Bestandsaufnahme Saatgut und Keimprobe

Heute Morgen war ich kurz im Gemüsegarten, um etwas frisches Wintergemüse zu ernten.

Hier liegt kein Schnee, damit ist der Zugriff auf unser winterliches Gemüse im Hochbeet einfach. Fotos davon gab es bereits  im 12tel Blick Dezember.

Radieschen im Januar

Eine Handvoll Radieschen zum Frischverzehr. Wusstet Ihr, das sie im Winter gar nicht scharf werden? Dieses Wissen habe ich aus einem wunderbaren Buch über Gemüseanbau, das mich gestern erreichte. Wenn ich es durchgelesen habe, gibt es hier eine ausführliche Buchvorstellung.

Aus der letzten Reihe Möhren kamen ein halbes Dutzend wundervoll madenfreie Exemplare ins Haus. Wie es funktioniert, die Möhren madenfrei zu ziehen, werde ich demnächst verraten.

Möhren im Januar

Vom Mangold habe ich geerntet, um grüne Abwechslung für den Smoothie zu haben. Hauptbestandteil ist bei uns derzeit Endiviensalat begleitet von Grünkohl. 2/3 Grünzeug, 1/3 Obst maximal ist unsere interne Faustregel.

Mangold im Januar

Das  Gemüse wurde draußen im eisigen Wasser gesäubert. Macht sehr kalte Finger und ich war froh, danach wieder im Haus zu sein.

Ein grauer verregneter Samstag im Januar bietet sich an, über die

kommende Gartensaison

nachzudenken und zu planen, was im Gemüsebeet und anderenorts ausgesät werden soll.

Der Gärtnerin juckt es in den Fingern, dutzendweise Samentütchen zu ordern. Wer wie ich einen nicht unerheblichen Vorrat an noch vorhandenen Blumen- und Gemüsesamen hortet, ist gut beraten, zunächst einmal eine

Bestandsaufnahme

zu machen!

Ein hölzernes CD-Regal wurde zur Samentütchen-Kiste umfunktioniert. Schilder für die einzelnen Aussaatmonate sollen etwas Ordnung in die Kiste bringen. Gleichwohl ist das Behältnis eine Wundertüte. Ich bin immer wieder erstaunt, was noch vorhanden ist. Übersichtlich ist anders.

Altes Saatgut sichten

Vor der Bestandsaufnahme steht die Ausbreitung auf dem Esstisch. Was zunächst ein furchtbares Durcheinander ist, wird grob sortiert. Links Blümchen, Kräuter & Co., rechts das Gemüse, unten die angebrochenen Restanten.

Wenn Beate genau hinsieht, entdeckt sie 2 freundliche Gaben (Ringelblumen und Wildtulpen) aus dem Bahnwärterhäuschen. 

Nach der Sortierung ging es an die

Erfassung.

 

Die fertige Liste beinhaltet über 50 Positionen. Ich habe sie bei Google-Docs hochgeladen, um sie überall im Zugriff zu haben.

Mit dem

Vorziehen

von Gemüsepflanzen halte ich mich noch bis März zurück. Im Allgemeinen ist hier im Norden die Lichtausbeute vor März zu gering und alles, was auf der Fensterbank vorgezogen wird, weil die Gärtnerin es nicht mehr erwarten kann, wird langhalsig und gakelig.

Bis es damit losgeht, kannst Du Dir die Zeit mit der

Prüfung auf Keimfähigkeit (Keimprobe)

vertreiben. Nichts ist ärgerlicher, als erst Wochen nach der Einsaat festzustellen, das das vorhandene Saatgut leider nicht mehr keimt. Dir fehlen dann wertvolle Wochen bis zum Auspflanzen und im schlimmsten Fall fällt dadurch eine bestimmte Pflanze ganz aus Deiner ursprünglichen Planung. Also, los geht es!

Du nimmst aus Deinen Vorräten jeweils einige Samen und legst sie (z.B.) auf angefeuchtetes Kaffeefilterpapier. Ein Abdecken mit Klarsichtfolie oder besser einer Glasschale hindert die Feuchtigkeit am Verdunsten. Bitte stets aufpassen, das die Proben und die Papierunterlage leicht feucht bleiben. Ein paar Sprühstöße Wasser und alles ist wieder gut. Hell und warm bei 18-22 Grad gestellt heißt es jetzt gespannt abwarten.

Die Faustregel lautet, wenn mehr als 50% der Ansaat keimt, kann das alte Saatgut weiter verwendet werden.

