Ein Fass ohne Boden..

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…gibt eine sehr dekorative Regentonne ab!  Nachdem im letzten Jahr so wenig Regen vom Himmel fiel, fand ich es umso wichtiger, dafür zu sorgen, so viel Regenwasser wie möglich vor der Versickerung zu bewahren.

Von der Regenrinne unseres Gartenpavillons hängen zwei unscheinbare Gliederketten herab, an denen das Wasser nach unten läuft. Eine Plastiktonne konnte ich mir an der Stelle nicht vorstellen, da braucht es was Hübsches fürs Auge.

Nachdem Carmen vom Schweizer Garten kürzlich ihre Hochbeete aus halbierten Weinfässern zeigte, wusste ich, was ich für unseren Zweck haben wollte. 2 gebrauchte Eichen-Barriquefässer, denen man auf einer Seite den Boden entnommen hat, sollten es werden.

Zum Pinnen:
Eichenfass als Regentonne

Der Beruf des Fassmachens, die Böttcherei,

ist leider stark im Rückgang begriffen. In Bremen gibt es noch einen solchen Betrieb, da versteht es sich von selbst, das ich unsere zukünftigen Regentonnen nicht übers Internet bestelle, sondern persönlich abhole.

Morgens angerufen, um mir 2 Fässer abholbereit an die Seite stellen zu lassen, fuhr ich nachmittags nach Bremen-Gröpelingen, um sie abzuholen. Der Betrieb ist so unscheinbar, das ich zunächst dran vorbei und bis zum Hafenbecken gefahren bin. Erst nach dem Wenden sah ich dutzende Fässer in einer niedrigen Halle lagern.

Höhe 95cm, Durchmesser circa. 70cm, lautete die Beschreibung. Nun, mein Kombi hat eigentlich eine maximale Ladehöhe von 69cm am hinteren Heckeinlass. Das weiß ich deshalb so genau, weil ich einst einen 70cm tiefen Tisch kaufte, der ums Verrecken nicht in meinen Laderaum ging.

Dieses Mal hatte ich Glück, die 70cm waren eher großzügig angegeben und die Fässer sind auch nur in der Mitte dick, mit Kippeln wäre das bestimmt gegangen.

Ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie der junge Fassmacher mir die Fässer ins Auto gewuppt hat!

Fass quer im Auto

Auf dem Heimweg

musste ich mit heruntergekurbeltem Fenster fahren, der Fuselduft war wirklich betörend. 😉

Barriquefass von innen

Fassdeckel von unten

Zuhause wurde es knifflig. So gekonnt auf der Kante vor mir her rollen wie der Fassmacher, das gelang mir nicht. Fast wäre ich mit dem ersten Fass im Beet gestrauchelt, beim Zweiten hatte ich den Bogen aus.

2 Eichenfässer

Damit die Fässer keinen direkten Erdkontakt haben, habe ich jeweils 3 Klinkersteine untergelegt, die zuvor schön gerade ausgerichtet wurden. Als Mein Mann nachhause kam, hatte Miss Ungeduld mal wieder alles selber geregelt. Er war voll des Lobes,

wie schön die Fässer aussehen.

Fass links aufgestellt

Für eine eventuelle Abdeckung habe ich die Deckel dazu bekommen, auf dem einen findet sich ein dekorativer Aufdruck. Seit dem Aufstellen der Fässer hat es natürlich nicht mehr geregnet.

Fassdeckel mit Aufdruck

Sagt selbst, das ist doch viel schöner als wabbeliges Plastik, oder?
Ich wünsche Euch schöne Ostertage!
Blick nach hinten

Ich verlinke diesen Beitrag bei Loretta und Wolfgang zum Frühlingsglück und Fräulein Ordnungs Wochenglück.

