Plötzlich Königin!

 

Völlig unvermutet findet man mich für ein Jahr im Kreise gekrönter Häupter wieder. Wie das? Am Samstag hatten wir bei Bilderbuchfrühlingswetter unsere jährliche Kohltour.

Für die, die nicht aus Norddeutschland kommen:
Grünkohlessen

So eine Tour will gut organisiert sein und damit es immer wieder einen Ausrichter gibt, wird auf der aktuellen Veranstaltung das neue Königspaar ausgerufen, welches dann die ehrenvolle Aufgabe hat, im Folgejahr die Organisation zu übernehmen.

Meine Begeisterung über die Proklamation hielt sich in Grenzen, war doch erst im letzten Jahr der beste aller Ehemänner seine Krone an den diesjährigen Organisator los geworden. Unsere pfiffigen Vorgänger hatten sich was Feines ausgedacht.

Normalerweise gibt es mehr oder wenige sinnvolle Spielchen für unterwegs, dieses Mal war es ganz anders. Es sollten Zweierteams – Männlein/Weiblein gebildet werden. Die Paare wurden ausgelost. Ja, ja, wer’s glaubt Pe 😉

Ein Fragebogen, von dem zumindest ich nicht eine Frage mit Sicherheit hätte beantworten können, wurde an die Paare verteilt. Zu jeder Antwort gab es einen Buchstaben, die dann recht willkürlich durcheinander geschüttelt ein sinnvolles Lösungswort ergeben sollten.

Mein Sparringspartner und ich, wir starrten recht ratlos auf das Stück Papier. Nichts konnten wir mit Sicherheit beantworten. Aber wenn man nun glaubt, wir wären doof oder es wäre schon zu viel Alkohol geflossen – mitnichten- das war ganz am Anfang und alle anderen Paare standen ähnlich auf dem Schlauch. Irgendwie hatte aber alle der Ehrgeiz gepackt. Auf unserem Zettel waren für die Lösung recht viele K‘s und O‘s verfügbar. Hmm. Nach kurzem Überlegen flüstert mein Partner „das heißt Kohlkönig“. Also flink die Lösung hingepinselt, stolz abgegeben und grinsend zugeschaut, wie die anderen sich ihr Lösungswort zusammenstochern. Das Grinsen verging uns schnell, denn auf den anderen Zetteln stand andere Lösungswörter. Immerhin mussten wir nun nicht mehr bis zum Essen warten, um zu erfahren, das wir das neue Königspaar sind.

Hier seht Ihr mein prachtvolles Ornat, allerdings nur als Stillleben auf dem Tisch. Ist nicht so wirklich kleidsam und ich habe es fix wieder abgesetzt, kenne ich doch die Unbequemlichkeit dieser „Krone“ aus Vorjahren.

Den Hundeknochen hängt man sich um den Hals, das unwürdige Schweißband stülpt man auf das Königinnenhaupt *ähem*. Den Rücktransport haben die Krönungsutensilien auch nicht ganz unbeschadet überstanden, so wie die aussehen, dürfen die jetzt gerne etwas angehübscht werden. Wozu habe ich sie jetzt ein Jahr in meiner Gewalt, nech? Immerhin bin ich jetzt im Besitz von Goldfinger-Paste, damit werde ich versuchen, Würde zu zaubern. Und wenn das nicht gelingt, denk ich mir was Neues aus. Die Zeit ist reif!!!

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