Im Garten

Geborgte Landschaft – unser Blick über den Gartenzaun

19. Dezember 2017

Sicher hat der eine oder andere Leser schon mal den Begriff

Geborgte Landschaft

gehört. Wir haben das große Glück, das unser Grundstück mit der Rückseite an einen kleinen Wald angrenzt. Hinter dem Wäldchen befindet sich ein selten wasserführender Graben und dahinter Wiesen, Weiden und weitere Baumgruppen. Das ist unsere geborgte Landschaft.

Quelle: Google Maps

Unser Grundstück ist mit einem kleinen weißen Mauszeiger markiert. Noch einfacher: das einzige Haus auf der südlichen Straßenseite, welches quer zur Straße steht. Auf Kosten der Garagenbreite 😉

Wir haben es dem Protest der alteingesessenen Bewohner unseres Wohngebiets zu verdanken, das es das Wäldchen gibt. Auf dem Acker, auf dem die Grundstücke entstanden, sollte ursprünglich ein Stichweg eingezogen werden und alles komplett bebaut werden. So habe ich es mir erzählen lassen.

Stattdessen wurde dann der hintere Streifen für einen sogenannten Babywald zur Verfügung gestellt. Das ist wunderbar auf dem obigen Luftbild zu erkennen. Eine tolle grüne Lunge! Der Wald entstand im Jahr 1988, 2 Jahre, bevor ich den Kaufvertrag für das Grundstück unterschrieb.

Quelle: Panoramio /Uwe Nighdy

130 Ahorn, Eichen und Linden wurde auf einen guten Hektar Fläche gepflanzt. Dazu Hasel und Johannisbeeren und weiter heimische Wildgehölze. Ziemlich gute Maßnahme, oder?

Bei Besichtigung des blanken Grundstücks im Jahr 1990 war von den heutigen Bäumen noch nicht viel zu sehen.  Die Strukturen waren aber schon erkennbar und ich wählte aus zwei möglichen Grundstücken dasjenige aus, das damals mehr Weitblick bot. Leider habe ich aus der Zeit kein vernünftiges Foto mehr.

Diese Aufnahme entstand Mitte 1991 kurz nach dem Einzug. Neufundländerwelpe Don bewacht sein Grundstück, links sieht man die östliche Grundstücksgrenze mit 2 frisch gesetzten Gehölzen und dem ungemähten Nachbargrundstück dahinter. Dort gab es zu der Zeit nur eine Baugrube, alles war zunächst offene Landschaft. Am rechten hinteren Bildrand guckt man bis zur Harpstedter Straße durch mangels größerer Bäume. Davor ganz spärlich die jungen Bäumchen, die heute  stattlich sind. Kein Wunder, nächstes Jahr haben sie ihren 30. Jahrestag.

Hier ein Zwischenstand aus dem Januar 2004.  Aber nicht lachen. Damals waren die Pferde mein Hobby, im Garten passierte wenig bis gar nichts.

Und so sieht das heute aus. Nur im Winter gibt es noch ein wenig Weitblick. Trotzdem wirkt der Garten viel größer durch die Strukturen, oder? Der Fotostandort war auf gleicher Höhe.

Unser Blick fällt jetzt auf die geborgte Landschaft – den Wald, der unser Grundstück von Südosten her beschützt.

Winternebel

Auf dem eigenen Grundstück wachsen nur Apfelbäume.  Die inzwischen stattlichen Laubbäume wurzeln ein ganzes Stück hinter dem Zaun. Und das ist auch gut so, sonst hätten wir ein Schattengrundstück. In vorderer Reihe gibt es noch Haselsträucher. Fröhliches Eichhörnchenturnen kann besonders im Winter in den Baumwipfeln beobachtet werden.

Ganz besonders schön ist der Blick am Abend, wenn die Sonne den Wald zum Leuchten bringt.

So sieht es hinter dem Wald am Graben im Frühjahr aus. Ist das nicht ein herrlich frisches Maigrün? Ich liebe das.


