Sauerteig – Glück aus Mehl und Wasser

Sauerteig: Glück vermehrt sich in vier Tagen

ist das neue Buch der Autorin Martina Goernemann, erschienen im April bei DVA.

€ 29,95 [D] inkl. MwSt.
€ 30,80 [A] |CHF 41,50*
(* empf. VK-Preis)
gebundenes Buch, Pappband ISBN: 978-3-421-04095-4

Als bekennender Goernemann-Fan habe ich (bis auf das erste Buch ” Heute zieht das Glück ein”) alle Bücher von Martina im Regal. Die bisherigen Werke drehen sich ums Wohnen, deshalb war ich fast ein wenig enttäuscht, als Martina im Raumseele-Blog verlauten ließ, das neue Buch handele von gutem Brot. Hm. Ich liebe gutes Brot, kann aber überhaupt nicht backen. Was soll ICH also mit einem Buch über Teig und Brot? Um mal reinzuschauen, gibt es eine Leseprobe bei Randomhouse, falls Ihr es nicht in der Buchhandlung findet.

Nach dem Studium der Leseprobe war es klar: das ist kein trockenenes Sachbuch, das kommt ganz im Goernemann-Schreibstil daher und wird begleitet von schönen Fotos der Fotografin Barbara Simon. Letzten Samstag zog bei mir das Glück ein – im Postkasten steckte das Sauerteig-Buch. Ganz herzlichen Dank an den Verlag für die kostenlose Übersendung des Buches!

In neue Bücher kann ich mich schon beim Auspacken verlieben. Besonders die gebundenen Exemplare duften meiner Meinung nach oft ganz fantastisch. So auch dieses Mal: aus der Cellophanhülle befreien, eine Nase voll nehmen, darüber streichen, aufschlagen und die wundervolle Haptik wahrnehmen. Weil ich aus dem Blog schon einige Buchinhalte ansatzweise kannte, habe ich mit dem Lesen von hinten begonnen. Das Ende ist nämlich erst der Anfang einer neuen Leidenschaft!

Lauter sinnvolle Web-Adressen, bei denen man seine neuen Erkenntnisse aus diesem Buch verfeinern und vor allem erweitern kann.  Wer bis zu diesem Buch keine Ahnung von Sauerteig hatte, will es auch als Backdummy danach genauer wissen und am liebsten sofort mit dem Ansetzen eines jungfräulichen Sauerteiges beginnen. Habe ich gemacht. Während ich das hier schreibe, ist Tag 5 erreicht, das Glück im Glas blubbert leise vor sich hin und am Wochenende wird wahrscheinlich das erste Brot aus der Backröhre schlüpfen.

da blubbert er schon am zweiten Tag vor sich hin

 

Aber zurück zum Buch. Weiter rückwärts geblättert, lande ich bei der Vorstellung der Fotografin der wundervollen Fotos im Buch, Barbara Simon. Ein herrlicher Schnappschuß, der Barbara bei der Fotoarbeit zeigt. Ich stoße danach auf die Geschichte von John Whalley und weiß, Geschichten lassen sich nicht rückwärts lesen. Also nun doch von vorne.

Ich habe das Buch in einem Rutsch verschlungen um es gleich danach noch ein zweites Mal genauer zu lesen. Es enthält Anleitungen rund um das Thema Sauerteig, schöne Rezepte zum Nachbacken, anrührende Geschichten von Menschen, die ihr Herz ans Brot verloren haben und nebenbei schenkt es uns humorvolle Zwiegespräche zwischen der Autorin und dem Sauerteig “Vitus”, der mit ihr auf die Reise geht und es sogar bis in die USA schafft.

Foto: pixabay/ Fotograf 5124347

Ganz ohne Tipps für das dekorative Umfeld daheim geht es dann doch nicht. Es wird verraten, was sich mit Mehlsäcken neben der eigentlichen Verwendung Schönes zaubern lässt. Am meisten haben mich die Geschichten der vorgestellten Menschen berührt. Ganz besonders mag ich die Geschichte von Vanessa, die ihr bisheriges Leben umgekrempelt und eine Sauerteigschule gegründet hat.