Saatgutkeimung

Was nicht mehr keimfähig ist oder gänzlich fehlt, kann dann guten Gärtnergewissens nachgekauft werden.(M)ein (möglicher) Lieferant wäre z.B. Bingenheimer Biosaatgut.

Ich habe dort im letzten Jahr das erste Mal bestellt und war sehr zufrieden. Das ist keine Werbung, alles selbst bezahlt.

Die Lagerung der Samen sollte kühl, trocken und dunkel erfolgen. Meine Samentütenkiste steht im Hauswirtschaftsraum, der diese Bedingungen erfüllt.

Wie handhabst Du das? Die Ungeduld lässt Dich schon im Januar die Aussaatkiste füllen? Wenn ja, welche Erfahrungen hast Du damit gemacht?

Zum Pinnen:
Saatgut Bestandsaufnahme Keimprobe

Verlinkt beim Gartenglück von Wolfgang und Loretta & dem Fachwerkhaus im Grünen

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28 Gedanken zu “Bestandsaufnahme Saatgut und Keimprobe

  1. Na was für ein Zufall. Das Sichten und Bestandsaufnahme habe ich schon vor Weinachten gemacht. Heute habe ich bestellt. Bingenheimer Saatgut, Biogartenversand und Dreschflege. Wieder ganz spannend neue Sorten oder Gemüse habe ich entdeckt und trotz Zeitmangel den ich immer habe, ist da die unbändige Lust immer wieder auch neues zu Probieren.
    Wie du es schaffst, Möhren ohne Maden zu haben, muß ich unbedingt wissen. Wirklich das ist ein Problem und da hilft auch nicht die Nachbarschaft der Zwiebeln bei mir. Genauso ätzend sind die Maden im Lauch, von der Lauchfliege…. Also wenn du Tipps hast, verrate sie mir / uns bitte .

    Ansonsten kann ich momentan gar nichts mehr verwertbares finden. Lag ja jetzt auch Schnee, war ordentlich kalt und taut jetzt wieder. Der Mangold treibt im Frühjahr wieder, dann ernte ich da ein paar frische Blätter. Den Toscana Grünkohl habe ich vor dem Frost noch vollends abgeerntet und zu Pesto gemacht. Jetzt warte ich auf den Kopfsalat. Der ist bald so weit, Köpfe sind schon erkennbar. Das wird dann das erste frische Gemüse in der neuen Saison.

    Viel Spass noch mit den Samen und viele Grüße, der Achim

    1. Mischkultur Zwiebel / Möhre hat hier auch nichts gebracht. Meine bisherigen Erfahrungen mit dem Mangold sind sehr positiv. “Lukullus” kommt stets im 2. Jahr noch mal wieder zum Beernten, danach säe ich ihn neu.
      Liebe Grüße
      Karen

      1. Hallo Karen, jetzt muß ich doch glatt noch mal eine Antwort schreiben, aus aber einem anderen Grund. Die Sara hat mich in meinem wordpressblog aufmerksam gemacht, dass man nicht wählen kann, ob man auf Antworten des gemachten Kommentars eine Benachrichtigung bekommt. In blogger bei google ist das eine sehr hilfreiche Funktion. Nun wußte ich,dass du auch einen WordPressblog hast und da ja auch schon viel Erfahrung und Wissen angesammelt hast. Da wollte ich gleich nachsehen, ob du so eine Funktion hast. Scheinbar auch nicht, denn ich sah, daß du ja auf meinen Kommentar geantwortet hast und ich das natürlich nicht mit bekam. Du weißt also auch nicht zufällig, ob und wie man das in WordPress machen könnte?

        Liebe Grüße der Achim

        1. Hallo Achim,
          mit dem Plugin “subcribe to comment” kannst Du solch eine Funktion einbauen. Das hatte ich bei mir mehrere Monate so installiert. Durch die DSGVO ist es erforderlich, das der Abonnent eine Bestätigungsmail bekommt, auf der er noch einmal durch Klick seinen Willen zum Kommentarabo dokumentieren muss. So weit, so kompliziert. Leider hat das Plugin bei mir manch komische Reaktion gezeigt, so das ich es wieder deinstalliert habe. Probier es für Dich aus, vielleicht läuft es problemlos.
          Liebe Grüße
          Karen