So sah das übrigens 1934 aus bei uns in der Stührmanns Höhe. Das Foto habe ich freundlicherweise von Volkmar Katenkamp erhalten.

Stührmanns Höhe 1934

Habt Ihr auch ein Stück Landschaft, das Ihr Euch borgen könnt für Euren Ausblick? Am Schönsten sind für mich Ausblicke in hügelige Landschaften.

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21 Kommentare

  • Antworten Daniela

    Ich kenne den Begriff eigentlich nur aus englischen Gartensendungen, “borrowed landscape”.
    Leider habe ich nicht so schöne Ausblicke, eher schaue ich auf die hässlichen Gartenhäuser meiner Gartennachbarn. Nur weiter im Hintergrund stehen höhere Bäume.
    Ihr habt dann bestimmt auch mehr Vögel im Garten oder auch mal ein Eichhörnchen, da sie tolle Verteckmöglichkeiten haben. Bei uns wird das alles leider immer weniger!

    Liebe Grüße
    Daniela

    • Antworten Karen

      Liebe Daniela,
      ja, wir wissen dieses Juwel zu schätzen. Für die Tierwelt wird der Garten sukzessive weiter umgestaltet. In den alten Bäumen sind diverse Eichhörnchen und viele Vögel unterwegs. Besonders lustig ist immer der Buntspecht. Stelle Deinen Blickfokus auf die höheren Bäume im Hintergrund ein, dann ist es besser erträglich.
      Liebe Grüße
      Karen.

  • Antworten bahnwärterin

    ich hab gelacht…
    aber verständnisvoll!!
    süss ist das schwarze loch in der landschaft namens don – ich liebe neufundländer!
    du hast echt weitsicht bewiesen beim kauf deiner ländereien! interessant auch am luftbild dass dein garten der einzige gestaltete ist – sonst nur rasen, gehölz und pool…….
    wir haben ja eine richtige angeber-aussicht: rundum diverse landschaften vom hangwald über buschland zu altarm und flussaue – plus über 400 m hohem, pittoreskem tafelberg (wir sind auf 126müNN). unverbaubar dank naturschutzgebiet und nationalpark.
    <3liche wintergrüsse! xxxxx

    • Antworten Karen

      Ja, Eure Ausblicke sind in der Tat sehr besonders, da können wir hier im Flachland nicht mit dienen. Hihi, das schwarze Loch war ein wundervoller Menschenfreund. Er wohnt immer noch in meinem Herzen und manchmal träume ich von ihm, obwohl er schon 15 Jahre im Hundehimmel ist. 16 Jahre lang waren Garten und Haus auf den hinteren Prioritätenplätzen angesiedelt, was man am 2004-er Foto gut erkennen kann 😉
      Herzliche Wintergrüße zurück ins Bahnwärterhaus
      xxxxx

  • Antworten elfi

    ein paradisgarten… mein garten ist urwald , aber mit einer riesigen aussicht auf den genfersee..geht auch…und so ein schöner, grosser hund , meine wiegen nur 3kg… liebe grüsse

    • Antworten Karen

      Liebe Elfi,
      Urwald ist völlig okay 🙂 Deinen Blick zum Genfer See habe ich schon bewundert, ein Traum. Sag, kann man Deine wundervollen Schöpfungen auch irgendwo erwerben? Ich habe mal danach gesucht und nichts gefunden.
      Liebe Grüße
      Karen

      • Antworten elfi

        danke für deine antwort, persönlich bin ich oft im stress und komme nicht immer dazu…
        meine bilder verkaufe ich in galerien und auf märkten ..auch in meinem atelier…
        aber nicht im net.. bin nicht sehr mit dem netz vertraut :))) auch noch schöne, frohe festtage wünsche ich dir…

  • Antworten Loretta Nießen

    Liebe Karen,
    es ist so schön, dass eurer Grundstück an einen Wald (Babywald) grenzt. Das ist wie eine Fortsetzung eures Gartens. Damit wirkt er größer. Schattige Stellen wünscht man sich auch im eigenen Garten. Davon haben wir genug, und wir wollen von den Bäumen in unserem Garten nicht verzichten. Das Bild Deines Gartens hat sich sehr verändert. Der Garten hat Struktur bekommen. Er sieht nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter gut aus.
    Liebe Grüße
    Loretta

