Buchvorstellungen

vegan auf den Gipfel der Fitness

29. Dezember 2016
Zugegeben, ich hatte noch nie von Attila Hildmann gehört geschweige denn etwas von ihm gelesen.
Nur gibt es das x-te Kochbuch für vegane Ernährung von ihm, nämlich

Vegan for Fit Gipfelstürmer – Die 7-Tage-Detox-Diät *.

Angesichts des Coverfotos war mein erster Gedanke, ich möchte zwar fit sein aber so einen extrem durchtrainierten Body brauche ich nicht. Attila turnt uns auch im Buch weiter was vor und zeigt, wie gut vegane Ernährung dem Körper tun kann.
Was ist aber der Ansatz seines neuen Buches?
Zunächst kommen Ausführungen zum Detox-Thema, zum Ernährungsrhythmus, und Erfahrungen zu Diäten allgemein
Die Empfehlungen, kleine Zwischenmahlzeiten zu sich zu nehmen, scheint inzwischen überholt. Immer schön 4 Stunden Pause zwischen den 3! Mahlzeiten lassen, damit der Körper in den Hungermodus gelangt.
Wie er da wohl wieder weg kommt? 😉
Na, die gehen nun wieder in meine Richtung! Gibt es bei uns täglich. Hier allerdings in der von mir bisher nicht probierten Matcha-Variante
Während ein früheres Buch auf einem Zeitraum von 60 Tagen aufbaute, geht hier der Plan nur über 7 Tage. Aber dafür sehr sportlich!
Es folgt ein Rezeptteil für diese 7 Tage Detox-Phase. Jeweils 3 Vorschläge für Frühstück, Mittag und Abendessen. Sieht alles lecker aus und ich wäre sicher, damit gut satt zu werden. Allerdings müsste ein berufstätiger Mensch wohl eine Woche Urlaub nehmen, um das komplett durchzuziehen. Denn es gilt nicht nur das Essen vor- und zuzubereiten, sondern auch täglich Ausdauersport zu treiben und jeden zweiten Tag die im Buch gezeigten Kraftübungen durchzuführen. Und in wessen betrieblichen Räumen kann man sich mittags was Richtiges zubereiten?
Mein Fazit zum Buch: guter Ansatz, leider nicht so leicht ins Alltagsleben zu integrieren. Es beschleicht mich der Verdacht, das der Autor beabsichtigt, irgendwann das Dutzend an eigenen Büchern voll zu machen und den Umsatz weiter am Laufen zu halten. Außerdem kommen mir die zahlreichen Hildmann-Fotos ein wenig selbstverliebt vor.
Es wird empfohlen, sich in einer Art Community anzumelden und seine Messergebnisse dort zu posten. Sorry, das geht mir zu sehr in Richtung einer sehr bekannten Abnehmorganisation. Außerdem mag ich den Begriff „Challenge“ für die ganze Aktion nicht sonderlich.
Dennoch bleibt das Buch im Regal bei uns, weil die Rezepte sehr ansprechend sind (wer hat schon mal von Linsennudeln gehört?) und die gezeigten Übungen mir aus einen ehemaligen betrieblichen Fitnesskurs teils sehr bekannt vorkommen. Die haben damals extrem gut getan. Hab eh schon viel zu lange nicht mehr herumgeturnt, Asche auf mein Haupt! Für Veganer eine echte Kaufempfehlung, diese Rezepte habe ich sonst noch nirgendwo gesehen.
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7 Kommentare

  • Antworten Windwasserfrau

    Liebe Karen,

    danke Dir sehr für Deine ausführliche Buchbeschreibung. Ich habe mehrere Hildmann Bücher da, schon mal zwei Monate am Stück vegan gelebt und immer wieder Anläufe genommen. Ich darf zu Hause den Kochspagat zwischen Fleischessern (Mann und Tochter) über Käsefreaks (ich), Hausmannskost, allen soll es schmecken, gesund soll es sein bis zur Alltagstauglichkeit. Uffff. Ich werde mal ins Buch reinschauen. Es kommt ja wieder Entlastungszeit, da ist es immer gut, neue Tipps zu bekommen.

    Herzlichst Veronika

  • Antworten Sigrun Hillsidegarden

    Hi Karen, wenn es mir einer hinstellen würde, würde ich es zwei Wochen machen. Aber selber zubereiten? Ich merke immer, wie sehr ich es genieße, an einem Buffet viel Salat und Gemüse zu essen. Das macht man ja zu Hause nicht. Hast du es gemacht?