31 Gedanken zu “Ein Fass ohne Boden..

  1. Ja, liebe Karen, die sind wirklich ein Hingucker! Darum beneide ich Dich. Vor allem, wenn sie später diese herrlich dunkle Patina haben. Und an dieser Stelle wäre Plastik wirklich gruslig.
    Mich hat bis jetzt immer der Preis abgeschreckt. Und so habe ich für unsere Entwässerung der Hausdächer, des Grün- und Garagendachs mich daher vor ca 18 Jahren für die Holzlatten-Variante mit brauner Folienauskleidung entschieden, die ist nicht perfekt, aber auch schon mal etwas dezenter – zumal ich da ein 200l Fassungsvermögen bekam – bei Starkregen kommt das mal schnell zusammen. Nur, dass solche Folien leider auch nicht ewig halten. Wie ist das eigentlich bei Fässern, wenn sie zu lange trocken sind – werden sie dann undicht?
    Denn im Moment zeichnet sich ja leider schon wieder ab, dass es viel zu trocken ist 🙁 Ich habe dafür ein mobiles 100l Plastik-Maischfass, das ich leer ganz problemlos durch den Garten tragen kann. Das fülle ich auf und nutze es dann zum punktuellen Gießen. Denn zur Zeit fördert unsere Grundwasserpumpe noch so schnell so viel Wasser, dass ich mit dem Schlauch mehr Schaden anrichte, als es nützt. Der ist nur hilfreich, wenn ich ganze Bereiche mal richtig unter Wasser setzen will. Nur dann feiern in den gut durchnässten Bereichen Schnecken und Zecken ja auch gleich wieder eine Party …
    Ach ja, das Gartenjahr wird wirklich wieder spannend. So, wie es jetzt aussieht, wirst Du Dein Fass wohl auch eher mit dem Schlauch als mit Nass von oben füllen 😉 Aber für die Ostertage ist das jetzt ja auch schön zum Genießen!
    Hast Du eigentlich schon Deinen Rosen-Obelisken wieder untergebracht? Ich hoffe, dass meine jetzt endlich heute gefüllt und entsprechend befestigt werden …
    Liebe Gartengrüße schickt Silke

    1. Liebe Silke,
      den Obelisken habe ich in einer Ecke des Gemüsegartens aufgestellt. Malabarspinat statt Rosen. 😉
      Ja, in den Fässern sollte immer etwas Wasser verbleiben, sonst trocknen sie durch und die Reifen werden locker. So schön sie jetzt auch strahlen, ich freue mich auch auf die graue Patina.
      Liebe Grüße
      Karen

  2. Hallo Karen,
    wow was für eine tolle Farbe im Inneren. Von innen habe ich ja so ein Barriquefass noc nie gesehen. Eigentlich viel zu schade für nur Regen, so toll wie die sind. Warum werden die eigentich nicht mehr fürWein oder Whisky oder so benutzt? Und irgendwie, ich schau mir dauernd die Bilder an, die Ringe aussen herum (weiß jetzt nicht, wie die heißen) sehen auf den Fotos aus, als hätten sie die Farbe des Pavillions. Aber die spiegelt sich wohl eher nur in dem Metall. Sieht aber wirklich klasse aus. Wieviele Liter sind in so einem Fass? Naja bei der Dürre immerzu ist es eh nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Mein Bruder hat vor kurzem auch was fürs Regensammeln getan. Aber er nahm Plastik mit vielen Tausend Litern Fassungsvermögen. Das allerdings hat er in der Erde vergraben. Ich hoffe ja immer noch auf Regen im Sommer. Nun, Regen im Frühjahr ist ja scheinbar schon vorbei, bei uns zumindest. Es gab keinen und die Aussichten sagen auch keinen einzigenTropfen voraus….
    Also sieh zu, dass du Wasser untern Kiel bekommst, oder eher in die Tonnen 😉

    Liebe Grüße und schöne Feiertage, wünscht der Achim

    1. Hallo Achim,
      225 Liter soll solch ein Fass haben. Ich glaube, für Rotwein wurden die nach 6 Jahren ausgemustert und die haben mehr Fässer, als für anderweitige Nutzung, wie Whisky benötigt werden. Ein Direktverkauf für den Garten ist die Lösung.
      Liebe Grüße
      Karen

      1. Ach das dachte ich gar nicht, dass da so viel anfällt quasi zum Entsorgen. Nun wegwerfen wäre wirklich eine Sünde bei so hochwertigen Fässer und dem guten Holz. Da finde ich es schon gut, dass sie für den Garten verkauft werden. Könnten man sicher auch bepflanzen denke ich.

