Es herbstelt im Landhausgarten

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Es herbstelt im Landhausgarten. Besonders gut kann man das an einigen herbstlich verfärbten Hostas sehen.

es herbstelt

Irgendwie ging mir das jetzt etwas zu schnell mit der Abkühlung. Verwöhnt vom langen Sommer 2018 ist man nun erstaunt, das das Wetter umschlägt. Heute regnet es den ganzen Tag, die Regentonnen schwappen über.

Regentonne
Regentonne gestern, heute gab es Nachschub von oben

Für unseren Teich kann es gar nicht genug regnen. Nach unserem Urlaub in der ersten Septemberhälfte musste ich ihn auffüllen, obwohl es während unserer Abwesenheit ganz ordentlich geregnet hatte. Der Ufergraben zieht eben doch mächtig Wasser.

Der Teich ist ein gutes Stichwort, denn der heutige Post erscheint anlässlich des

12tel Blicks.

12tel Blick September
12tel Blick September

Morgen ist tatsächlich schon ein 3/4 Jahr vorbei, unglaublich. Werfen wir doch mal einen Blick zurück:

Neben dem Teich und den Regentonnen gibt es noch eine Wasserstelle im Landhausgarten. Am Fuß der Kräuterspirale habe ich eine Emailleschüssel als Miniteich in den Boden eingelassen. Im Auslauf der Kräuterspirale platziert man die Pflanzen, die es gerne etwas feuchter haben, z.B. Minzen oder Petersilie. Die kleine Wasserstelle wird idealerweise so mit dem Erdreich in der Kräuterspirale verknüpft, das etwas Wasser gezogen wird. Diese Anknüpfung habe ich noch nicht erstellt, ich wollte erst einmal sehen, ob ich das so lasse mit der Schüssel. Das wird im nächsten Jahr umgebaut in einen Mini-Folienteich und vor allem verhindert, das erdhaltiges Gießwasser in die Wasserstelle gelangt. Solch eine dunkle Brühe sieht nicht wirklich schön aus, oder?

Was meinem Auge missfällt, scheint aber seinen Reiz in der Tierwelt zu haben. Bei meiner Fotorunde schauten mich abwechselnd 2 Augenpaare an.

Kröte im Miniteich
Kröte im Miniteich
Frosch im Miniteich
Frosch im Miniteich

Der Herbst trägt viele Früchte.

Ich hoffe, das der für morgen angekündigte erste Herbststurm 2019 weder die Weinpergola fällt, noch alle Äpfel vom prall vollen Ontario holt. Nur zu gut erinnere ich mich an das

Sturmtief Sebastian,

das vor etwas mehr als 2 Jahren über unser Grundstück fegte!

Das es herbstelt und regnet

ist auch an anderer Stelle ein Segen. Die Pilzsammler sind nun wieder unterwegs, 2018 war der Trockenheit geschuldet, gar nichts zu holen im Wald. Gestern bin ich das erste Mal losgezogen. Neben den getrockneten Steinpilzen, die ich noch hatte, wollte ich uns frische Pilze als Begleiter zum Risotto holen.

1 Butterpilz und ansonsten Maronen-Röhrlinge haben wir zusammen mit dem köstlichen Risotto verspeist.  Weil ich heute wegen des Regens im Garten nichts machen konnte, bin ich erneut losgezogen. Hier meine Beute:

Nach dem Foto kamen noch einige Maronen-Röhrlinge dazu. Nach dem Putzen dörren sie nun im Backofen vor sich hin, unser Vorrat an Trockenpilzen ist erschreckend gering.

Meine Fotorunde für diesen Beitrag habe ich gestern noch bei Trockenheit absolviert, weil ich wusste, das Wetter wird umschlagen. Dabei habe ich noch Dutzende Fotos gemacht, die ich mir für den Folgepost aufhebe. Es wird weiter geblüht und im Gemüsegarten ist natürlich auch lange noch nicht Schluß. Dieses Jahr habe ich mir ein Beispiel an Achim genommen und für die Wintersaison vorgebeugt!

Hier z.B. meine sehr späte Nachsaat von Grünkohl Anfang September nebst tierischer Begutachtung.

Gehst Du auch manchmal Pilze sammeln? Ich hab ja wenig Ahnung und nehme deshalb nur Röhrlinge.

Zum Pinnen

Diesen Beitrag verlinke ich bei Eva und dem 12tel-Blick Verfuchstundzugenäht sowie bei Loretta und Wolfgang im Herbstglück.