  • Antworten Achim

    Vielen Dank für diesen wunderbaren Bericht! Ich liebe es so sehr mehr über die anderen Gärten zu erfahren Übersichten Geschichten das ist so spannend. Es ist der Hammer, dein wunderschöner Garten ist allein durch deine Hände entstanden . Da war ja nur Wiese. Respekt. Meine geborgte Landschaft kennst du ja sicher? Der Blick auf den Dorfweiher und die Häuser gegenüber
    Leider finde ich gerade nur einen Blogeintrag mit Winterfoto
    https://achimsgarten.blogspot.de/2017/12/winterliche-gartenszenen-Grablichter-Palme.html?m=0#links

    Oder die herrliche Landschaft draußen rings um unsere Karpfenweiher
    https://achimsgarten.blogspot.de/2017/10/kann-arbeit-urlaub-sein.html?m=0#links

    Viele Grüße Achim

    • Antworten Karen

      Na klar kenne ich Eure geborgte Landschaft Achim! Den Blick zum und das Stück am Karpfenteich finde ich besonders genial. Ich gehe noch mal rundherum 🙂
      Liebe Grüße
      Karen

  • Antworten Krümel

    Hallo Karen,
    ich kann auch nur mit einer halben geborgten Landschaft aufwarten. Direkt vor meinem Garten verläuft eine große Straße. Aber dahinter fließt der Neckar und jetzt, sobald die Blätter fallen, sehen wir direkt auf die Schleife die der Fluss “vor unserer Nase” macht.
    Ich musste gerade echt staunen: der Garten wirkt nach der Anlage wirklich viel größer! Hochachtung vor soviel gärtnerischer Leistung!
    Viele Grüße,
    Krümel

    • Antworten Karen

      Ich finde die Straße nicht schlimm, allenfalls wegen evtl. Lärmentwicklung. Euer Blick geht doch ins Grüne, besser als auf Nachbars Terrasse dicht an dicht 🙂

  • Antworten kleiner-staudengarten

    Ach schön, Karen, dein Garten hat sich super entwickelt und so ein weiter Blick und auch die Winteransicht haben was. Bei meinem kleinen Garten inmitten des Städtchens muss ich darauf leider verzichten.
    Wünsche dir noch einen schönen Abend – lieben Gruß, Marita

  • Antworten Topfgartenwelt

    Liebe Karen, nein eine geborgte Landschaft direkt vor dem Haus haben wir leider nicht. Das gibt es aber bei meinen Eltern. Wir haben dafür einen See in der Nähe, welchen wir zu Fuß erreichen können. Euer Haus liegt in einer wirklich schönen Gegend 🙂

    LG Kathrin

  • Antworten carey-Neuenschwander

    Liebe Karen
    Geborgtes Land, geborgtes Glück kann ich da nur sagen. Von einem Garten in dieser Grösse und dazu noch einen kleinen Wald als Geschenk dazu, da kann man nur davon träumen.
    Weisst Du Karen welches Bild ich ganz besonders mag? Das mit den drei Damen sitzend auf dem Boden, aus dem Jahr 1934.
    Da möchte ich mich am liebsten grad dazu setzen. Was Du aus diesem Stück Land gemacht hast ist ‘amazing’, einfach wunderschön.
    Kennst Du den Spruch: Willst Du ein Jahr lang glücklich sein dann heirate, willst Du ein Leben lang glücklich sein leg dir einen Garten an.
    Ich wünsch Dir ein Leben lang Glück mit Mann und Garten.
    Herzlich gertrud

  • Antworten Urte

    Liebe Karen,
    was für eine tolle Lage!
    Da habt ihr wirklich viel Glück mit eurem kleinen Wäldchen!
    Und dein Garten ist ein Traum!
    Ich wünsche dir ein besinnliches
    Weihnachten und einen guten Rutsch
    in ein gesundes neues Jahr 🙂
    Ganz liebe Grüße von Urte