  3. barrique-fässer sind weisse schimmel – barrique heisst nix anderes als fass….
    ;-D
    schön sind die und wir hätten auch gern solche – leider so gar nicht im budget, vor allem solange die von der flut angeschwemmten plaste&blechtonnen noch halten…..auch wenn die scheusslich knallblau sind.
    eine böttcherei gibts hier in der gegend noch – die haben viel zu tun mit den palmen&zitruskübeln für die ganzen barockgärten…..
    wie machst du das mit dem überlauf – nicht dass der pavillon aufweicht???
    sonniges weekend! xxxxx

    1. Das barrique Fass heißt, ist mir bekannt. Desweiteren bedeutet Barrique Eichenfass mit 225 Liter Fassungsvermögen für Wein oder andere Alkoholika. Hicks. Wein könnte ja auch in anderen Fässern ausgebaut werden. Schimmel werden übrigens dunkel geboren 😉 und ich mag unsere Fassfässer
      Liebe Grüße
      Karen

  4. Liebe Karen,
    das sind ja wirklich tolle Regentonnen!
    Sieht echt schön aus in dem Blau deines Gartenpavillons.
    Hoffentlich regnet es dieses Jahr mehr.
    Die Zisterne meiner Eltern ist dieses Jahr über den Winter
    nicht voll geworden. Das hatten sie noch nie.
    Es war einfach viel zu trocken.
    Ich wünsche dir einen ruhigen und schönen Karfreitag
    und ein frohes und sonniges Osterfest,
    liebe Grüße von Urte

  5. Oh, ja, das kenn ich! Allerdings haben wir damals nur ein Fass ins Auto bekommen!
    Du wirst noch eine Weile herrlich rotes Regenwasser mit Weingeschmack zum Gießen haben. Auf jeden Fall hat es bei uns gedauert, bis das Wasser klar wurde! Jetzt ist das Fass leider undicht… aber ich habe den zweiten Boden auch noch herausgenommen und so eine hässliche Plastikregentonne damit verkleidet! Das klappte ganz gut!
    Viele Grüße und ein schönes Osterfest wünscht Dir
    Margit

    1. Liebe Heike,
      dann sollte ich das Wasser besser nicht zum Gießen am Haus benutzen, dort haben wir weiße Klinker. Dem Gemüse macht das bestimmt nichts aus, etwas Rotwein zu schlürfen.
      Liebe Grüße
      Karen

    2. Liebe Margit,
      die Verwendung als Pflanzkübel merke ich mir schon mal für die Zukunft vor. Entsorgt wird hier natürlich auch nichts, was noch anderweitig genutzt werden kann.
      Liebe Grüße
      Karen

  6. Das sieht richtig klasse aus, liebe Karen. Kein Vergleich zu Plastikfässern. Die grünen Dinger hätten schon farblich überhaupt nicht gepasst. Die Innenfarbe ist ja cool, hoffentlich vertragen die Pflanzen den Restalkohol 😉
    Jetzt muss es nur noch regnen. Es ist schon wieder viel zu trocken.
    Liebe Grüße
    Heike

  7. Liebe Karen,
    Das ist wirklich ein Hingucker im Garten! Und natürlich viel schöner als die Plastikdinger, die an unserem Schuppen stehen! Aber sie funktionieren noch und daher rühre ich erst einmal nicht daran. Aber ich werde mir das schon mal merken- man weiß ja nie.
    Ich wünsche Dir frohe Ostern!
    Liebe Grüße
    Steffi

    1. Liebe Steffi,
      solange die Plastiktonnen nicht im Sichtfeld stehen, sind sie doch völlig in Ordnung. Habe hinten im Garten 3 davon, aber da gucke ich nicht direkt drauf. Im Schuppen stören sie natürlich auch nicht.
      Liebe Grüße
      Karen

  8. Liebe Karen,
    Volltreffer! Die Fässer sehen spitze aus!
    Toll dass man sowas bei Euch noch kaufen kann – hier bei uns keine Chance. Und wenn, dann zu horrenden Preisen.
    Wir haben zwei IBC-Container à 1000l günstig erstanden und dann mit dem gleichen Holz verkleidet aus dem die Terrasse ist. Besser als die hässlichen Plastiktonnen allemal, aber mit Deinen Schmuckstücken nicht zu vergleichen.
    Liebe Grüße und eine schöne kurze Woche,
    Krümel

