Beete

Die Neuen an der Westseite

22. August 2017

An der Westseite des Hause gibt es zwei schmale Beete, hindurch führt der gepflasterte Weg in den hinteren Garten. Das war nicht immer so. Früher gab es dort nur den mit Kies gefüllten Traufstreifen, daneben Grünfläche und zum Nachbarzaun hin eine Reihe Rhododendren.

Als sowohl die Einfahrt als auch die Hauszuwegung in 2006 neu gepflastert wurden, ließ ich einen vernünftigen Pflasterweg nach hinten legen. Die Tür in der Pergola ist das Entrée in den hinteren Garten.

Zum Haus hin war durch den nun trennenden Weg ein abends in der Sonne liegendes Beet im Traufschatten entstanden. Die Seite zum Nachbarn hin entwickelte sich geringfügig weiter. Bis es mir dort im letzten September nicht mehr gefiel. Es reichte nicht aus, nur die Rhododendren zu entfernen, ich nahm eine Kompletträumung vor. Bevor es damit losging, habe ich mich im Oktober auf Zeitreise begeben.

Die Neubepflanzung folgte ganz spät im Jahr, kurz vorm ersten Frost. Fast alles, was ich dort im November gesetzt hatte, ist auch gekommen. Nur die Nepeta Faassenii „Six Hills Giant“, 10 an der Zahl, sind ein Komplettausfall.

Im Frühjahr bin ich einmal zwecks Unkrautentfernung durchs Beet und habe dann mit Heu, Stroh u.a. Materialien gemulcht, wo ich schon erkennen konnte, was und wo durchbricht. Das hat sich als nützlich erwiesen wie wir jetzt sehen können. Hier ein mittiger Blick von oben.

Wo keine Mulchdecke war, ist jetzt Unkraut und vorne, wo die Nepeta hätten kommen sollen, hat sich der Giersch breit gemacht, der früher unter den Rhododendren wohnte. Giersch statt Nepeta.

Neue Nepeta nach Giersch-Entfernung.  Die 10 Nepeta habe  ich noch einmal gekauft und gepflanzt, in der Hoffnung, das jetzt ein günstigerer Zeitpunkt dafür ist. Überhaupt muss ich auf dieses Beet noch ein wenig aufpassen, bis es besser eingewachsen ist.

Besonders gut gefallen mir momentan die Euphorbien.

Hier liegen sie gerade vom Regen geplättet darnieder. 

Die meisten Fotos sind schon im Juli entstanden. Ich habe einfach keine Zeit gefunden, sie Euch zu zeigen. Seht Ihr die vielen Sämlinge von Zweijährigen? Ich habe die relative Nacktheit des neu bepflanzten Beets schlecht ertragen und mit Samenständen Mutter Natur unter die Arme gegriffen: Lunaria annua, Lychnis Coronaria, Salvia sclarea, Oenothera, Fingerhut und Verbascum Olympicum. Vergisssmeinnicht war sowieso am Rande vorhanden.

Wenn die Sämlinge alle den nächsten Winter überstehen, werde ich ausrupfen müssen, damit die ursächlichen Bewohner eine Chance haben 🙂 Die teils hohen Gräser an der Rückseite und vorne am Zaun zur Straße haben ihren großen Auftritt erst später bzw. in den Folgejahren.

 

Ein ziemliches Durcheinander und es ist extrem schwer, diesen Streifen übersichtlich abzulichten. Jetzt schauen wir kurz zur Giebelseite des Hauses rüber. Dort ist der Bewuchs schon einige Jahre älter.

Vorne zur Straße hin herrscht noch mehr Durcheinander und die Beikräuter streben nach oben, als hätte ich nichts dazwischen gesetzt. Da muss ich demnächst noch mal gründlich ran. Mit der Umgestaltung im Vorgarten geht es nächstes Jahr weiter, lasst Euch überraschen 🙂

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13 Kommentare

  • Antworten beate bahnwärterin

    schöne blümchen!!
    ich mag ja gern so staudenbeete die etwas wild und üppig aussehen – da lass ich dann schon mal das „beikraut“ stehen und blühen – wie die nachtkerze z.b. 🙂
    sind das echte ziegel auf dem weg oder roter beton? ich hätte nämlich gern ziegel als vorplatz/weg im vorgarten, wir haben auch viele alte auf halde, aber der BW sagt das hält nicht……
    xxxxx

    • Antworten Karen

      Die Nachtkerze geht bei mir als Wildblume und gern gesehener Gast durch 😉 Ja, ich mag es auch wild und üppig nur darf das nicht Gewollte nicht die Oberhand gewinnen, wie z.B. Quecken oder die doofe Fadenhirse. Das sind ganz nette Betonteile, die habe ich schon 26 Jahre im Garten. Sie wurden 2006 einfach wiederverwendet, weil ich sie immer noch leiden mag. Die paar, die fehlten, konnte man tatsächlich noch nachbestellen. Der Bahnwärter hat recht, die echten Ziegel werden vermutlich kaputt frieren. Aber warum nicht für ein Stück einfach mal probieren?
      xoxo

  • Antworten kleiner-staudengarten

    Hallo Karen,
    da bin ich gespannt, wie es dann zugewachsen aussieht – ich habe auch ein Beet, da bekomm ich eine harmonische Gestaltung nicht besonders gut hin…aber jedes Jahr wird es besser. 😉 Stachys Hummelo seh ich grad…der ist einfach toll.
    Lieben Gruß, Marita

    • Antworten Karen

      Liebe Marita,
      Hummelo kann man nicht genug haben, im weiteren Vorgarten steht er auch. In neuen Beet fehlt mir noch was an rückwärtiger Höhe (dabei hatte ich genügend Pflanzen dafür gesetzt) damit der Maschendraht auf Dauer verdeckt wird. Aber das wird schon oder ich doktore weiter daran herum.
      Liebe Grüße
      Karen

