Kleine Sommerpause im Juni

Der Juni brachte mir in zweierlei Hinsicht eine Sommerpause.

Mir wurde meine digitalen Aktivitäten einfach Zuviel und ich habe mich mit Ankündigung in eine kleine Sommerpause zurückgezogen. Das hätte ich sicher nicht durchgehalten (ich kenne mich ja!), so gar keine Blogs zu lesen und nicht selber zu schreiben, aber wir waren im Urlaub und in der Zeit ist mir alles, was nicht mit dem Urlaubsort zu tun hat, absolut egal. Selbst meine heimische geliebte Tageszeitung, die ich in der Zeit als E-Paper hätte lesen können, war mir wumpe. Einzig die Wetter-App war unser treuer Begleiter. Mein Instagram-Profil habe ich momentan deaktiviert, weil ich dort gefühlt die meiste Zeit verplempere. Zum Löschen konnte ich mich dann doch nicht durchringen. Also, nicht wundern, wenn die Seite derzeit nicht erreichbar ist.

Pünktlich vor der Rückkehr aus dem Urlaub hat der Sommer ebenfalls in den Pausenmodus geschaltet. Mehrere Tage hat es vor unserer Rückkehr geregnet, 20 Liter zeigte der Regenmesser. Aufatmen für die Natur! Was nebenbei dazu führte, das eine wahre Vegetationsexplosion im heimischen Garten stattfand. “Heyers grüne Hölle” sagte mein Mann, als wir in die Einfahrt rollten.

Die Brombeere Thornless Evergreen hat sich bedenklich ausgebreitet. Kein Durchkommen. Da sollte ich wohl mal aufbinden und/ oder reduzieren.

Grüne Hölle auch im Gewächshaus bei den Tomaten. Die Perlschläuche haben dazu geführt, das die Vogelmiere sich flächig ausgebreitet hat.

Rosenbogen mit Schwerlast. Da muss ich ran!

Im neu angelegten Vorgarten, den ich in den Wochen vorm Urlaub fast täglich gewässert habe, war an vielen Stellen fast nichts mehr vom Kalkschotter zu sehen. Die Einsaatflächen waren plötzlich grün, dabei waren vorm Urlaub erst zaghafte Keimlinge zu entdecken und ich hatte Sorge, das diese die folgenden 2 heißen Wochen ohne meine Unterstützung nicht überstehen  würden. Die Sorge war unbegründet. Davon lest Ihr in meinem nächsten Post.

Die Urlaubsbewässerung

Im hinteren Garten hatte ich mir für das Gemüse und die Tomaten eine Interimsbewässerung installiert. Eine Mischung zwischen Bewässerungscomputer am Wasserhahn, Perlschläuchen im Gewächshaus und Regner überm Gemüse an der Pumpe angeschlossen, sowie Blumat-Tropfern und umgedrehten, mit Wasser gefüllten Flaschen. Alles zusammen hat gut funktioniert und die Pumpe am Brunnen ist das erste Mal nicht leergelaufen! Eingeschaltet habe ich sie jeden Morgen aus der Ferne, smarthome dank Fritzbox.

Lediglich der Teich verlangte nach Auffüllung des Wasserstandes.

12tel-Blick

Die Kräuterspirale, mein 12tel-Blick Motiv, ist ebenfalls eine Pracht!

 

Werfen wir einen Blick auf die zurückliegenden Monate:

Im Mai sah die Lavendelreihe am Senkgarten noch so aus:

Und jetzt? Bähm!

Wenn ich im Mai schon dachte, wow, was ist die Vegetation explodiert, dann befällt mich dieser Gedanke nach dem Juni noch mehr. Diese Vergleichspartien wurden nicht gegossen!

Die wilde Möhre stand letztes Jahr ganz woanders. Nun hat sie sich am Teichrand einen Platz gesucht, der ihr gefällt.

So sieht das aus, wenn man die Radieschen, die eh schon den Zenit der Genußreife überschritten haben, stehen lässt. Sie blühen, samen sich aus und die Insekten sind begeistert!
Die Rosenbögen werde ich dieses Wochenende etwas erleichtern.

Meine unbekannte Garagenwandrose.

Nun ist auch der Sommer zurück, wie schön! Der Urlaub und die digitale Zurückhaltung haben dafür gesorgt, das ich meine Akkus aufladen konnte. Also raus mit mir und Ordnung in der grünen Hölle schaffen.

