Wildbienen – die effizienteren Bestäuber

graue Sandbiene, Quelle Pixabay, Myriams-Fotos

Wildbienen sind effizientere Bestäuber als Honigbienen, wusstet ihr das? Sie sammeln Pollen und Nektar gleichzeitig und haben sehr intensiven Blütenkontakt.

Buchcover

Diese Erkenntnis und viele andere habe ich aus dem im Oktober 2017 im Ulmer-Verlag erschienenen Buch

Wilde Bienen
Biologie – Lebensraumsdynamik am Beispiel Österreich -Artenportraits
376 Seiten, Format 27 x 21 cm, Preis: 29,90 €

Der Autor ist Heinz Wiesbauer, er ist Landschaftsökologe und hat sich intensiv mit Hymenopteren (insbesondere Wildbienen und Grabwespen) beschäftigt.

Das Buch beschreibt die Biologie und Lebensraumdynamik am Beispiel Österreichs, dürfte aber für den ganzen deutschsprachigen Raum von Bedeutung sein.

Vor 75 Jahren bereits schrieb der Bienenforscher Bruno Pittioni von der voranschreitenden Landschaftszerstörung und er hat leider absolut recht behalten. Seinem Andenken ist das Buch gewidmet.

Österreich weist mit knapp 700 Bienenarten eine beachtliche Biodiversität auf. Das dürfte unter Anderem dem Zusammentreffen zweier Klimazonen innerhalb des Landes und den sehr unterschiedlichen vorkommenden Höhenstrukturen zu verdanken sein. Deutschland hat momentan noch um die 560 Arten soweit mir bekannt ist. Tendenz abnehmend.

Das vorliegende Buch besticht durch gute Recherche und sehr gute Fotos, die jeweils genau zum Begleittext passen. Beim Abfotografieren kann man diese Qualität leider nicht rüberbringen, darum habe ich mich für das Beitragsbild einer grauen Sandbiene bei Pixabay bedient.

 

Nun aber zu den Inhalten!

Zunächst werden Lebensweisen und Entwicklungszyklen am Beispiel einiger Arten auch grafisch dargestellt.

Das Nestkapitel ist schon etwas umfangreicher. Wer wusste, das es Bienen gibt, die ihre Nester mit Blütenblättern tapezieren, wie hier im Foto die Mohnbiene?

Es gibt einige Arten, die in Schneckenhäusern ihre Nester bauen. Bitte nicht alle leeren Schneckenhäuser sammeln und in eine Nisthilfe sperren, wie es oft zu sehen ist! Die Biene dreht und transportiert “ihr” Schneckenhaus genau dorthin, wo sie es zum Liegen bringen möchte in der Annahme, das es dort vor Tritten geschützt sei. Seit ich das weiß, schätze ich leere Schneckenhäuser nicht nur wegen ihres dekorativen Effekts und lasse sie an Ort und Stelle. Frau Biene wird sie schon finden.

Im Kapitel Beziehungen zwischen Pflanzen und Bienen erstaunen an vielen Stellen die ausgeklügelten Mechanismen von Mutter Natur. Es gibt im Bienenreich viele Spezialisten, die oftmals auf nur eine bestimmte Pflanzenart angewiesen ist. Stirbt diese Pflanze aus, wird auch die Bienenart aussterben und umgekehrt. Eine ziemlich bittere Erkenntnis. Ich werde mir einige dieser Pflanzen in den Garten holen für Bienenarten, die in unserer Gegend vorkommen können, auch wenn ich sie bisher noch nicht bewusst wahrgenommen habe.

Hier zum Beispiel haben wir einen “flotten Dreier” von Leinbeinen.  😉

Das Kapitel Kuckucksbienen und andere Antagonisten zeigt die Wechselbeziehungen von parasitären Bienen und ihren Wirten auf. Stirbt die Wirtsbiene aus, dürfte es alsbald auch mit der Kuckucksbienenart zu Ende gehen. Ihre Nachkommenschaft kann nicht mehr ernährt werden.

Veränderung in der Kulturlandschaft öffnet dann so richtig die Augen für die Ursachen. Obwohl niemand sagen kann, das wäre nicht zu vermuten gewesen.

Na, welcher Lebensraum ist für Bienen wirklich nützlich? Oben, die allgegenwärtige Rapsmonotonie zeichnet sich durch eine sehr kurze Blütezeit und nur geringen Nutzen für die Bienenwelt aus. Auf den unten gezeigten Intensivwiesen ist außer Löwenzahn meistens nicht viel für Bienen zu holen. Und artenreiche Weinberge, wie mittig gezeigt, sind nur in einigen Gegenden vorzufinden. Ich wünsche mir einen Weinberg für unsere Wildeshauser Geest.