          1. ok danke Karen, aber das klingt mir zu kompliziert. Also nicht für mich kompliziert, sondern für die Leser, die einem Kommentar folgen wollen und dann erst x-mal hier und da bestätigen müssen. Und wenn man nicht ständig ins Mailfach sieht, übersieht man dann die Aufforderung zum Bestätigen etc. Und das alles nur wegen der blöden DSGVO. Wenn einer anklickt, dass er Nachricht haben will, sollte das eigentlich genügen. Schade, aber dann bleibt es bei mir eben erst mal auch ohne Benachrichtungs-Häkchen.
            Vielen Dank noch mal und liebe Grüße der Achim

          2. Eine weise Entscheidung, Achim! Einige meiner Stammleser waren leicht genervt, weil das Plugin an Amnäsie litt und ständig neue Bestätigungen forderte .
            Dann lieber ganz ohne Reglements. Ich habe umgeschaltet direkt in WordPress:
            bei Einstellen – Diskussion -weitere Kommentareinstellungen-> weder Name noch email nötig ( d.h. kein Häkchen gesetzt). Die Felder Name und Email sind da, könnten theoretisch leer bleiben. Dafür weiter unten -> bevor ein Kommentar erscheint, Häkchen bei “muss der Kommentar manuell freigeben werden”. So muss ich zwar jeden Kommi freigeben, schütze mich aber vor Kommispam und meine Leser leiden nicht unter Zwangseingaben und nervigen Mails, die sie bestätigen müssen.
            LG Karen

          3. Nein, diese Möglichkeit mag es früher mal gegeben haben.
            Die datenschutzrechtlichen Folgen wären die Gleichen, das Kommentarabo müsste bestätigt werden.
            LG Karen

          4. Hallo Karen noch mal zu dem Haken mit dem Folgen auf Kommentare. Habe jetzt das Plugin Subscribe to „Double-Opt-in“ Comments installiert, einen Empfehlung von Sigrun. Jetzt habe ich den Haken und es ist wohl so, was ich ja aber selbst nicht testen kann als admin, dass man nur einmal mit Mail bestätigen muß und künftig dann nur noch Haken setzen muß oder eben nicht, ganz nach eigenen belieben. Kannst dir ja mal ansehen, falls es dich noch interessiert, das Thema. Liebe Grüße und schönes, eisiges Winterwochenende wünscht der Achim

          5. Hallo Achim,
            das von Dir genannte Plugin hatte ich (Siebhirn) wohl schon mal installiert. Mit meinem alten Theme gab es Probleme damit. Ich versuche es jetzt erneut, sonst gebe ich auf. Ist jetzt aktiviert, Du kannst Häkchen setzen.
            Liebe Grüße
            Karen

  2. Stimmt Karen, dazwischen macht sich der Portulak in der nächsten Saison bestimmt gut 😉 Oder wäre es eventuell jetzt schon sinnvoll? Wenn er eine Keimtemperatur unter 12° braucht, dann wundere ich mich, wie das im letzten heißen Sommer funktioniert haben soll. Aber vielleicht habe ich ihn auch schon im Frühjahr über dem Totholz verteilt, als ich die Frühlingszwiebeln aus den Töpfen ausgepflanzt hatte. Und bei den Mengen, die mein Saattütchen produziert hatte, könnte man es vielleicht sogar mit 2 oder gar 3 Aussaat-Terminen probieren. Es scheint ja ein recht anspruchsloses und vermehrungsfreudiges Kraut zu sein 😉
    VG Silke

    1. Liebe Silke,
      das hat mir nun doch keine Ruhe gelassen. Der normale Portulak ist der Sommerportulak. Winterportulak wird das Tellerkraut genannt, das aber auch Postelein heißen kann. Lateinisch Claytonia perfoliata. Davon habe ich noch ein Tütchen. Werde ich für die Winterernte zwischen August und Oktober aussäen.
      Liebe Grüße
      Karen

  3. hab´s entdeckt <3
    gut dass du´s ansprichst – ich hab zwar noch´n paar sämchen von der letztjährigen grossbestellung, aber sicher nicht mehr von allem was mir so vorschwebt im anbau. keimprobe habe ich noch nie gemacht, ein totalausfall bei wintersalat war dann auch nicht so schlimm, gabs halt keinen 😀
    vorziehen hab ich aufgegeben nach dem 1. jahr – unser haus ist einfach zu dunkel, die fensterplätze viel zu rar. geht auch ohne. ich bau eh nur an was quasi von selber wächst – allzu exotisches wird hier sowieso nix.
    deine computertabelle beeindruckt mich schwer!!
    @möhren: nie in stallmist – sagt der alte gärtner. meine waren ohne besondere massnamen madenfrei – dafür hat die maus sämtliche spitzen abgenagt – was für bizarre wuchsformen sorgte ;-DDD
    schönen sonntag! xxxxx

