Sonst noch

Ich mach mich dann mal dünn!

17. Januar 2017
Nachdem ich gerade 2 durchaus interessante Bücher zum Thema Detoxen mit je unterschiedlicher Herangehensweise gelesen hatte und  von beiden nicht komplett überzeugt war, las ich im Blog Raumseele von Martina Görnemann nun zum dritten Mal was zu dem Thema.
4,5 Kilos weg ohne Sport? hieß die Überschrift des Posts, der als Grundlage Martinas Erfahrungen mit dem Buch SOS- Schlank ohne Sport der Autorin Katharina Bachman (die im Beitrag auch zu Wort kommt) und der Durchführung der darin beschriebenen Entgiftungswoche beschreibt. Nebenbei hat Martina versucht, die Leserinnen zum Mitmachen bei einer solchen Entgiftungswoche zu ermuntern. Hui, da ging aber die Post ab in den Kommentaren!
“Ohne Sport ist das nichts” – Keiner hat gesagt, das Sport nicht erlaubt ist.
“Das ist nur Wasser, was man in dieser Woche abnimmt” – Mag sein, aber in der Entgiftungswoche kurbelt man den Stoffwechsel gewaltig an und es werden Gifte ausgeschwemmt. Danach geht es sinnvoll mit der Umstellung der Ernährung weiter.
Bitte macht Euch selbst ein Bild und studiert die beiden Verlinkungen.
Warum habe ich mich entschlossen, mitzumachen?
Es ist nur eine Woche, das kann man schaffen. Nichts wird versprochen, vieles ist möglich. Allerdings sollte der Zeitraum so gewählt werden, das nicht andere Verpflichtungen die Strategie unterlaufen oder unmöglich machen. Bei mir passte das gerade.
Ich erwarte keine Wunder auf der Waage, weil ich kein Übergewicht habe. BMI-mäßig liege ich im sogenannten Normalgewicht, welches allerdings nicht unbedingt mein Wohlfühlgewicht ist. Das liegt dort, wo ich Hosen in Größe 38 tragen konnte, jene liegen leider schon länger für dünnere Zeiten gebunkert im Schrank. In den Wechseljahren hat sich besonders der Bauch eine leichte Speckschutzschicht zugelegt, woran leider auch Sport nichts mehr zu rütteln vermochte. Dem habe ich seit einigen Monaten abends öfter Quark-Leinölspeise anstatt Brot entgegengesetzt, was bei den ersten Kilos und Bauchumfang sehr wohl Erfolg brachte aber bei 67 kg war dann Schluß. Weiter gings ums Verrecken nicht runter. Es folgten 2 Urlaube und die Waage pendelte bedrohlich in die andere Richtung, die Hosen kniffen wieder. Deshalb bin ich seit gestern dabei. Es ist sehr nett, täglich von der Erfahrungen der anderen Leserinnen auf Martinas Blog zu lesen und wir puschen uns so hoffentlich gemeinsam über diese besondere Woche hinweg.
Ich möchte jetzt nicht die komplette Methode erklären, googelt mal nach SOS Entgiftungswoche, es gibt auch eine Facebookgruppe dazu.
Montag war der Tag 1 der SOS-Entgiftungswoche.
Jeder Tag startet mit einem zimmerwarmen Glas stillen Wassers. Für mich kein Problem, das ist schon seit Jahren meine Gewohnheit. Über den Tag verteilt sind 2 Liter stilles Wasser oder auch Tee dazu Pflicht.
Die gute Nachricht, Kaffee ist erlaubt. Die schlechte Nachricht, schwarz muss er sein. Kein Zucker, keine Kuh. Normalerweise kriege ich Kaffee ohne Milch nicht durch den Hals aber als braves Mädchen habe ich das befolgt. Und ich werde dabei bleiben, bekanntlich stellen sich die Geschmacksknospen nach ca. 3 Wochen um. So habe ich den Zucker damals auch wegbekommen.An Tag 1 darf man Obst essen, soviel man möchte. Außer Bananen leider, welche ich besonders mag. Nun ist Obst im Rohzustand bei frostigen winterlichen Temperaturen ganztägig nicht so prickelnd.
Mein Frühstück bestand aus einer großen Portion Heidelbeeren und einer halben Honigmelone. Zwischendurch gab es eine leider etwas harte Birne und 6 rote Pflaumen. Mittags die andere Hälfte der Honigmelone. Mehr ging davon auch nicht rein, obwohl ich noch eine in Reserve hatte. Nachmittags noch eine saftige Orange und dann hatte ich genug von dem kalten Zeugs. Ich freute mich auf mein Abendessen und hatte Hunger:
Schon mal gebratene Ananas gegessen? Wenn, dann sicher innerhalb einer asiatischen Essensthematik.  Leute, ich hatte Hunger und wollte etwas Warmes und Würziges! Gleich nach dem Heimkommen wurde die Ananas skelettiert und eine Hälfte in kleinere Stücke geschnippelt. Premiere beim Braten mit Bio-Kokosöl. Es hat die Qualitätsprobe bestanden, räucherte null in der Pfanne. Ananas ins erhitzte Kokosöl und schön geschmurgelt. Gewürzt mit Curry, Kurkuma, Ingwer, Pfeffer und etwas Meersalz. Mehr als eine halbe Ananas wollte ich nicht, brauchte einen anderen Geschmack als Gegengewicht, Ich habe eine Portion Heidelbeeren in der Pfanne mit dem restlichen Kokosöl geschwenkt und erwärmt und dann endlich meine warme Mahlzeit genossen. Mjam, mjam. Ein guter Foodfotograf hätte die Fettspuren am Tellerrand beseitig und mit Stativ und ohne Blitz abgelichtet. Ging nicht, ich hatte schlicht Kohldampf.
Normalerweise komme ich auch ohne eine warme Mahlzeit über den Tag aber im Winter mit einem Obsttag nicht wirklich.
Danach ging es  mit den Vorbereitungen für Tag 2 weiter. Um nicht wieder nur kalte Küche tagsüber zu haben, mussten Vorbereitungen getroffen werden. Es sei verraten, an Tag 2 gibt es nur Gemüse und morgens eine Kartoffel. Jawohl.
Bis morgen früh, dann berichte ich von Tag 2  🙂

