Vom Durchhalten und neu Durchstarten

Durchhalten, das mussten die Pflanzen in diesem Sommer tatsächlich.
Durchhalten musste auch die Gärtnerin, war es doch viel zu heiß, um draußen etwas zu machen. Außer Wässern gab es keine sinnvollen Tätigkeiten. Viel zu traurig sah es angesichts der Dürre in diesem Sommer im Garten aus.

Cornus Kousa
Cornus Kousa – Herbst im August

Der Lavendel war so früh mit der Blüte durch, ich könnte ihn eigentlich jetzt schon in Herbstform bringen.

Die Johanniswolke ist dieses Jahr nicht wirklich eine Wolke. Sie verschwindet quasi in ihrer Nachbarin, der Weigelie.

Selbst die schwarzen Königskerzen, Verbascum nigrum, sind quasi verbrannt.

Durchhalten gelungen!

Es gibt auch Erfreuliches zu berichten. So hat der Phlox trotz nur minimaler Bewässerung gut durchgehalten. Er will es noch einmal wissen und legt jetzt eine weitere Blühphase hin.


Im Vorgarten trotzen Minimalisten der Dürre. Blutstorchschnabel, Zimbelkraut und Walderdbeere haben sich seit der Pflanzung im April mehr als verdoppelt, fast ganz ohne Wasser (außer gleich nach der Pflanzung).

Calamintha nepeta ist der Insektenhotspot im Moment! Den hatte ich im alten Vorgarten auch, konnte ihn leider nicht retten wegen Verunkrautung und freue mich jetzt umso mehr, das die Ersatzpflanzung mehr als prächtig gedeiht.

Die Wegwarte schiebt unermüdlich neue Blüten.

Die Ochsenzunge hat es doch noch geschafft, in Blüte zu kommen.

Die Hostas

haben sich (einige Abgänge und Verbrannte ausgenommen) erstaunlich gut gehalten. Dabei gab es nicht regelmäßig Wasser für sie.

Die Himbeeren tragen und tragen und haben endlich mal keine Feuchtigkeitsschäden.

Die Weintrauben sind inzwischen zuckersüß. Normalerweise müssten wir Netze darüber hängen, weil sie vorzeitig von den Amseln gefressen werden. Nicht mehr nötig bei den wenigen Amseln, die es noch gibt. Das Usutu-Virus hat Opfer gefordert. 

Der Ontario-Apfel trägt schwer an seiner Last.

Hinten am Waldrand beginnt das Herbstleuchten.

Endlich ist es kühler und ich kann wieder Durchstarten mit der Renovierung eines Hochbeetes. Der Rahmen war einseitig abgesackt, im Frühjahr begann ich mit der Räumung. Die ganzen letzten Wochen war es mir viel zu heiß, um daran weiter zu arbeiten. Aber jetzt!

Längst war es Zeit für den

12tel-Blick!

Ich habe es nicht rechtzeitig geschafft, eine Erkältung hat mich regelrecht flach gelegt.

Der Schlauch im Foto kam gelegentlich zum Einsatz. Hostas vorm Holzstapel und die Kräuter in der Spirale brauchten zwar nicht viel Wasser, aber ein wenig durfte es schon sein.

Was haben wir denn hier? Eine Nachtkerzeninvasion, wie vielerorts im Garten. Da muss ich ein wenig ordnend eingreifen, sonst habe ich bald  nur noch Nachtkerzen.

Der Ysop ist der letzte Blühende in der Spirale und auch bald durch damit.

Die Euphorbia hat sich unter der Last ihrer umschwirrten Blütenköpfe flach gelegt.

Tata, mein Bild für den 12tel-Blick August! Mit Wasser in der Feuerschale…weil der Abfluss verstopft war und es tatsächlich zuvor geregnet hatte.Durchatmen und neu Durchstarten heißt es jetzt im Garten

Ende August

Ein Blick längs durchs Buchskarree. Zum Buchs poste ich bald mal ein Fazit in Sachen Buchsbaumzünsler. Wie ihr seht, der Unsrige steht noch.
Die Hauswurz fand es gar nicht übel, ein paar Tropfen Regen zu bekommen.

