Sammelwut

Leute, ich habe ein neues, sehr ergiebiges Sammelgebiet!!! Ganz fĂŒr umsonst 😉
Ich sammle Nacktschnecken. Jeden Morgen und jeden Abend.
Denn seit ich bei uns im Garten die erste Weinbergschnecke entdeckte, habe ich das Auslegen von fĂŒr andere Tiere außer Schnecken ungiftigem Schneckenkorn eingestellt.
Diese HĂŒbsche hier
hat die Gelege der Nacktschnecken zum Fressen gerne.
Und deshalb ist sie herzlich willkommen!Wenn man Hosta und Ligularia im Garten hat, kann man Nacktschnecken nicht gebrauchen. Die BlÀtter der Hostas sehen sonst so aus
Und nachdem die Schleimer nun schon die Hochbeete geentert haben und unser geliebtes GemĂŒse vernichten, ist der Bock fett! Nicht mit mir!!!
Wir haben hauptsÀchlich die spanische Wegschnecke
und die Garten-Wegschnecke
 hier zuhauf.
Die Methode, die Schleimer zu zerschneiden ist mir zu brutal und eklig.
In weiser Voraussicht wohl hatte ich mir im FrĂŒhjahr bereits eine Schneckenzange bestellt. Also nicht ein Besteckteil zum Verspeisen der leckeren Exemplare in KrĂ€uterbutter, sondern so etwas hier:
Der verlinkte Shop war auch meine Bezugsquelle. Eigentlich suchte ich Zubehör fĂŒr meine Hochbeete (habe ich auch bestellt) und stieß auf dieses wirklich nĂŒtzliche Teil. Vorher habe ich mir oft Handschuhe hoffnungslos mit Schleim besudelt, wenn ich erbost zugegriffen habe.
Da die Schnecken Feuchtigkeit zum Dahingleiten benötigen, gehen sie bevorzugt erst spÀtabends auf die Nahrungssuche. Oder nach/bei Regen.
Mit dem letzten Licht mache ich nun allabendlich meinen Schneckensammelgang. Am linken Arm baumelt ein Eimer, in dem etwas Regenwasser schwappt. Ohne Wasser schmatzen sie sich gleich an der Eimerwand fest und versuchen wĂ€hrend der Sammelaktion bereits zu flĂŒchten. In der rechten Hand das orange Hilfsmittel, so schleiche ich in vorgebeugter Haltung durch den Garten und bei jedem glĂ€nzenden Schleimi packt die Zange zu. Zack, ab in den Eimer.
Gestern Abend habe ich es auf mindestens 40 StĂŒck gebracht! Den Eimer trage ich ein StĂŒck weit in die Landschaft hinaus und entleere ihn in einen momentan nicht wasserfĂŒhrenden Graben. Ich habe die Hoffnung, das sie den Weg zurĂŒck  nicht schaffen und stattdessen in die Wiesenlandschaft hinter dem Graben auswandern auf Nimmerwiedersehen.
An Arbeitstagen gehe ich frĂŒhmorgens eine Folgerunde aber das ist lĂ€ngst nicht so erfolgreich. Da finde ich nur die NachzĂŒgler, die es noch nicht ins Schlummerversteck geschafft haben.
DrĂŒckt mir mal die Daumen, das meine Methode Erfolg hat.
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6 Gedanken zu “Sammelwut

  1. Oh da, bist Du aber fleißig, liebe Karen !!! Mein Kohlbeet ist auch den Schnecken zum Opfer gefallen , komischerweise sehe ich sie nie ???Naja, das hat hoffentlich jetzt ein Ende, denn die Laufis haben jetzt einen neuen Stall und ziehen in den Bauerngarten um. Dir wĂŒnsche ich viel Erfolg bei Deiner Methode, hoffentlich fĂŒhlen sich die Schnecken nicht so wohl bei Dir , das sie postwendend zurĂŒck schleichen ;-)Viele sommerliche LieblingslandgrĂŒĂŸe schickt Dir Petra ♄

  2. Ich darf es gar nicht zu laut sagen… aber dieses Jahr halten sich die Plagegeister bei mir in Grenzen! Ich habe allerdings eh nicht viel, das sie mögen! Darauf achte ich bei meiner Bepflanzung schon seit geraumer Zeit!Viele GrĂŒĂŸe von Margit

  3. Liebe Karen,gime five :-), ich bin auch eine Schneckensammlerin. Im Vorgarten hĂ€lt es sich bisher ĂŒberwiegend die Waage, wobei die Lupinen dieses Jahr ziemlich angeknabbert wurden. Im hinteren Teil habe ich schneckenresistente Pflanzen – und das GemĂŒsebeet. Zwar mit Schneckenzaun umrandet, aber es verirren sich immer wieder welche hinein. Nach Möglichkeit sammle ich auch jeden zweiten Abend oder Morgen. Bisher hĂ€lt sich der Schaden in Grenzen, nur der KĂŒrbis mickert sehr. Kalter Regen und Schnecken zugleich kann er einfach nicht leiden.Viel Erfolg weiterhin !Liebe GrĂŒĂŸeBirgit

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