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18 Kommentare

  • Antworten Rostrose

    Liebe Karen,
    ich bin sehr neugierig, wie es dir letztendlich geht – ob du abnimmst oder nicht, ob du dich hinterher wohler fühlst… Meiner Meinung nach ist Entgiftung niemals schlecht, ob man wirklich mit dieser Methode abnimmt, sei dahingestellt, allerdings gewöhnt sich der Körper an kleinere Portionen und an das Wegbleiben von Zucker, Salzbergwerken, Zusatzstoffen etc. Und das kann letztendlich dann auch in die gewünschte Richtung führen. Bei Kaffee ohne alles hätte ich auch so meine Problem, bei gebratener und exotisch gewürzter Ananas sicherlich nicht – und mit Kokosöl kochen wir auch oft und gern.
    Lass dir an Tag 2 deine Morgenkartoffel gut schmecken 😉
    Ich freue mich schon auf deine ANL-Verlinkungen (und eigentlich finde ich, dein Ernährungsexperiment passt da doch auch dazu, denn es ist vegetarisch, was gut für den Öko-Fußabdruck ist, und könnte sich positiv auf die Lebensqualität auswirken (wenn's denn klappt ;-))
    Herzliche Rostrosengrüße,
    Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2017/01/anl-13-was-sich-im-letzten-jahr-bei-den.html

  • Antworten Sigrun Hillsidegarden

    Ananas schmeckt in allen Lebenslagen und Zubereitungsarten! Ich bin sehr gespannt, was du erreichst!

    Sigrun

  • Antworten Kath rin

    Liebe Karen, ich bin gespannt, wie es Dir beim Entgiften geht. Ich drücke Dir die Daumen beim Abnehmen. Viel Erfolg.

    Lg kathrin

  • Antworten By Meisje

    Liebste Kathrin, ich bin schon gespannt auf deine Berichte. Und Erfolge ; ) Die Ananas kann ich mir gut vorstellen. Nur das warme Wasser in der Frühe ist ne schwierige Nummer. Aber ich habe auch schon davon gehört. Nur nie versucht. Drücker du Tapfere : )

    • Antworten Karen Heyer

      Ist überhaupt nicht schlimm Elke. Und es muss ja nur zimmerwarm sein, warm mag ich Wasser auch gar nicht
      LG Karen

  • Antworten Loretta Niessen

    Liebe Karen,
    ich wünsche Dir auch viel Erfolg, um die eigenen Ziel zu erreichen. Ein Speiseplan mit viel Obst und Gemüse klingt lecker aber reicht das um satt zu werden? Viele Studien belegen, dass man beim Abnehmen nicht hungern darf. Du schaffst das.
    Viele Grüße
    Loretta

    • Antworten Karen Heyer

      Liebe Loretta,
      für den eventuellen Hungerflash ist der Chia-Pudding gedacht. Gestern hatte ich mir keinen gemacht, das war doof und ich bin im Galopp zur Ananasbraterei übergegangen. Ansonsten geht das echt prima und der Gemüsetag heute war supi. Bericht schreibe ich gleich, geht morgen früh online. Ja, ich schaffe das 🙂
      Liebe Grüße
      Karen

  • Antworten Sara Mary Waldgarten

    Gute Idee, liebe Karen!