    1. Vorziehen mache ich nur mit Tomaten und Gurken. Ich habe wenig bis gar keine Fensterbänke. Wenn Deine Bestellung aus dem letzten Jahr ist, wird schon alles noch kommen. In der Natur schlummern die Samen teils Jahrzehnte in der Erde und wenn sie geeignete Stellen / Bedingungen haben, wachsen sie plötzlich wie Phönix aus der Asche.
      Mich beeindruckt meine Tabelle auch. Damit kriege ich die zeitgerechte Aussaat hoffentlich in den Griff!?
      xoxo

  4. Ich weiß schon ohne Bestandsaufnahme, dass ich zu viele Samen habe….;-)) Aber du hast Recht, manche Keimen vielleicht schlechter, wenn sie älter sind. Für die Keimprobe bin ich meistens zu faul und lass mich überraschen, was noch keimt und da bin ich oft ganz angenehm überrascht…;-))
    Auf jeden Fall hast du mich dran erinnert, die Samen mal alle in nur 1 Kiste zu stecken….bei mir gibts bestimmt 4-5 an verschiedenen Orten.
    Mit Bing**eimer und Dre*flegel hab ich persönlich gute Erfahrungen gemacht. Samen kaufen ist ja immer Vertrauenssache und ich denke, bei den Tauschbörsen bekommt man oft Dinge, die nicht mehr sortenrein sind.
    LG Sigrun

    1. Die Keimprobe mache ich nur bei älteren Samentütchen. Wenn ich davon ausgehen kann, das die noch kommen, schenke ich mir das. Dreschflegel muss ich mal reinschauen, davon habe ich auch nur Gutes gehört.
      Liebe Grüße
      Karen

  5. Hach, wie wunderwunderbar das eigene Gemüse zu ernten.
    Das Radieschen im Winter nicht scharf sind, ist ja ein witziges Phänomen!
    Ich wünsche dir viiiiel Vorfreude auf das kommende Gartenjahr und sende dir herzlichste Grüße…
    Amy

  6. Nein, ich bin überhaupt nicht ungeduldig mit dem Garten.
    Bei dem Wetter setze ich eh keinen Fuß hinein.
    Zu nass, zu kalt, ich warte mal auf ein wenig Sonne, dann wird geschaut, was bis jetzt überlebt hat.
    Da ich ja auch nur Blumen sähe, habe ich wohl noch etwas Zeit.
    Mal schauen, was ich so an Samen im Vorrat habe.
    Bei Dir schaut es jedenfalls sehr professionell aus.
    Auch das Gemüse schaut lecker aus.
    Dir einen schönen Restsonntag, lieben Gruß
    Nicole

    1. Hihi, auch wenn es draußen derzeit ungemütloch ist, kaum bin ich drinnen, schmiede ich bereits Pläne, was draußen geschehen könnte. Das findet dann zunächst auf dem Papier und in meinem Kopf statt. Bei den ersten erträglichen Frühlingstagen gibt es bei mir kein Halten mehr.
      Liebe Grüße
      Karen

  7. Bei uns gibt es auch immer noch Wintergemüse und Salat aus dem Garten. Den Tipp mit den Radieschen im Winter merke ich mir gerne. Schon bald werden die ersten Samen im Treibhaus ausgesät.
    L G Pia

    1. Liebe Pia,
      wir haben zwar ein kaltes Gewächshaus, aber irgendwie habe ich es noch nicht geschafft, dort etwas vor zu kultivieren. Liegt so versteckt am Ende des Grundstücks, das ich nicht an die Ansaat denke und zack, ist sie vertrocknet. Ich arbeite dran!
      Liebe Grüße
      Karen.