Meine Sammelsuriumkiste vorm Fenster.

Wie sieht es bei Euch im Garten aus? Gibt es Verluste zu beklagen? Wer hat unerwarteterweise gut durchgehalten?

Zum Abschluss noch eine Collage mit Augustfotos

Verlinkt beim Fachwerkhaus im Grünen, bei Eva Fuchs mit dem 12tel Blick und bei Birgitts Monatscollagen.

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13 Gedanken zu “Vom Durchhalten und neu Durchstarten

  1. Dein Hartriegel sieht aus wie mein kleiner im Kübel. Dabei hatte ich ihn regelmäßig gegossen. So wie immer gibt es auch in diesem trockenen Sommer Gewinner und Verlierer und ich finde es eigentlich ganz spannend, welche Pflanzen mit dem Wassermangel klarkommen. Verlierer bei mir sind definitiv die Astilben. Sehr gut halten sich die Funkien, was mich schon etwas erstaunt hat. Der Buchs ist nach dem Schnitt kaum gewachsen, andere Pflanzen sind kleiner als gewohnt. Dieses Wasserspar-Experiment könnte nun aber endlich mal beendet werden. Irgendwann muss es doch mal wieder regnen.
    Hab ein schönes Wochenende.
    Liebe Grüße
    Heike

  2. Hallo Karen,
    du sagst es jetzt muß wirklich durchgestartet werden. Seit Monaten bleibt alles im Garten liegen. Ich habe nichts mehr geschnitten oder Unkraut entfernt. Nur, wie du auch gegossen , gegossen,gegossen. Ja und selbst sie Sempervieren und Sukkulenten mußte ich regelmäßig wässern. Eine Fetthenne war mir beinahe verbrannt, habe sie in allerletzter Minute mit ganz kahlen Zweigen retten können. Alle Blätter hatte sie abgeworfen. Mit Wasser und im Schatten schob sie binnen weniger Tage wieder ganz viele Blättchen nach. Was für ein Katastrophensommer. Jetzt ist er wohl aber endgültig Vergangen heit. Es hat dauerahft abgekühlt. Heute nieselt es bei uns und wir haben schon jetzt am Morgen 2l im Regenmesser. Die deutlich kürzeren Tage tragen zur Herbststimmung bei und dass es nicht mehr so heiß werden kann. Ich bin schon beim Werkeln und im Gemüsegarten gehts wieder richtig los. Es macht sogar wieder Spass. Radieschen keimen. Wintersalat ist gekeimt und das neue Frühbeetgewächshäuschen für ihn ist bereits zusammengebaut. Endiviene und Tascanagrünkohl oder Lauch wachsen. Mähren sind geerntet und die Kartoffeln starten jetzt. Super schöne Kartoffeln. Es geht wieder los das Garteln. Freuen wir uns auf die Arbeit und den Geruch feuchter Erde!

    liebe Grüße der Achim

  3. Dieses Jahr hat sich wirklich die Spreu vom Weizen getrennt! Ich bin froh, dass ich von Haus aus nur pflegeleichte Stauden in meinen Gärten habe. Die haben die Hitze erstaunlich gut überstanden. Der Rasen war zwar ziemlich verbrannt, aber der Regen der letzten Tage lässt ihn rasch wieder ergrünen. Im alten Garten ist mir ein großer Ast des Pfirsichbaumes abgebrochen. Die zahlreichen Früchte waren einfach zu schwer. Ich hoffe, dass sich die Früchte noch erholen, den bisher waren sie eher klein wegen der Trockenheit.
    Mal sehen…
    viele Grüße von
    Margit