    Allerdings stört mich dieses moderne Wort ungemein! Es hieß immer Entschlackung, Fasten & Co und auf einmal Detox, alsl lwen dadurch irgendwas besser wird! 😉 Also jetzt nicht gegen Dich gerichtet, sondern allgemein!

    Es stimmt jedoch, daß man nur Wasser verliert. An das Fett geht der Körper erst sehr viel später heran. Ich habe einmal 40 Tage lang nur Flüssigkeit zu mir genommen und während der Zeit nur 7 kg abgenommen! Also nicht exorbitant viel!

    Man sollte auch aufpassen, wenn man entgiftet, damit der Körper nicht mit Giften überschwemmt. Mancher braucht dann tatsächlich ärztliche o.ä.. Unterstützung. Einige dürfen gar nicht fasten …

    Ich "detoxe" eigentlich andauernd, denn meine Ernährung hebt sich sehr deutlich vom Durchschnitt der Bevölkerung ab, einfach weil ich mich damit wohler fühle. Sicher gibts auch mal Ausnahmen, die bleiben allerdings seltene Ausnahmen.

    Die Wechseljahre mit dem verlangsamten Stoffwechsel sind schon ein Problem und da hilft in der Tat vor allem sehr viel Bewegung! 'Das, was die meisten von uns nicht mehr praktizieren, denn es lässt sich nicht verleugnen, so viel wie am Internet gesessen und getippt wird, kann das gar nicht anders sein! Zum Abnehmen gehört immer die gesamte Lebensweise.

    Kalte Mahlzeiten funktionieren am besten bei wärmeren Temperaturen, daher finden die meisten Fastenkurse o.ä. etwas später im Jahr statt, ab März so ungefähr … ich habe es am liebsten im Mai gemacht, dann friert man nicht mehr so, obwohl ich Roh sonst wirklich sehr gerne mag.

    Ananas mag ich nur roh wie überhaupt alles Obst, doch im Winter etwas weniger davon – naturgemäß … im Winter ist es mir einfach zu kalt, wenn ich nur Kaltes zu mir nehmen würde und reine Rohköstler dürfen ja nicht mal Tee trinken, da der nicht mehr raw ist. 😉 Aber gerade Kräutertees unterstützen den Körper sehr beim Entgiften!

    Liebe Grüße
    Sara

    • Antworten Karen Heyer

      Kann ich alles so unterstreichen, liebe Sara! Mir ist das Wort entgiften auch deutlich sympathischer. Keine Sorge, mir wird es dabei gut gehen, denn wie Du bin ich schon lange am generellen Entgiften. Sündenphasen einmal abgesehen. Dieses hier soll vor allem den Stoffwechsel in Schwung bringen und durch den Zusammenhalt mit ein paar Gleichgesinnten geht es deutlich einfacher.
      Liebe Grüße
      Karen

    • Antworten Sara Mary von Buelsdorf

      Sehe ich auch so – ab und an mal so eine kleine Phase einschieben … aber wo ich das gerade vom Chia-Pudding las – hast Du schon mal den Testbericht gelesen? Da sind so einige Samen hoch belastet, so daß ich die bereits Gekauften weggeworfen hatte!

      http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=107544&bernr=04

      davon abgesehen, dass das auch oft leere Versprechungen sind – es hat nicht umsonst mal jemand Kluges gesagt: "Kaufe nichts, wofür Werbung gemacht wird!" Recht hatte er, denn wer wirbt schon großartig für Möhren? Braucht man auch nicht. 😉
      Weiterhin viel Spaß und Erfolg!

      Liebe Grüße nochmal
      Sara

  • Antworten kleiner-staudengarten

    Liebe Karen,
    das hört sich interessant an, ich bin gespannt auf Tag 2 und wünsch dir viel Erfolg bei deinem Vorhaben.
    VlG Marita

  • Antworten Tanja Living

    Oh, Obst esse ich sehr gerne, aber nix anderes den ganzen Tag, das wäre echt hart für mich. Kaffee trinke ich schon seit 23 Jahren schwarz, aber Ananas vertrage ich gar nicht…
    Nun lese ich mal die anderen Tag nach,
    Liebe Grüße
    Tanja

  • Antworten Eisbeine und Kilometergeld – Allegrias Landhaus

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