Spätestens nach diesem Kapitel legt sich echte Wehmut auf meine Seele, weil ich arge Bedenken habe, das wir Menschen das Ruder noch rumreißen können. Es ist fünf vor Zwölf, die Uhr tickt ganz laut und dennoch schiebt die Politik die Sache vor sich hin, bis es zu spät ist.

Ich sehe mich schon mit dem Pinsel auf der Leiter stehen und den Obstbaum bestäuben, weil keine Biene das mehr für uns erledigen kann. Was soll dann bloß im landwirtschaftlichen Anbau passieren, da hilft der Pinsel nicht wirklich? In Gewächshäusern des gewerblichen Anbaus werden übrigens gerne Hummeln ausgesetzt zur Bestäubung. Wenn man da nicht heimische Arten nimmt, kann das schon mal negative Folgen haben, wie in Südamerika passiert

Dabei ist die

Landwirtschaft

doch ein Hauptverursacher des ganzen Desasters!

Monotonie, fehlende Vernetzung zwischen den Lebensräumen, weil alles ausgeräumt ist, Überdüngung, Pestizide. Alles nur, damit die Wiese ertragreich bleibt und nicht wieder zur unrentablen Blumenwiese wird. Ich könnte speien über diese Kurzsichtigkeit. Es hilft nichts. Der Landwirt, der davon leben muss, wird den üblichen Weg gehen, weil ihm nichts Anderes übrig bleibt. Hier ist die Politik gefordert. Es gibt schon Gemeinden, die diesbezügliche Programme laufen haben und Landwirte, die das unterstützen. Das ist ein Weg, den es sich zu gehen lohnt.

So, genug aufgeregt, weiter im Buch.

Bei der Beschreibung der besonders wertvollen Lebensräume wird das Desaster noch deutlicher. Heute kann man doch wirklich über jede Stadtbrache froh sein, die Ruderalflächen bietet und über lange Zeit nicht bebaut wird. Früher waren das die Schmuddelecken der Städte, heute sind es die Hotspots für Insekten, Tiere und Pflanzen der Magerstandorte.

In Gefährdung der Wildbienen wird meine Leidensfähigkeit erneut herausgefordert.

Achtung, Spoiler! Ich zitiere:

Täglich wird in Österreich eine Fläche von rund 20 ha verbaut. Also umgerechnet 30 Fussballfelder. Pro Jahr sind das 7300ha,”

Das wird leider in Deutschland nicht anders sein und ich musste ganz schön schlucken.

Mein seelischer Aufbau findet beim Kapitel “Wie können wir Wildbienen fördern?” Nahrung. Es folgen Tipps für den Garten und am Schluss die Artenportraits. Letztere erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sind aber ein schöner Querschnitt und wundervoll bebildert.

Dieses Buch ist ein Musthave für diejenigen, die sich etwas gründlicher mit den Bienen beschäftigen möchten. Es ist kein Kompendium, aber ein sehr liebenswert aufgemachtes Werk, das trotz seiner fast 400 Seiten anhält, es in einem Rutsch durchzulesen. Ja, ich habe das getan, nur bei den Artenportraits (rund 360) habe ich dann geschwächelt. Dabei lohnt es sich, genau dort noch einmal hinzuschauen. Vielleicht gelingt es mir durch die Fotos der Bienenarten in Aktion, die eine oder andere Art im eigenen Garten bestimmen zu können.

Darüberhinaus kann man es als Schnapper bezeichnen. Derart dicke und gehaltvolle Bücher kosten anderswo gerne mal 20 Euro mehr!

Ich bedanke mich recht herzlich beim  Ulmer-Verlag für die Zurverfügungstellung des Buches und bei Carolin Mund vom Verlag für die nette Email-Kommunikation.

Für unsere noch vorhandenen Bienenarten will ich alles tun, was in meiner Macht steht,  um ein Refugium für die Tierwelt zu schaffen bzw. weiter zu erhalten. Ein Tropfen auf den heißen Stein verglichen mit riesigen landwirtschaftlichen Flächen. Und doch weitaus besser, als gar nichts zu tun und zu sagen, nützt doch nichts.

Das das auch im etwas größeren Stil möglich ist, zeigt Markus Gastl im Hortus Insectorium und Hortus Felix.

Übrigens, niemand braucht Angst zu haben vor einem Wildbienenstich! Zum Einen ist deren Stachel so winzig, das die menschliche Haut kaum durchdrungen werden kann, zum Anderen sind sie gut beraten, nicht zu stechen. Sie sind in der Regel auf sich allein gestellt, da kommen nicht wie bei der Honigbiene die Kollegen zu Hilfe. Die Nisthilfe darf deshalb gerne an der sonnigen Hauswand neben dem Terrassensitzplatz aufgestellt werden, mit dem schönen Nebeneffekt der guten Beobachtungsmöglichkeit.