Nach der Buchlektüre hatte ich sauerteigtechnisch viele Fragen im Kopf, die mir das Buch nicht beantwortet hat. Ich habe mir einen verregneten Maifeiertag mit Videos über Sauerteigherstellung, strech & fold und über den Backvorgang als Solches vertrieben. Und wusste hinterher immer noch nicht so richtig, wie es geht. Learning by doing ist wohl das Mittel der Wahl. Fällt mir schwer, da ich vorab immer alles ganz genau wissen will. Ich werde Euch verraten, ob mein erstes Brot so  lecker geworden ist, wie das Brot auf dem Foto aussieht.

Foto: pixabay / Fotograf mp1746

Das Buch ist ein schöner Einstieg ins Thema, die Erweckung einer neuen Leidenschaft und ein wundervolles Lesebuch einer Autorin, die so warmherzig schreiben kann, wie sie persönlich ist. Ich habe das große Glück, sie bereits einmal persönlich getroffen zu haben. Das Buch bekommt bei mir einen Ehrenplatz mittig zwischen den liebsten Wohnbüchern (siehe erstes Foto). Nun muss ich schauen, was mein Sauerteig macht…

natürlich verlinkt im Raumseele Blog

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9 Gedanken zu “Sauerteig – Glück aus Mehl und Wasser

  1. Eine spannende Sache! Allerdings muss ich sagen, dass das natürlich schon einen gewissen Aufwand bedeutet. Alles geht einfach nicht und daher kaufe ich mein Brot beim Bäcker!
    Viele Grüße von
    Margit

    1. Liebe Margit, wenn Du erstmal die Sauerteigreserve im Kühli hast, ist das halb so wild. Ich hab nur ganz von vorne angefangen. Einmal am Wochenende backen ist mein Ziel. Unter der Woche reicht es nur für den Garten.
      Liebe Grüße
      Karen

  2. das brot sieht gut aus – bin auf deins gespannt 😀
    ich habe eine zeitlang wöchentlich brot gebacken, aber nur mit hefe – weil ich sauerteigbrot nicht so gut vertrage. dann wollte der bahnwärter sein eiweissbrot (mit backpulver) – da fiel mein leckeres dinkelbrot hintenrunter….. im moment bin ich froh wenn meine kräfte für den garten und den allernotwendigsten hausputz reichen.
    schade eigentlich.
    ich versuche samen von den gelben wildtulpen zu bekommen für dich! sieht schon gut aus. dauert dann aber ca. 4 jahre bis sie blühen.
    xxxxx

    1. Hab gleich 2 verschiedene Brote gemacht, beide sehr gelungen. Bin selbst erstaunt…
      Oh, das wäre so lieb von Dir mit den Tulpensamen! Und in 7 Jahren lasse ich mich dann von Blüten überraschen, weil ich völlig vergessen hatte, was da mal kommen sollte.
      Liebe Grüße
      Karen

  3. Also, wenn die Franken nicht so wunderbar leckeres Brot hätten, würde ich längst mal wieder versuchen, zu backen. Deine Brote habe ich schon an anderer Stelle bewundert. Toll, dass es gleich beim ersten mal so gut geklappt hat. Ich finde Sauerteig besser, als Hefeteig, da das Brot sich damit länger hält.
    LG Sigrun

    1. Liebe Sigrun,
      wenn wir in Bayern Urlaub machen, freue ich mich auf die dortigen Brotsorten. Ich besuche die örtlichen Bäckereien und suche mir die leckersten Brote aus.
      Liebe Grüße
      Karen

  4. Liebe Karen,
    das muss ein ganz besonders schönes Buch sein, so warmherzig wie Du es beschreibst. Besonders der Passus, wo das neue Buch ausgepackt wird, hat bei mir sofort Erinnerungen geweckt, mir geht es nämlich ganz genau so, besonders auch der Geruch, der mir gleich beim Lesen in die Nase stieg.
    Ich habe mich schon daran versucht, Brote zu backen, oft habe ich allerdings auch Backmischungen genommen, aber die hohe Kunst Sauerteig habe ich noch nie versucht, wahrscheinlich weil ich einfach zu viel Respekt davor habe. Ich glaube ich werde mir dieses Buch kaufen.
    Danke für den Tipp.
    Ich wünsche Dir noch eine schöne Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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