30 Gedanken zu “Es herbstelt im Landhausgarten

  1. Hier war es heute richtig sommerlich warm und wir haben das herrliche Wetter genossen. Sturm und Regen sind aber auch hier angekündigt. Ich hoffe, dass es nicht zu heftig wird und keine Schäden zu verzeichnen sind. Dein Gartenteich ist einfach wundervoll… und zwar zu jeder Jahreszeit!
    viele Grüße von
    Margit

  2. Hier ist der Herbst in erste Linie nass. Offenbar muss die Trockenheit des Sommers ausgeglichen werden. Aber es dauert noch ein bisschen, bis die Feuchtigkeit die unteren Bodenschichten erreicht hat.

  3. hier tobts und heults ums haus – es ist mal wieder zum fürchten…..
    pilze müssen mich schon direkt anfallen, damit ich sie sehe – aber der BW hat ein gutes auge dafür und kennt sich auch aus.
    hihi – süss sind die kleinen amphibien in deinem mini-teich! vll. denken die, sie können im schlamm am grund überwintern?
    deine äpfel sehen vielversprechend aus!!!
    grüsse aus dem wald! xxxxx

    1. Ha ha, ich stelle mir gerade vor, wie Dich so ein Pilz anspringt 😉
      Also so direkt sehen tue ich sie auch nicht, ich blindes Huhn. Ich gehe an Stellen, an denen ich welche vermuten würde. Hab ich den ersten gefunden, ist er garantiert in Gesellschaft und ich kreise suchend umher, bis ich alle gefunden habe.
      Liebe Grüße
      Karen

  4. Liebe Karen,
    mir geht es dieses Jahr auch etwas zu schnell mit dem Herbst, aber aufhalten lässt er sich nicht mehr. Erfreuen wir uns also an den bunten Farben. Hier regnet es auch, aber noch lange nicht genug.
    In der braunen Brühe in der Schüssel würde ich ja nicht baden, aber wenn es Frosch und Kröte gefällt, ist es doch ok.
    Pilze sammele ich keine, da habe ich gar keine Ahnung von. Deine Ernte sieht aber sehr lecker aus.
    Liebe Grüße
    Heike

    1. Innerhalb von 48 Stunden sind hier 35 Liter runter gekommen, auf der Straße hätte man kurzzeitig fast ein Boot gebraucht. Bei unserem Sandboden ist der Spuk allerdings immer fix versickert.
      Liebe Grüße
      Karen

  5. Sobald der Regen aufhört, werde ich auch mal im Wald nach Pilzen schauen – bisher war noch nichts, einfach viel zu trocken.
    Dir wünsch ich noch eine weiterhin gute Ernte! Ach ja, die Libelle hast du wunderbar eingefangen!
    Liebe Grüße Ulrike

  6. Immer wenn ich Funkien in einem Garten sehe bedaure ich, dass bei uns keine wachsen wollen. Erstaunlich wie wenig Wasserfläche man sehen kann bei deinem Blick Foto. Werden die Gräser regelmässig geschnitten? Mit Pilzen kenne ich mich nicht aus, darum lasse ich sie auch stehen im Wald.
    L G Pia

    1. Liebe Pia,
      hier wachsen die Hostas am besten im Topf, im Beet kümmern sie oder werden von den Schnecken verspeist.
      Nein, was im Teich ist an Pflanzen, bleibt über Jahre. Nur im Ufergraben muss ich ordnend eingreifen.
      Liebe Grüße
      Karen

    1. Liebe Karin,
      theoretisch könnte das mit dem Absäbeln hier auch passierten, der große Vorgarten ist frei zugänglich. Ist aber noch nicht passiert.
      Liebe Grüße
      Karen

  7. Hallo Karen,
    die letzte Woche hat es bei uns fast komplett durchgeregnet. War leider trotzdem noch nicht genug. Der Boden ist gerade mal die ersten 5cm sind ein wenig nass, darunter ist steinhart und trocken.
    Pilze sind so gar nicht meins. Die darfst gerne alle Du haben.
    Liebe Grüße,
    Kerstin

  8. Liebe Karen,
    das sind sehr schöne Eindrücke und auf die Frösche bin ich wirklich neidig, bei uns wollen sich einfach keine einfinden.
    Trübes und anscheinend schmutziges Wasser muss ja nicht schlecht sein. Bei uns im Teich ist das Wasser auch sehr oft trüb und die Fische fühlen sich wohl, und solange es denen gut geht ist es mir schnuppe.
    Unser Teich zieht durch die Ufermatte auch unheimlich viel Wasser, ich weiß nicht, wie oft ich den auffüllen musste.
    Das Wetter ist bei uns auch umgeschlagen und es ist jetzt kühl und regnerisch, auch wenn es ruhig noch mehr regnen könnte.
    Pilze wachsen jetzt auch in unserem Garten, kaum hatte es einmal richtig geregnet waren sie auch schon da.
    Ich wünsche Dir ein wundervolles Wochenende.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    1. Lieber Wolfgang,
      hier im Garten habe ich auch schon einige Pilze gesehen. Aber wohl nichts Essbares. Da muss ich wohl mal wieder in den Wald.
      Liebe Grüße
      Karen

