Steinpilzrisotto

Eines unserer absoluten Lieblingsgerichte ist neben den Sauren Linsen mit Spätzle das Steinpilzrisotto, von dem ich dachte, es hier schon vorgestellt zu haben. Hatte ich aber nicht, deshalb kommt es jetzt, denn am Wochenende war es wieder soweit, yummi!

Nun ist es dieses Jahr sowas von staubtrocken, das an Steinpilzfunde im heimischen Wald nicht zu denken ist. Auf dem Markt sind mir auch keine Steinpilze begegnet und meine Quelle, bei der ich von Zeit zu Zeit eingefrorene Exemplare erwerben kann, war auch nicht in der Lage, zu liefern.

Das Glück ist mit Dir, wenn Du Dir in weiser Voraussicht

getrocknete Bio-Steinpilze

besorgt hast, von denen Du noch in ausreichender Menge zur Verfügung hast. Im gleich folgenden Rezept steht ewas von “300g Steinpilze”.

Das geht auch anders: eine Handvoll getrockneter Steinpilze (oben mein gehüteter Rest im Glas) einige Stunden vor der geplanten Zubereitung in etwas Wasser einweichen und anstelle frischer Steinpilze einfach braune Zuchtchampignons nehmen. Da die getrockneten Steinpilze ein intensives Aroma mitbringen, ist das ein probates Ersatzmittel.

Rezept

für 4 mäkelige Esser oder 2 bis maximal 3 hungrige Personen (wir haben das zu zweit an einem Abend erledigt, allerdings nach tüchtiger Gartenarbeit bzw. 70km Radtour):

1 Zwiebel
300g Steinpilze oder wie oben beschrieben
2-3 Stängel Petersilie
3 EL Olivenöl
2 El Butter
350g Risottoreis
125ml trockenen Weißwein
7/8 L Gemüsebrühe
50g frisch geriebenen Parmesan oder Pecorino für die, die keine Kuhmilch verzehren
Salz und Pfeffer

Zubereitung
Zwiebel schälen und fein würfeln.
Frische Pilze putzen, in Scheiben schneiden.
Petersilie abbrausen, trocken schütteln, Blätter abzupfen, hacken.
1 EL Öl und 1 EL Butter in einen mittelgroßen Topf geben, Zwiebel glasig anschwitzen.
Reis untermengen, kurz mit anschwitzen unter etwas Rühren.
Mit dem Weißwein ablöschen, verdampfen lassen.
Reis mit etwas heißer Brühe bedecken, unter Rühren quellen lassen, nach und nach Brühe angießen.
So fortfahren bis der Reis nach 15-20 Minuten gar aber noch bissfest ist.

Parallel den Käse reiben, falls nicht schon vorab geschehen, um ihn dann mit der restlichen Butter unter den garen Reis rühren, würzen.
Kurz vorm Servieren (ich fange eher damit an, bin keine Freundin der Hetze) Pilze in dem Rest des heißen Olivenöles kurz anbraten, würzen. Falls getrocknete und eingeweichte Pilze Verwendung finden, zunächst mal ohne das Einweichwasser hinzugeben mit braten. Nach Belieben etwas vom Einweichwasser dazugeben, da steckt das meiste Aroma drin!
Einige von den Pilzscheiben zum Garnieren beiseite stellen, die übrigen Pilze mit der gehackten Petersilie unter den Reis mengen.
Das Steinpilzrisotto auf Teller geben, mit Pilzscheiben garnieren.
Guten Appetit!

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7 Gedanken zu “Steinpilzrisotto

  1. Das liest sich ja total lecker, Karen. Reisrisotto habe ich noch nicht selbst gemacht, mein Sohn macht es imTM und das war auch super gut. Ich werde mir dein Rezept mal speichern. 😉
    Dieses Wochenende gibt es Spaghettikürbis, habe ein Rezept dazu vom Kürbishof bekommen. Ich bin gespannt wie es schmeckt.
    Ein feines Wochenende für dich – lieben Gruß, Marita

  2. Aaaaahhh, Risotto- sehr lecker! Wir kochen öfters Risotto, heute Abend gibt es grad Reste davon, dazu eine Sojarahmsauce mit Pilzen, Kürbiswürfelchen und Quornhack. Sehr lecker! Ich liebe sowieso Gerichte, die ohne Riesenaufwand und am liebsten auch noch in nur einem Topf gekocht werden können. Steinpilze nehm ich immer getrocknete Bio’s, an frische komme ich auch nicht ran. Übrigens gebe ich das Einweichwasser immer entweder ans Reis zum Ablöschen oder an die Sauce. Es wegzuschütten wäre ja direkt Frevel! ;oD
    Risotto ist grade jetzt im Herbst ein feines, nahrhaftes Gericht, das den Bauch füllt und die Seele wärmt!
    Hab ein genussvolles WE, herzlichste Grüsse!

  3. klingt sehr lecker – kann es fast riechen – und interessant – du gibst die pilze erst hinterher zu….
    ich hab sie immer in butter angeschmort, dann den reis kurz mit – dann mit der flüssigkeit aufgegossen, aufgekocht und zusammen köcheln lassen. oder den topf nach dem aufkochen dick eingepackt ins bett stellen – spart energie, zeit und nerven (brennt nicht an) 😀
    mahlzeit! xxxxx

  4. …das ist ganz nach meinem Geschmack, liebe Karen,
    ich bedaure es sehr, dass es in diesem Jahr gar keine Pilze im Wald gibt…mitunter konnte ich in vorherigen Jahren schon keine Pfifferlinge mehr sehen, aber jetzt fehlen sie mir wirklich…bei Champignons greife ich auch lieber zu den braunen…so auch gerade mit Nudeln, Pesto und Garnelen, auch sehr lecker,

    liebe Grüße Birgitt

  5. Jetzt hatte ich für einen kurzen Augenblick bei der Überschrift gedacht, bei euch im Norden wachsen Pilze, aber leider auch nicht. Dein anderes Lieblingsessen kann ich mir nicht so gut vorstellen…hab ich noch nie gegessen…..aber das Pilzrisotto klingt sehr lecker. Leider macht der Teenager-Sohn einen Bogen um Pilze und so gibt es die bei uns nur, wenn wir im Wald sammeln waren. Dann isst er eben was anderes.
    LG Sigrun

  6. Liebe Karen,
    zuerst war ich ganz verblüfft – Steinpilze…??? Bei uns findest Du fast keine Pilze…Es war und ist einfach zu trocken…
    Als ich dann weiterlas durfte ich erkennen, wie klug und vorausschauend Du warst….
    Das Rezept gefällt mir sehr. Ich werde es in jedem Fall nachmachen! Danke dafür!!!
    …und alles Liebe
    Heidi

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