  • Antworten tante Mali

    Oh liebe Karen, ich werde ganz neidig. Das ist sooo schön und sooo wertvoll. Ich weiß das von meiner Schwester. Ihr Grundstück grenzt auch an den Wald. Ich hingegen bin in der Stadt umzingelt von Häusern und Gärten, die immer hässlicher werden, weil es keine mehr sind. Aber wie auch immer, ich freue mich an deinem und wünsche dir eine wundervolle Weihnachtszeit
    Elisabeth

  • Antworten Sigrun - Bergblumengarten

    Liebe Karen,
    dein Garten hat sich so toll entwickelt in den 30 Jahren. Sogar Google sieht deine hübsche Gartenaufteilung von oben. Da weiß man gleich, dass es deiner ist, auch ohne Pfeil. Ich habe auch mal ganz dicht am Waldrand gewohnt…..jetzt ist er nur eine Straße von hier entfernt. Das finde ich auch wunderbar.
    Ansonsten mag ich aber auch lieber den freien Blick von oben in die Natur. Am schönsten ist das, wenn man beim Wandern einen Berg besteigt.
    Ich wünsche dir ein gemütliches Weihnachtsfest,
    Liebe Grüße, Sigrun

  • Antworten Wolfgang Nießen

    Liebe Karen,
    den Ausdruck “geborgte Landschaft” kannte ich nicht.
    So einen kleinen Wald direkt am Grundstück zu haben finde ich toll. Wir haben hinter dem Garten einen Campingplatz, keine schöne Aussicht.
    Dein Garten hat sich sehr gut entwickelt und sieht jetzt tatsächlich größer aus.
    Ich wünsche Dir und Deiner Familie ein besinnliches und wunderschönes Weihnachtsfest.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

  • Antworten Traude "Rostrose"

    Liebe Karen,
    auch für mich ist der Begriff “geborgte Landschaft” neu… Hinter unserem Garten ist ein Feld, das ich besonders dann wunderschön finde, wenn Sonnenblumen gepflanzt werden. Und dahinter noch weitere Felder, bis der nächste Ortsteil (mit zahlreichen modernen Neubauten) beginnt. Ich hoffe, dass es dieses Feld noch lange gibt, denn die Gefahr, dass man hinter unser Grundstück weitere Häuser baut, ist in dieser Wien-nahen Gegend sehr groß (begehrtes Wohngebiet). Andererseits entsteht in den nächsten Jahren zwischen unserem und dem angrenzenden Ortsteil eine Bahnlinie … und damit könnte eine weitere Häuserzeile für Schallschutz sorgen… Mal sehen, wie sich diese Dinge weiter entwickeln.
    Euer Waldstückchen ist jedenfalls sehr, sehr schön. Wir müssen ein bisserl weiter gehen, um in den Wald zu kommen. (Aber als wir noch in Wien lebten, mussten wir NOCH weiter gehen ;-)) Und dein Garten ist wundervoll geworden in all den Jahren!!!
    Ganz vielen Dank für deine lieben Worte zu meinem vorigen Reiseberichts-Kapitel; ich kann mir gut vorstellen, dass sich Reykjavik innerhalb von 18 Jahren stark verändert hat! (Das nächste und zugleich letzte Kapitel ist heute online gegangen). Und auch für deine Weihnachtswünsche ein liebes Dankeschön!!! Hoffentlich hattet auch ihr ein wunderbares Fest und angenehme Feiertage!
    Herzliche Rostrosen-Zwischen-den-Jahren-Grüße und einen guten Rutsch nach 2018!
    http://rostrose.blogspot.co.at/2017/12/island-kreuzfahrt-teil-15-zwei-tage-auf.html

  • Antworten Izabella

    Liebe Karen,
    Ich bin immer wieder beeindruckt, wie schnell ein paar Bäume dazu führen, dass ein Wald entsteht! Ich bin begeistert von eurem Ausblick! Wir selber schauen ebenfalls auf einen Wald und schöne Felder!
    Viele Grüße, Izabella

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