    Sigrun

    • Antworten Karen Heyer

      Nö Sigrun. Wie geschrieben, dafür bräuchte man Urlaub und der wäre mir dann zu schade für dieses nicht nötige Experiment. Gescheite Ernährung in den Alltag integrieren, den Astralkörper in den Garten oder auch sonstwie mal bewegen und alles ist gut 🙂

  • Antworten Rostrose

    Hallo liebe Karen!
    Hihi, Attila ist für mich so ein Name wie Herkules, Hektor oder Atlas, da passt der Mann ja dann ziemlich gut zu seiner Figur 😉 Ich bin zwar weit vom Veganismus entfernt – noch viiiel weiter als vom Vegetarismus, und mein Mann erst recht – aber Abstecher in solche Richtungen dürfen durchaus auch bei den Rostrosen mal sein. Sind Linsennudeln Nudeln mit einer Sauce aus roten Linsen? Die mache ich nämlich ab und zu, schmecken gar nicht übel. Nachdem vegane Gerichte auf jeden Fall gut für den ökologischen Fußabdruck sind, passt dieses Posting natürlich auch prima zur Verlinkung bei ANL – würde mich freuen, wenn du das noch tust – bis zum Abend des 1.1. ist dazu Gelegenheit – HIER: http://rostrose.blogspot.co.at/2016/12/anl-12-beschenk-dich-selbst-giveaway.html

    Danke für dieses gemeinsame Bloggerjahr – und auf ein interessantes NEUES!

    Alles Gute für den Jahreswechsel,
    herzlichste Grüße von Langschläferin zu Langschläferin ;-),
    die Traude

  • Antworten white and vintage

    Liebe Karen,
    danke für diese Buchbeschreibung. Meine Tochter möchte sich gerne vegan ernähren und probiert immer mehr Rezepte aus. Ich selber habe noch nie irgend eine Diät gemacht. Bin da viel zu unkonsequent ;)!
    Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr. Freue mich jetzt schon 2017 wieder von dir zu lesen :)!
    Ganz liebe Grüße,
    Christine

  • Antworten Kath rin

    Veganes ist so eine Sache, entweder man mag es oder nicht. Ich würde wohl am Essensplan mit den großen Zeitabständen scheitern. Vielen Dank trotzdem für die Buchvorstellung. Auch Dir einen guten Rutsch.

    Lg kathrin

  • Antworten Sunnys Haus

    Liebe Karen,
    oh klasse ! Ich bin ja ein großer Fan von Attila, hab auch das eine oder andere Buch da. Mit diesem liebäugele ich auch wieder, mal sehen. Zu Hause ernähre ich mich vegan, das ist ja einfach. Unterwegs wird es schon deutlich schwieriger. Zur Arbeit nehme ich mir einfach was mit. Wenn ich das mal vergesse wirds gleich kompliziert. Aber auch so ist bei Eltern-/Schwiegerelternbesuchen nur vegetarisch drin. Oder mal ein bisschen Feta im Salat. Insgesamt würde ich sagen, bin ich bei 90% vegan und 10% vegetarisch.

    Auf Reisen wird es besonders schwierig – ich wundere mich regelmäßig, wo überall tierische Produkte reingepfeffert werden. Manchmal ist vegetarisch schon schwierig (Fleisch im Salat), oft erst auf den zweiten Blick (Gemüsesuppe, aber mit Fleischbrühe gekocht).

    Und so weiter…

    Was ich an Attila super finde ist, dass er vegane Ernährung publik macht. Ich weiß, dass er von vielen Hardcore-Veganern gehasst wird, was ich echt schade finde. Er zeigt, dass man viel für diese Welt tun kann, auch ohne 100% vegan zu leben. Allein die Ernährung umzustellen ist so ein großer Schritt in die richtige Richtung.

    Sport mache ich ja auch gerne und viel – allerdings noch nicht genug. Das Pensum muss mal wieder gesteigert werden :-). Zur Zeit bin ich in so einem Winterschlafmodus. Ich könnte die ganze Zeit im Bett und auf der Couch verbringen – wenn dann nicht regelmäßig die Gräten schmerzen würden :-).

    Liebe Grüße
    Birgit

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