Habt Ihr noch Urlaub geplant? Traut Ihr Euch, den Garten alleine zu lassen?


Verlinkt beim Fachwerkhaus im Grünen, bei Eva Fuchs mit dem 12tel Blick und bei Birgitts Monatscollagen.

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20 Gedanken zu “Kleine Sommerpause im Juni

  1. …grün ja, liebe Karen,
    aber Hölle? nein! ich würde eher von Paradies sprechen…so schön ist es bei euch…und klar, zu tun gibt es immer was…da hast du ja den Urlaub gut vorbereitet und deinen Garten sogar aus der Ferne versorgt…klasse…und die Bilder sprechen für sich…auf den Vorgarten bin ich sehr gespannt…dann ein gutes wieder zu Hause Ankommen,

    liebe Grüße Birgitt

  2. Auf die Frage ob ich unseren Garten allein lasse, kann ich mit Freude sagen, Ja weil ich eine liebe Nachbarin habe und wir uns schon Jahre gegenseitig die Häuser und den Garten hüten. Aber ich muss auch erwähnen, dass unser Garten nicht so üppig ist, wie euer Paradies.
    Im Urlaub klicke ich mich auch immer ganz bewusst Offline.
    L G Pia

    1. Liebe Pia,
      das ist toll, wenn man das in der Nachbarschaft gegenseitig erledigt. Allerdings schrieb ich bei Margit schon, ich mag das niemanden aufbürden. Die Grundstücke haben hier alle 900 m², da wäre allerhand zu wässern.
      Liebe Grüße
      Karen

  3. herrlich ist er dein garten!! eine paradiesische üppigkeit!
    sehr geschicktes wassermanagment – und die krüterspirale ist auch schon richtig schön eingewachsen. am meisten beeindrucken mich die rosen & der lavendel….
    wir verreisen nicht im sommer. schliesslich wohnen wir schon im urlaubsparadies 😀 und den garten mag ich nicht alleine lassen, nicht nur wg. giessen – das wäre in manchen jahren kein problem – sondern weil dann all die leckeren früchte vergammeln würden – schliesslich können wir mal wieder unser täglich gemüs aus dem garten beziehen – ausschliesslich.
    ausserdem – wer kümmert sich um lisbeth???
    <3liche grüsse! xxxxx

    1. Liebe Beate,
      das ist wohl wahr. Eure Umgebung ist so traumhaft, da braucht es wirklich keine Reise in die Ferne. Gestern bin ich via Youtube durch Euren Ort geradelt, das war ein mehrteiliger Bericht über den Elberadweg. Was mich wundert, der Phlox ist ebenfalls prächtig. Besonders dort, wo ich gar nicht wässere. Das verstehe, wer will, der hat es doch eigentlich gerne etwas feuchter?
      Liebe Grüße
      Karen

  4. Hallo Karen, willkommen zurück. Und gleich zu deiner Frage, nein ich traue mich nicht, meinen Garten allein zu lassen. Wäre gerade auch nicht möglich, ohne größerer Verluste einzufahren. Irre heiß, irre trocken und oft starker Wind, niemals Regen. Alles was nicht andauernd bewässert wird verdorrt. Die Blätter am Kirschbaum färben sich rot und gold, der braune zu Heu vertrocknete Rasen liegt voller Laub von den Haselnüssen. Sicher fällt bald der erste Schnee, wenn es schon so herbstelt. Aber Hallo? Haben wir nicht gerade erst den Juni hinter uns? Na ich weiß nicht, was vom Garten bis zum Herbst wirklich noch übrig ist . DieWalnüsse werden das auch keine langen Jahre mehr mitmachen, die werden immer lichter. Der Fllieder hat braune und eingerollte Blätter zum SChutz vor der Dürre. Das einzig gute, der Giersch unter der Hecke ist auch vertrocknet. Den habe ich gar nicht mehr abmähen müssen. Kurz und gut es ist alles nicht schön und ich bin viel beschäftigt. Deine einleitenden Worte,d aß du weniger bloggen willst wegen Zeitmangel verstehe ich nur zu gut. Blogge auch gerade nur noch sporadisch. Bei mir ist es dafür mit Instagram genau anderesherum. WEnn ich schöne Fotos habe lade ich sie rasch dort hoch. Das geht viel schneller als im Blog zu schreiben. Naja und selbst für das kurze Instagram nehme ich mir nur unregelmäßig die Zeit.
    Ich wünsche dir ein fröhliches Aufräumen und Ordnung-Machen im Garten und sende liebe Grüße, der Achim