  • Antworten Achim

    Hallo Karen, also das sieht doch schon besser aus als nur mit den Rhododendren. Allerdings muß ich sagen, daß Rhododendren ja auch ganz schön sind. Wenn denn der Platz passt. Bei uns ist es dafür ja viel zu heiß und trocken. Mit den Stauden geht es mir auch immer so, daß manche einfach im Frühjahr nicht kommen. Dieses Jahr war es wieder so, habe daher auch Lücken im Beet. Die sieht man aber fast gar nicht, weil ich auch gern das sich selbst Aussähende aufgehen und blühen lasse. Warum sollte man es entfernen, wenn man es schon von der Natur geschenkt bekommt. Und es gedeiht besser, als manch gepflanztes. Aber der Giersch, den habe ich auch. Entsetzlich. Und man bekommt ihn einfach nicht entfernt. Das ist echt ein ganz fieses Zeug. Wünsche dann mal viel Spass bei der weiteren Beikrautregulierung. Werde mal an dich denken, wenn ich auch grad wieder dabei bin….
    Liebe Grüße, Achim

    • Antworten Karen

      Hallo Achim,
      die entfernten Rhodos sind an den halbschattigen Waldrand gewandert, wo sie wunderbar gedeihen. Im Vorgarten am Zaun steht noch einer in der prallen Sonne, der muss im Herbst auch noch umziehen. Ich mag sie gerne, aber nicht, wenn sie leiden, weil sie falsch stehen. Du hast völlig Recht, ich nehme diese Geschenke der Natur sehr gerne an. So manches Jahr haben sie mir schon die partielle Leere im Garten kaschiert. Am Giersch muss man dran bleiben, auch wenn man ihn nicht völlig loswird, weil er sich das andere leider unterjocht.
      Liebe Grüße
      Karen

      • Antworten Achim

        Oh gut, dann leben die großen Sträucher also noch. OH ja und wie das schlimm ist, wenn sie gerade bei uns hier im Süden gepflanzt werden. In kahle Gärten an die Südseite eines Hauses. Immer mikkrig, vertrocknet und mit gelben Blättern. Fürchterlich, was manche Menschen meinen pflanzen zu müssen und dabei überhaupt keine Ahnung zu haben…. Aber Waldrand klingt doch echt super, da machen sie sich ganz bestimmt super schön. Wem sagst du das übrigens mit dem Giersch, bin da dran, Monat für Monat einfach immer und der Giersch kommt wieder, auch einfach immer und oft schon am nächsten Tag meine ich mich laust der Affe, wüsste ich nicht, daß ich just da vor einem Tag gerupft habe, würde ich es nicht glauben, sofort wieder alles grün. Wenn nur mein Gemüse auch so wachsen würde…..

        Liebe Grüße Achim

  • Antworten Sigrun

    Karen, die Samen der Mutter Natur sind doch immer die Besten! Phlomis russeliana zahlt sich auf alle Fälle aus, Digitalis, Akeleien etc.
    Sag mal, ich hab die ganze Zeit deinen Blog vermißt. Seh dich ständig bei FB. Und jetzt hab ich danach gesucht, es zeigt mir an, vor vier Monaten. Hab ich da was falsche verlinkt? Jetzt bist du wieder oben- hurra!

    Sigrun

    • Antworten Karen

      Liebe Sigrun,
      ich bin doch zu WordPress umgezogen Ende März, bitte einfach meine NEUE Blogadresse allegriaslandhaus.de über die URL in die Leseliste aufnehmen, falls noch nicht geschehen. Über den alten Link landest Du bei der Umleitung von Blogger und siehst deshalb die aktuellen Posts nicht.
      Phlomis russeliana ist hier ein Erstversuch, danach habe ich für andere Stellen noch weitere Phlomis gekauft, ich bin gespannt 🙂
      Liebe Grüße
      Karen

  • Antworten Hilda

    Liebe Karen,
    na das sieht doch schon ganz gut aus. Ich mag so hübsch wild bewucherte Flächen, vor allem, wenn sie so hübsche Blüten enthalten. Bin schon gespannt, wie sich der Westen bei dir weiter entwickelt.
    Eine Frage habe noch: Was bitte ist das denn für ein Phlox ? Diese Farbe ist ja grandios!!!

    Liebe Grüße
    Hilda

  • Antworten Suffershill House

    Hallo Karen,
    herrlich, ich liebe wucherige Flächen und „wilde“ Natur! Bei mir wächst und gedeiht es, meist aber das, was eigentlich kleiner bleiben sollte… meterweise Thymian, Lavendel, Majoran. Die Blumen bleiben stets dahinter, was das Wachsen anbetrifft, aber das liegt sicher an mir. Werde mir jetzt einfach mehr Mühe geben und nicht alles wuchern lassen, wie es selber will ( also Herrin der Situation und des Gartens weden).
    Liebe Grüße
    Solveig

  • Antworten Loretta Nießen

    Liebe Karen,
    Giersch ist so schwer weg zu kriegen. Hast Du nicht überlegt, an diese Stelle Epimedium zu pflanzen? Manche von diesen Pflanzen decken den Boden komplett zu, so dass der Giersch gar nicht mehr durchkommen könnte. Epimedium ist auch immer grün.
    Liebe Grüße
    Loretta

    • Antworten Karen

      Liebe Loretta, bloß kein kräftiges Epimedium! Das ist hier schlimmer als der Giersch 😁
      Stand vorher auch mit in dem Beet und war nicht so einfach zu roden.
      Liebe Grüße Karen

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