Rosen im November – eine Buchvorstellung

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Kürzlich hat ein schönes Buchcover meine Gärtnerseele gelockt, das Buch dahinter lesen zu wollen.

Im Blanvalet-Verlag ist im letzten Herbst das Buch Nora und die Novemberrosen* der Autorin Tania Krätschmar erschienen. Es ist nicht ihr erstes Buch, aber das Erste, das ich von ihr lese. Die Namensgebung ist oft ähnlich, da gibt es z.B. noch “Eva und die Apfelfrauen”.
Worum geht es?
Die alleinerziehende Nora hat gerade Ihren Job im Gartencenter verloren, der eigentlich nicht das war, was ihr Gärtnerherz wirklich hätte machen wollen. Sie lebt in einer Hausgemeinschaft nicht nur mit ihrer 7-jährigen Tochter Fanny, sondern auch mit den deutlich älteren anderen Wohnparteien Udo (der gerade seine Frau verloren hat), Margarete und Ellie. Und weil es dann noch dicker kommt, versetzt ein Brief des Vermieters an jede der Parteien die Gemeinschaft in Unruhe und Besorgnis. Ihnen schwant Böses!
Bei einem gemeinsamen Ausflug von Berlin-Schmargendorf in die Mark Brandenburg entdeckt das Quintett eine völlig verwahrloste ehemalige Gärtnerei. Der Ort erscheint verwunschen und bewirkt bei einigen Menschen im Verlauf der Handlung merkwürdige Erscheinungen, dazu später mehr. Man beschließt, diesen Ort nun öfter aufzusuchen und zu ergründen, wem das Gelände gehört bzw. mal gehört hat. Als diese Nachforschungen einigermaßen im Sande verlaufen wird aus den Besuchen eine Art Besetzung in dem Moment, als schon behördlicher Gegenwind entgegenbläst, an dem eine enttäuschte Verwaltungsangestellte nicht ganz unschuldig ist.
Die Protagonisten lassen sich nicht beirren und möbeln das Gelände, teils auch mit fremden Helfern, auf. Als Nora davon zu träumen beginnt, das in der Gärtnerei eventuell ihre Zukunft liegen könnte, taucht der Engländer Liam auf. Den weiteren Verlauf möchte ich nicht vorwegnehmen.
Mein Fazit:
Gefallen haben mir vor allem die botanischen Diskussionen zwischen Nora und Liam sowie der Gedanke, ein derart brachliegendes Gelände wieder zu aktivieren und mit Leben zu erfüllen. Schön finde ich den Zusammenhalt der Gemeinschaft quer durch die Generationen.
Leider erscheint mir die ganze Geschichte ein wenig zu konstruiert.  Man ahnt jeweils, was als Nächstes passieren könnte.
Etwas zu dick aufgetragen waren mir auch die besonderen Erscheinungen, die einige der handelnden Personen vor Ort haben. Ich kenne wohl an früher hervorgerufene Erinnerungen, die durch besondere Pflanzendüfte ausgelöst werden aber etwas derart Übersinnliches ist mir dann echt zu viel des Guten.

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13 Gedanken zu “Rosen im November – eine Buchvorstellung

  1. Liebe Karen,das oben beschriebe Buch habe ich gelesen. Es wurde mir geschenkt. Das Buchcover ist viel mehr versprechend als der Inhalt selber. Die Botanischen Diskussionen waren für mich auch interessant, aber insgesamt hat mich das Buch nicht gefesselt.Viele GrüßeLoretta

  2. typisches "frauenbuch" – romantisches cover, schicker frauenname im titel, ein paar schwierigkeiten die natürlich gelöst werden, ein toller mann am horizont und alles in allem ziemlich an den haaren herbeigezogen……..früher hiess sowas "arztroman".:-Dxxxxx

    1. das cover ist schon das pappe-gewordenen klischee oder? so war das früher auch – nur waren die klischees eben andere, ein schloss z.b.. heute fallen die mädels eben auf gummistiefel und gartennippes rein :-)xxxxx

  3. Ja, diese "Arztromane" hat meine Oma gerne gelesen, heute sind sie viel ansprechender gemacht. Aber das Cover hätte mich auch in Versuchung geführt. Normalerweise mag ich diese Autorin ganz gerne, aber nun überlege ich es mir mal. Lieben Gruß, Nicole

  4. Also nochmal ;-)Was du da so über diese esotherischen Einsprengsel denkst, fand ich auch nicht so toll. Der Zusammenhalt der verschiedenen Altersstufen ist natürlich toll, sowas wünscht man sich. Aber ich denke, das ist nicht besonders realistisch. Wie sich nachher alles in Wohlgefallen auflöst… auch nicht wirklich realistisch! Aber gefallen hat es mir doch. Ich mag halt Happy Ends!GrüßleUrsel

  5. Liebe Karen,oh schade, das Cover sieht ja wirklich verlockend aus und auch die grundsätzliche Story klingt so, als würde man da einiges herausholen können – ich liebe ja Geschichten wie "Zusammen ist man weniger allein", die eine positive Aussage haben und auch darauf hinzielen, dass die Protagonisten letztendlich einen Aufschwung in ihrem Leben erfahren, aber es darf weder zuu kitschig noch zuu durchschaubar oder zuu konstruiert sein… :-)Herzliche Rostrosen-Wochenendgrüße und danke für den Lacher, den du mir mit dem "Weltlöwenfrauentag" entlockt hast :-)) Traudehttp://rostrose.blogspot.co.at/2017/03/namibia-teil-11-action-reicher-lowentag.html

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