  4. …gerne bin ich dir jetzt durch deinen Sommergarten gefolgt, liebe Karen,
    und habe mich an den Durchhaltern sehr erfreut…ja gießen mußten wir wohl alle dieses Jahr…ich habe lange gebraucht, bis eine Nachtkerze in meinem Garten eingezogen ist, sie wollte erst nicht so richtig, aber jetzt muß ich tatsächlich auch schon eingreifen, weil sie sich sehr gut eingelebt und verbreitet hat…die Bergminze merke ich mir mal, so was könnte ich im Vorgarten auch noch brauchen…

    wünsche dir einen schönen Sonntagabend,
    liebe Grüße Birgitt

  5. Hallo Karen,
    ich habe ihn so geliebt diesen Sommer! Lieber Hitze wie Dauerregen…lach…. Die Bäume haben bei mir etwas gelitten, die Catalpa hat Mehltau 🙁 Ansonsten richtige Ausfälle habe ich nur wenige zu beklagen…. der Rasen kommt auch wieder ;))
    Liebste Grüße zu dir
    Christel

  6. Es ist immer eine Freude durch deinen Garten geführt zu werden (Virtuell).
    Ich bin positiv überrascht, was der Regen die letzten Tage bei den Pflanzen bewirkt hat. Die Natur erholt sich schneller wieder als wir glauben.
    L G Pia

  7. deine kluge pflanzenwahl lässt deinen garten ganz wunderbar ausschauen – trotz sahara-hitze & trockenheit!
    die (scheusslichen) rasen+koniferen-gärten sehen im moment dermassen verbrannt aus – sogar thujen & zuckerfichten sind braun auf der südseite – sollte man da schadenfroh sein und an eine rächende natur glauben??? ;-P
    xxxxxx

  8. Liebe Karen,
    ich finde Dein Garten sieht im großen und ganzem doch sehr gut aus und die Dürre hat nicht so gnadenlos zugeschlagen. Bei uns sieht es da teilweise schon ganz anders aus, sogar die Bäume sind welk geworden.
    Wir haben eigentlich auch nur gewässert, jeden Tag, aber letztlich war es nicht genug.
    Und die Hitze hat uns auch ins Haus getrieben, an arbeiten im Garten war überhaupt nicht zu denken. Wir fangen auch erst jetzt wieder an, etwas zu tun, jetzt wo es deutlich kühler ist. Allerdings haben wir aktuell nichts zu reparieren.
    Die Hauswurz in der alten Form gefällt mir richtig gut. Nach so einer Form muss ich auch Ausschau halten.
    Ich wünsche Dir einen wundervollen Start in die neue Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

  9. Hallo Karen,
    ich glaube das war das “faulste” Gärtnerjahr seit langem. Außer wässern konnte ja auch wirklich nichts gemacht werden. Um ehrlich zu sein konnten wir unseren Garten nicht einmal genießen. Es war einfach viel zu heiß um sich außerhalb des Hauses aufzuhalten. Büßen muss ich es jetzt. Denn der Hornsauerklee hatte überhaupt nichts gegen die Hitze und hat sich überall hin ausgebreitet. Dem wieder halbwegs Herr zu werden wird eine Weile dauern. Außer dem Ziersalbe blüht bei mir auch nix mehr. Dafür sieht es in Deinen Beeten wirklich schön bunt aus!
    Liebe Grüße,
    Krümel

  10. Hallo Karen,
    da hat sich deine Entscheidung einen trockenheitsresistenen Vorgarten anzulegen ja schon im ersten Jahr bewährt. Mein Cornus Chinagirl hat ähnlich verbrannte Blätter, obwohl er im Halbschatten steht. Cornus Milkey Way in der Sonne hat dagegen keine Spur von Sonnenbrand. Erklär mir das mal einer??? 😉 Dieses permanente Wässern bestärkt mich immer mehr, in Zukunft nur noch trockenheitsresistente Pflanzen zu wählen.
    Hab einen schönen Tag, Marita

  11. Hallo Karen, bei dir gedeihen einige Pflanzen doch prächtig trotz der Hitze! Der Phlox ist wunderschön und Äpfel wirst du dieses Jahr auch genug haben! Wir versuchen auch, möglichst wenig zu gießen. Aber das Gemüse und die neu gepflanzten Stauden gießen wir schon. Den neu angelegten Kräuterrasen haben wir nicht mehr bewässert, mit dem Ergebnis, dass einige sehr hartnäckige Unkräuter den ganzen Garten gekapert haben. Aber das war wohl nicht zu vermeiden.
    Liebe Grüße,
    Amely

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