.
      LG Karen

  • Antworten PRINCESSGREENEYE

    Ja, Karen, das ist ein toller Apfel – wir haben auch einen im Garten stehen. Die Fellträger freut es. Sie grasen darunter wie die Schafe. Und rennen ihnen hinterher, wenn ich sie werfe (die Äpfel). Der Augustapfel eröffnet auch bei uns die Apfelsaison.
    Übrigens ein Tip zum Apfelmus: einfach nur die schadhaften Stellen entfernen – ALLES kochen, dann durch ein feines Sieb drücken, nochmals kurz aufkochen und in Gläser abfüllen. Das erspart Dir die elende Schnipselei und das Ergebnis ist genauso lecker!
    Komm gut in die neue Woche, Jacqui

    • Antworten Karen Heyer

      Liebe Jacqui,
      ich habe gerade Kopfkino und sehe die Fellträger Äpfel haschen 🙂
      Die Variante mit dem Sieb hatte ich vorab überlegt und mich dagegen entschieden, weil ich dachte, vorher putzen macht weniger Arbeit. Nun weiß ich, das das nicht stimmt. Allerdings hätten wir dann jetzt etliche durchgedrehte Maden im Mus und wir essen doch nur vegetarisch 😉
      Liebe Grüße von Karen.

  • Antworten Margeraniums Gartenblog

    Es ist zwar viel Arbeit… aber der Geschmack entschädigt dafür! Schmeckt bestimmt sehr lecker!
    Viele Grüße von
    Margit

  • Antworten Rostrose

    Liebe Karen,

    ja das mit den nicht gut lagerfähigen und immer wieder wurmstichigen Äpfeln kenne ich auch. Wir haben zwar keinen Klarapfelbaum, aber einen, der eben keine besonders gute Qualität für Reinbeißäpfel bietet. Für Mus, Strudel und Kompott sind sie aber gut geeignet ;o)) Du hast also das Beste gemacht, was man aus diesen Früchten machen kann – etwas „konservierter Sommer“ :o) Und ich würde mich freuen, wenn du diese natürliche und Lebensmittel bewahrende Sommerkonserve bei ANL verlinkst. Magst du?

    Ganz liebe Rostrosengrüße von der Traude

    • Antworten Karen Heyer

      Liebe Traude,
      genau die Idee hatte ich heute: warum hast Du das eigentlich nicht auch bei ANL verlinkt? Wird nachgeholt 🙂 LG Karen

  • Antworten G wie Gabriela

    Liebe Karen
    Auch wenn das eine Menge Arbeit ist, so wird dein Apfelmus sicher herrlich schmecken. Ich finde es toll, dass du aus den Äpfel etwas machst. Es wäre ja schade wenn man die Früchte einfach verfaulen lassen würde.
    Herzlichst
    Gabriela

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