Was habt ihr Euch für dieses Jahr vorgenommen, um die Artenvielfalt und deren Erhalt zu fördern? Ich habe noch vieles auf dem Zettel in dieser Hinsicht, deshalb schon wieder ein Buch zum Thema.  Aber versprochen, das nächste Buch geht in eine andere Richtung 🙂

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16 Kommentare zu “Wildbienen – die effizienteren Bestäuber

  1. liebste karen – wie dir wird mir immer ganz schlecht wenn ich sehe, höre, lese wie die mehrheit der menschen mit diesem planeten umgeht……..
    da schüttelts den hund samt der hütte.
    und ich bin sehr froh, dass es ein paar enthusiasten gelungen ist, direkt nach der wende in der DDR eine ganze menge nationalparks einzurichten hier im dünnbesiedelten (im vergleich zu den gebrauchten ländern) osten. diese parks haben bis heute erfolgreich einen bauboom in den schönsten naturecken verhindert und sorgen für grosse zusammenhängende flächen für pflanzen und tiere – vor allem weil sie meist noch von natur/landschaftsschutzgebieten umgeben sind. gebaut wird im rest des ostens natürlich trotzdem massenhaft, nur bauland wirft rendite ab.
    ich werde in meinem garten wie immer der natur einen gefallen tun und ihn wo´s nur geht verwildern lassen – und danke für den tip mit den scheckenhäusern – die werden sofort zur verfügung gestellt!
    happy weekend! xxxxx

    1. Liebe Beate,
      Hab heute beim Permakultur Lehrgang an Dich gedacht. Da ging es um kalte Luft und wie sie fließt. Ich dachte dabei gleich an die Lage des BWH 😊
      Liebe Grüße
      Karen

  2. Ein ganz wichtiges Thema, kann man nicht oft genug ansprechen!
    Ich mache mir grad Sorgen um meine Wildbienen in den Insektenhotels, irgendwie schlüpft da nichts. 🙁 Bei diesen Temperaturen müsste es doch eigentlich schon losgehen. Letztes Jahr wurden so viele Röhrchen wie noch nie zuvor “gefüllt”, aber nichts passiert.
    Naja, jetzt genießen wir erstmal die sonnigen Tage! Ich fahre auch geich in den Garten, muss dazu aufs Fahrrad steigen. 🙂
    Liebe Grüße
    Daniela

    1. Das kommt schon noch. Werner David markiert die verschlossenen jedes Jahr mit einer anderen Farbe. So behältst Du die Übersicht, wo noch Leben zu erwarten ist.
      Liebe Grüße
      Karen

  3. Bienen sind wirklich ein spannendes Völkchen! Ich habe erst gelesen, dass der Honig von Stadtbienen gesünder ist, als der von Landbienen, weil in der Stadt weniger gespritzt wird! Ist das nicht verrückt?
    In Bayern soll es übrigens ein Volksbegehten gegen den Flächenfraß geben.
    Viele Grüße von Margit

  4. Liebe Karen,
    vielen Dank für deine ausführliche Buchempfehlung. Das Thema des Insektensterbens ist wirklich ein sehr vielschichtiges und es lohnt sich unbedingt sich mit den kleinen Krabblern näher zu beschäftigen, schon weil viele von ihnen ein interessantes Verhalten zeigen und weil ein Garten als Stellvertreter der Natur nur halb so spannend wäre wenn es in ihm nicht auch Summen und Brummen würde. Ich denke aber auch das ein Umdenken der Menschen immer erst dann einsetzt wenn es auf dem eingeschlagenen Weg nicht weiter geht. Der routinierte Autofahrer, der Biodiesel (aus Raps) tankt, nimmt bestenfalls wohlwollend zur Kenntnis das auf seiner Frontscheibe weniger Insekten kleben. Ursachenforschung ist dann was für ein paar Enthusiasten. Aber Veränderungen beginnen dann auch immer im Kleinen, da wo jeder der etwas verbessern will was tun kann. Ich gönne meinem Garten seine wilden Ecken und versuche den kleinen Bewohnern möglichst viel Vielfalt zu Bieten so das auch immer etwas blüht am besten mit wenig Exotik, natürlich alles ohne Gift. Und es kommen viele verschiedene Blütenbesucher.
    Das Buch habe ich mir jedenfalls vorgemerkt, denn immer öfter sehe ich auch Tierchen in meinem Garten die ich noch nicht kannte aber gern kennenlernen würde.
    Liebe Grüße
    Theresa