    1. Liebe Kerstin,
      danke schön, ich bin ganz verliebt in die Fässer. So einen richtig großen Tank hätte ich beim Bau mal in den Erdboden legen lassen sollen, nun wird daraus leider nichts mehr mangels Zugänglichkeit für Baugerät. Das Dachwasser versickert nämlich im Erdboden, das tut mir in der Seele weh. Aber wenigstens bei unseren kleinen Häuschen kann ich Wasser auffangen. Ich überlege schon, eine Regenrinne anzuzapfen und so einen hohen schmalen Tank aufzustellen. Leider weiß ich nicht, wohin mit dem Teil.
      Liebe Grüße
      Karen

  9. Liebe Karen,
    die Fässer sind ein Traum und erinnern mich daran, dass wir noch zwei hässliche Plastiktonnen haben. Und jetzt hast Du mir einen Floh ins Ohr gesetzt…
    Ich wünsche Dir noch eine schöne Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

  10. Liebe Karen, das ist wirklich eine sehr ansprechende und dekorative Art, Wasser ökologisch zu nutzen! Das ist ja in Zeiten von Trockenheit und Hitze immer wichtiger. Wir brauchen auch unbedingt eine Regentonne. Letztes Jahr habe ich mal bei einem Winzer nach ebenso einem Eichenfass gefragt, aber er hatte keine abzugeben. Vielleicht werde ich dieses Jahr nochmal einen Versuch starten, dein Beispiel motiviert mich wirklich:)
    Ich drücke die Daumen, dass es bei euch bald regnet. Bei uns hat es heute immerhin mal zwei Stunden geregnet.
    Liebe Grüße,
    Amely

  11. Der Hauptgrund, warum ich noch keine Regentonne habe, ist ausschließlich die Plastik-Optik. Dein Fass ist die perfekte Alternative.
    Ich kenne mich ja aus damit….der Miniteich ist im halben Fass. Inzwischen leere ich ihn im Winter auch nicht mehr aus, dann bleibt das Fass dicht….😉
    LG Sigrun

  12. Eine gute Lösung, hoffentlich bekommst du Hilfe beim Reinigen, stelle mir die Fässer schwer vor. Da bin ich schon froh um unseren Regenwassertank der im Garten versenkt ist, leider wurde er nicht einmal voll über den Winter, so trocken ist es bei uns.
    L G Pia

    1. Liebe Pia,
      wenn ich die mal reinigen muss, kippe ich sie einfach um 😉 Hab sie allein an ihren Standort bugsiert, eines wiegt 50Kg!
      Liebe Grüße
      Karen

  13. Sehr hübsch! Und farblich passend zum Gartenhaus. 🙂 Erinnert mich an unsere Regentonne, die wir in der Kindheit hatten. Am jetzigen Haus ist das sehr schwierig, da das Fallrohr beinahe am Boden endet, da kann man keine Tonne unterstellen und am Gartenhaus ist kein Platz. Aber wir haben auch ein Mückenproblem und ich verzichte deshalb inzwischen auch auf die Zinkwanne mit der Seerose. Es wären auch zu viele Kannen zum Schleppen … letztes Jahr ging es nur mit dem Schlauch und wenn das einmal nicht mehr möglich wäre, müßten wir wohl den Garten aufgeben. Aber wir haben ohnehin vor, irgendwann noch einmal in ein kleineres Domizil zu wechseln.

    1. Liebe Sara,
      das hast Du schon mal angedeutet, das es wohl nicht Eure letzte Station ist. Ich kann mir momentan gar keinen Wechsel für mich vorstellen. Ist nicht so groß das Haus, war von Anfang an auf 2 Personen konzipiert. Nur im Alter wird es schwierig, wenn man kein Auto mehr fahren könnte. Öffentlicher Nahverkehr ist bei uns sehr mau ausgeprägt. Inzwischen schwappt ein wenig Rotweinregen in den Fässern 😉
      Liebe Grüße
      Karen

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