    1. Lieber Achim,
      inzwischen ist die Ordnung wieder hergestellt 🙂
      Dieser Sommer ist aber auch wirklich mal ungewöhnlich. Gerade hier im Norden hatten wir gefühlt noch nie so eine lange andauernde heiße Phase. Eigentlich mit winzigen Unterbrechungen seit April. Da klopfe ich mir jetzt auf die Schulter für die Entscheidung, den Vorgarten so umzugestalten, das eigentlich gar nicht mehr gegossen werden muss.
      Naja, Instagram ist immer noch deaktiviert. Da schützt mich davor, dauernd versucht zu sein, mal eben ein Foto zu machen und gleich hochzuladen. Meine schönen Momente muss ich nicht immer gleich mit der ganzen Welt teilen. Und der Garten kommt dann einfach nur im Blog zu Wort.
      Liebe Grüße
      Karen

  5. Schön, dass Du wieder da bist! Gigantisch, wie alles gewachsen ist! Blühende Radieschen habe ich übrigens noch nie gesehen. Meine waren ja ein totaler Reinfall! Sie waren bleistiftdünn. Naja… dafür ist der Salat ganz gut und auch die Kohlrabi können sich sehen lassen. Eure Bewässerung ist ja ein logistisches Meisterwerk. Ist schon cool, wenn man das aus der Ferne steuern kann. Mein alter Garten bleibt oft alleine und sich selbst überlassen. Das klappt ganz gut. Am Haus ist es etwas anderes, denn da habe ich einige Töpfe, die natürlich sehr schnell austrocknen. Aber auch wir haben nette Nachbarn, die auch das Haus hüten!
    Viele Grüße und viel Spaß beim Austoben in der “grünen Hölle”
    Margit

    1. Liebe Margit,
      unsere Nachbarn würden wohl auch einspringen, ich mag das aber niemandem aufbürden. Unsere Radieschen werden im Hochbeet ganz ordentlich, dafür ist hier noch NIE ein Kohlrabi wirklich gut gewachsen. Den kaufe ich bei Bedarf, ich habe es aufgegeben.
      Liebe Grüße
      Karen

  6. Hallo Karen,
    schön, wieder von dir zu lesen.
    Dein Garten gefällt mir sehr in seiner Üppigkeit und auf die Vorgartenbilder bin ich gespannt.
    Wir haben hinten ja nur gute 60qm Garten, die lassen sich mit dem vom Fühler gesteuerten Sprenger gut bewältigen und der Vorgarten hat den Urlaub überlebt, meine Nachbarin hat sich meiner Hortensie erbarmt. War das ein Wetterchen im Mai, so heftig kenne ich das kaum, irgendwann kehrt bei uns in dieser Zeit eigentlich der Regen zurück und der Garten kommt allein zurecht.
    Ich wüsste wohl gerne, wie lange die Flaschen brauchen, bis sie leer gelaufen sind. das könnte ich ja für meine Töpfe anwenden.
    Liebe Grüße
    Gudrun

    1. Liebe Gudrun,
      morgen wird endlich der versprochene Vergleichspost zum Vorgarten erscheinen. Die Flaschen geben das Wasser sehr unterschiedlich ab. Ich habe 1,5 Liter Wasserflaschen genommen mit den Bewässerungsaufsätzen. Das geht dann je nach Feuchte der Erde im Topf schneller oder langsamer. Am Besten vor dem Urlaub bei Anwesenheit verproben. Nicht ganz so kontrolliert läuft es ab, wenn man nur eine leere Weinflasche mit Wasser füllt und sie über Kopf in die Erde steckt. Da kann es vorkommen, das die bereits am ersten Tag leer läuft. Oh, Deine Hortensie darf sich bei der Nachbarin bedanken! Sie wäre dieses Jahr elendig vertrocknet ohne Gießen.
      Liebe Grüße
      Karen