  5. Hallo Karen,
    das Thema Bienen beschäftigt mich schon lange. Letztes Jahr habe ich mir von Elke Schwarzer “Mein Bienengarten” gekauft und aufgrund dessen meine Pflanzpläne für dieses Jahr nochmal angepasst. Z.B. habe ich die Hälfte des Stachys Byzantina ‘Silver Carpet’ durch den bienenfreundlicheren Stachys monnieri ‘Hummelo’ ausgetauscht. Und mit meinem großen Insektenhotel hoffe ich, ein wenig gegen die Wohnungsnot tun zu können. Allerdings – wie Du selbst sagst: Tropfen auf den heißen Stein. Eigentlich sollten die Menschen umdenken, aber statt dessen: immer mehr steinerne Gärten in der Nachbarschaft. Und dann wundert man sich über schlechte Ernten und teures Obst *kopfschüttel*. Ich finde dieses Thema extrem deprimierend.
    Liebe Grüße,
    Krümel

    1. Hallo Krümel,
      den Stachys Byzantina gibt es auch in blühend. Ich habe den gleichen Fehler gemacht und Silver Carpet gekauft. Wird ersetzt durch den echten ursprünglichen Stachys byzantina, der gar nicht so einfach zu bekommen ist 🙂 Stachys monnieri kann man nie zuviel haben.
      Liebe Grüße
      Karen

  6. Liebe Karen,
    das ist ein sehr schöner Post, der mir wirklich aus dem Herzen spricht. Ich bin auch sehr dafür, mehr für die Insekten allgemein und die Bienen im besonderen zu tun. Unseren Garten versuchen wir so natürlich, wie möglich zu gestallten, so dass eben Insekten und auch die Tiere sich darin wohlfühlen.
    Erstaunt und erschrocken war ich über die Zahlen, die Du genannt hast. Dass sich in der Politik so schnell etwas ändert glaube ich auch nicht, die haben doch für jede Entscheidung immer alle Zeit der Welt…
    Ich wünsche Dir noch eine schöne Woche und danke für die tolle Buchbesprechung.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

  7. Liebe Karen,
    ein tolles Buch ist das und mit den allerbesten Fotos. Ich hatte es beim Saatgutfestival in der Hand….:-)
    Das ist so schwierig, Wildbienen zu fotografieren. Gestern konnte ich die erste Bewohnerin meines neuen Insektenhotels nur noch ins Loch schlüpfen sehen. Beim Herausfliegen war auch keine Chance…viel zu schnell.
    Da sind wir schon beim Thema…hab jetzt zwei Insektenhotels und freue mich gerade königlich, dass eins schon mal angenommen wird. Da die Terrasse die einzige Überdachung ist, kann ich auch mal zuschauen. Das ist schon toll. Ansonsten lese ich gerade ‘Die Geschichte der Bienen’ und werde danach wahrscheinlich noch mehr retten wollen….;-))
    LG Sigrun

  8. Liebe Karen
    Viele Dank für deinen lieben Kommentar. Wir haben in der Schweiz ein tolles Wildbienen Projekt. Habe darüber in meinem Post “Bienen zum Geburtstag” berichtet. Dank diesem Projekt können bereits 25% aller Apfelbäume von Mauerbienen bestäubt werden. So sende ich jeden Herbst meine Bienenschar ein, und bekomme im Frühling wieder eine Startpopulation. Die anderen Bienen kommen in der Landwirtschaft zum Einsatz.
    Liebe Grüsse
    Barbara

  9. Liebe Karen, bei diesem Post bin ich erst mit Verspätung gelandet, weil du in einem Kommentar bei Pyrgus-Gabi deine Bienensteine erwähnt hast und ich die bei dir gesucht habe. Dadurch bin ich dann hier hergekommen 😉 Sieht nach einem wunderschönen und hoch interessanten Buch aus.
    Ich bin in den letzten Jahren aufmerksamer geworden, was Bienen (und auch Schmetterlinge und andere Insekten) betrifft – nämlich ob viele oder wenige unterwegs sind, ob es (sofern ich das erkennen kann) Wild- oder Zuchtbienen sind usw. Wobei ich hier in unserem Garten immer wieder ein Heile-Welt-Gefühl habe: Es summelt und brummelt in allen Pflanzen, es gibt hier wilde und nicht wilde, in mein drittes Bienenhotel sind schon viele Gäste eingezogen… Ich habe allerdings auch den Eindruck, dass man hier im Umland noch eine naturfreundlichere Landwirtschaft betreibt. Jedenfalls wird hier eindeutig mit Naturdünger gedüngt – das riecht man nämlich immer wieder mal ;-)) Weshalb ich hoffe, dass man auch keine bienenschädigenden Spritzmittel u. dgl. im großen Stil verwendet.
    Herzliche Rostrosengrüße am Pfingstmontag,
    die Traude
    https://rostrose.blogspot.co.at/2018/05/thailand-reisebericht-teil-3-zwei.html

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