  8. Ich habe ja null Erfahrung mit Aussaat. Bin schon stolz auf meinen Feldsalat, der in meinem Minihochbeet wächst. Das mit der Aussaat lasse ich lieber, weil ich gar keinen richtigen Platz dafür habe. Aber spannend finde ich das schon.
    Pläne für den Garten habe ich zwar, aber bis gestern war hier noch alles weiß. Jetzt ist wieder mal alles getaut und es regnet. Mal sehen, wie es weitergeht.
    Viele Grüße von
    Margit

    1. Du wirst lachen. Ausgerechnet der im Anbau eigentlich unproblematische Feldsalat ist hier nichts geworden. Neuer Versuch, neues Glück!
      Liebe Grüße
      Karen

  9. Wie schön, dass Du noch einiges ernten kannst! Ichhabe mir im letzten Jahr eine Kiste angeschafft für die Samentütchen, die ich auch unterteilt habe, um mehr Überblick zu haben. Aber die Idee, eine Tabelle im Rechner anzulegen, ist mir noch gar nicht gekommen. Das werde ich auch mal machen!
    Vielen Dank für das Teilen dieser Idee!
    Liebe Grüße
    Steffi

    1. Liebe Steffi,
      wenn man bedenkt, das ich beruflich Organisatorin bin, ist mir die Sache mit der Tabelle doch reichlich spät eingefallen. Warum bin ich da bloß nicht eher drauf gekommen? Die Kiste gerät in Vergessenheit, die Liste ist stets zur Hand.
      Liebe Grüße
      Karen

  10. Liebe Karen,

    habe mal spaßeshalber auf Deinen Link ganz oben geklickt, da erscheint jedoch nicht Google-Analytics sondern about:blank ?? Ich hab meins aber längst rausgenommen. Habe es eh kaum genutzt.

    Wir haben bis jetzt auch keinen Schnee, es soll aber wieder kälter werden. Heute scheint jedoch die Sonne, daher gehts gleich hinaus, aber nicht in den Garten. 😉

    Dass Radieschen im Winter nicht scharf werden, wußte ich nicht. Bei uns gedeihen sie bislang nicht, sie sind immer befallen. Keine Ahnung, von was, Drahtwürmer vielleicht? Ich habe mich aber auch nie sonderlich drum gekümmert. Sie einfach unbesehen wachsen lassen … mit Möhren war es nicht anders, und sie blieben winzig, wie Karöttchen … unser Boden ist auch sehr verdichtet, trotz Mulchens – sehr steinreich … lehmig-tonig, da läuft das Wasser extrem schwer ab. Mein Mann hatte mal ein Loch gegraben und das getestet. Das Wasser wollte und wollte nicht absickern und das Loch war ca. 60 cm tief! – Ein Hochbeet wäre sicher nicht verkehrt.

    Du machst das ja richtig professionell!
    Viel Samen kaufe ich nicht mehr. Die würden nur umkommen …Bei uns im Haus kann man kaum etwas anziehen, da ist nicht das richtige Klima und der passende Platz dafür. Daher muß ich Jungpflanzen kaufen. Oder die Samen gleich draußen in die Gartenerde streuen, was oft jedoch nicht funktioniert.

    Ich muß gestehen, dass ich meine Samen im “warmen” Wohnzimmer habe. Bisher hat das auch funktioniert. Eben, weil es da trocken ist, aber in Nähe zur Terrassentür. Wir haben es nicht überheizt, sogar relativ kühl im Verhältnis zu anderen Behausungen. Einen Hauswirtschaftsraum haben wir leider nicht. Bei uns geht im Erdgeschoß alles – bis aufs Gäste-WC ineinander über, Flur, Wohnzimmer, Essbereich und Küche. Nicht so toll, da öfter leicht zugig, aber es ist wie es ist …

    Ungeduldig war ich früher mal, heute handele ich bei solchen Dingen eher vernunftgesteuert. Meine Erfahrung lehrte mich, dass ich früher eher zu viele Samen kaufte, die ich doch nie alle aussäte. Das war dann leider rausgeschmissenes Geld. Heute kaufe ich nur das, was ich wie in unserem Falle, auch tatsächlich ins freie Land säen kann in demselben Jahr.
    Brauche dringend Baumspinat … und hoffe, dass ich den auch direkt säen kann. Der hat mir so gut gefallen. Ich hatte sowas bei Rühlemanns oder Bornträger bestellt, aber demeter ist natürlich noch besser.

    Liebe Grüße
    Sara

    1. Liebe Sara,
      der Klick auf den Link “Opt-Out” soll ein Cookie erzeugen, das speichert, das Du bei Deinem Browser Google-Analytics auf meiner Seite abschaltest. Bei mir klappt das, ich bekommen einen entsprechenden Hinweis.
      Gegen den Befall der Radieschen hab ich was im nächsten Post von mir. Was gegen Möhrenfliegen hilft, hat bei mir auch für die Radieschen funktioniert.
      Liebe Grüße
      Karen.

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