  7. Liebe Karen,
    eine digitale Auszeit tut einfach mal gut. Aber ich freue mich, dass Du wieder da bist. Ich selbst schränke meine digitalen Aktivitäten auch ein, ich schaffe das nicht mehr alles und möchte auch mehr Zeit im echten Leben verbringen.
    Für mich sieht Dein Garten nicht nach Hölle aus, ich mag es, wenn es überall grünt und sprießt. Irgendwann muss man natürlich eingreifen.
    Dein Bewässerungssystem sieht gut aus, irgendetwas in der Richtung müssen wir auch machen. Bei uns hat es schon länger nicht mehr geregnet und Loretta und ich haben mittlerweile schon einen Gießkannenarm…
    Ich wünsche Dir einen guten Start in die Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    1. Lieber Wolfgang,
      so ganz ist meine digitale Auszeit noch nicht vorbei, merke ich. Du hast absolut recht mit dem echten Leben! Das kommt gefühlt bei vielen Internetnutzern zu kurz, weil sie fast nur noch virtuell unterwegs sind. Mich hat die zeitweise Abstinenz von Instagram & Co. deutlich entspannter und zufriedener gemacht.
      Liebe Grüße
      Karen

  8. Das ist doch keine Hölle, eher ein kleines Paradies. Du hast deinen Garten gut auf eure Abwesenheit vorbereitet. Hier hat es seit Wochen nicht richtig geregnet. Ohne Gießen geht da nichts. Wegfahren wäre nicht so gut. Bei dem schönen Sommerwetter ist das aber auch nicht nötig.
    Viel Spaß im Garten und liebe Grüße
    Heike

    1. Liebe Heike,
      uns zieht es regelmäßig zum Wandern oder Radeln in andere Gegenden Deutschlands, da muss man erfindungsreich sein, was den daheim gebliebenen Garten betrifft. Ist hinterher einen Menge Arbeit, alles wieder auf die Reihe zu bekommen, weil die Vegetation nach 2 Wochen ordentlich zugelangt hat, aber das nehme ich gerne in Kauf.
      Liebe Grüße
      Karen

  9. Herrlich!
    Ich schneide, wenn ich Kunststoffflaschen zum Bewässern entweder den Boden ab oder steche Löcher hinein. Das verhindert, dass sich die Flaschen zusammenfalten.
    Die Samenschoten der Radieschen schmecken lecker in Salat, roh oder in Butter kurz angedünstet. Zur Samenbildung bleiben immer nur wenige stehen.
    Schmunzeln ließ mich die Wilde Möhre, wie sie ihren Platz suchte. Bei mir im Schulgarten machte es dieses Jahr die Bartnelke. Aber der neue Platz ist wirklich besser.
    Viele Grüße,
    Karin

    1. Liebe Karin,
      bei den Flaschen hat mich der Geiz gepackt. Mein Mann hat sie hinterher mit dem Kompressor wieder in Form gebracht, damit der Pfandautomat sie annimmt. 😉
      Danke für den Tipp mit den Radieschenschoten, wir haben sie als kleinen Snack gegessen. Ich finde es wundervoll, wie die Natur sich selber ein Plätzchen sucht und derlei Vagabunden wie die wilde Möhre sind hier sehr willkommen.
      Liebe Grüße
      Karen.

  10. Wow! Was für eine ausgeklügelte Bewässerung! Bei mir müssen immer die Nachbarn ran… obwohl ich auch sonst recht gezizig mit dem Wasser bin. Was nciht ein paar Tage auch mal ohne wasser aushält wird nicht alt bei mir. Mit dem Regenwasser kommen wir gerade so durchs Gemüsebeet, wir sin in einer schrecklich trockenen Gegend – und das Wasser aus dem Schlauch sit mir fürs tägliche Wässern zu schade… also muss man bei mir im Garten recht robust sein.
    Die grüne Hölle würde ich in grüne Höhle umbenennen – so schön bei dir!

    1. Liebe Eva,
      das Wasser aus dem Schlauch kommt hier aus dem Bohrbrunnen, Leitungswasser wäre mir da zu schade. Nur direkt am Haus entlang muss ich wegen der Eisenhaltigkeit des Grundwassers auf Leitungswasser zurückgreifen. Sonst wären unsere weißen Klinker ganz fix rostbraun.
      Liebe Grüße
      Karen

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