  9. Liebe Karen,
    es herbstelt definitiv und die Natur präsentiert ihre schönsten Farben. Dein Headerbild sieht ja mega aus, so schön. Wir hatten die Urlaubstage Glück mit dem Regen…tagsüber konnte man noch schöne Wanderungen unternehmen. Das Schönste beim gestrigen Heimkommen war der volle Regenmesser. 🙂
    Schönen Sonntag, Marita

  10. Liebe Karen,
    ooooh, so eine tolle Pilzernte! Bei uns in der Gegend wachsen leider keine Schwammerl, jedenfalls hätte ich hier noch keine gesehen, die ich kenne. Dort wo Janas Großeltern väterlicherseits leben, gibt es ein Waldstück, in dem wir früher ein paarmal Parasolpilze und zwei, drei Herrenpilze gefunden haben, aber in den letzten Jahren waren wir offenbar immer zur falschen Zeit dort. Die meisten Pilze kenne ich leider auch nicht und weiß nicht, wo welche wachsen…
    Deine Herbsthostas zusammen mit den Astern sind ein wunderschöner Anblick! Mir ist es irgendwie auch zu schnell gegangen, war mal wieder eine Extrem-Abkühlung binnen eines Tages, und manchmal kommt mir der Wind schon so vor, als würde er nach Winter riechen.
    Ein entzückender Anblick, deine Miniteichgäste. Ich hoffe, sie übersiedeln im Winter noch in den größeren Teich, damit sie nicht einfrieren!
    Herzliche Rostrosengrüße
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2019/10/vorgarten-renovierung-verlosung-und-was.html

    1. Liebe Traude,
      die Miniteichgäste haben sich jetzt irgendwo verkrochen. Die überwintern ja eh nicht im oder am Wasser, sondern gerne unter Steinhaufen. Da habe ich kürzlich Frosch und Kröte gestört.
      Liebe Grüße
      Karen

  11. Die Blattfärbung sieht toll aus, liebe Karen, stimmt aber auch immer wehmütig, denn wieder ist ein Jahr vorbei und der laaange dunkle Winter, möglicherweise kalt oder auch nass, liegt vor uns. Bei uns war es heute sehr sehr schön. Aber es hatte einmal kurz gewittert.

    Tja, irgendwann kommt immer wieder der Regen, es ist nur eine Frage der Zeit. Wir wohnen schließlich nicht in der Sahara. 😉

    Mit den Teichen ist das so eine Sache. Wir hatten früher auch mal einen. Ständig war er voller Blätter. Später, in meinen anderen Gärten, habe ich dann darauf verzichtet, weil ich diese unnötige Arbeit nicht mehr wollte.Ich gehe lieber an die Teiche in der Nähe, da habe ich mehr davon. Selbst die kleine Zinkwanne mit Wasser und Seerose und zuletzt ein noch kleineres Gefäß mit Schwimmkerzen und Wasser habe ich wieder wegrationalisiert, weil das auch immer unansehnlich war und die Mücken sich dadurch vermehrten. Es hat leider alles seine zwei Seiten.

    Frösche oder Kröten finden freilich den Weg zu uns nicht, dazu ist unser Garten nicht günstig genug gelegen.

    Hier kam ein dickerer Stamm von der Weide durch den letzten Sturm. Viel mehr ist aber Gottseidank nicht passiert.
    Pilze sammele ich gar nicht, auch wegen der Strahlenbelastung, die immer noch nicht ganz weg sein soll. Ich wäre bei einigen Pilzen auch nicht sicher genug und müßte sie erst unter dem Mikroskop untersuchen. Das ist mir zu aufwändig. Allerdings wäre ich auch die Einzige bei uns, die Pilze essen würde, daher lohnt es sich nicht.

    Steinpilze habe ich in unserer Gegend auch noch nie gefunden, allerdings Maronen, früher, als ich gelegentlich noch samelte, allerdings vor Tschernobyl. Sehen ja gut aus! Was man so am Markt kaufen kann, sieht manchmal grauenvoll aus, dafür gebe ich kein Geld aus!

    Toll, die Libelle an den Grünkohl-Sämlingen! Schade, dass bei uns die Samen-Anzucht nicht klappt. Ich müßte fertige Pflanzen kaufen.

    Liebe Grüße
    Sara

    1. Liebe Sara,
      da ich nur sehr selten Pilze sammle und verzehre, nehme ich die geringe Strahlenbelastung in Kauf. Für mich hat es etwas Meditatives, auf Pilzsuche durch den Wald zu schlendern, dabei kann ich total entspannen.
      Der Teich ist ja mein zweiter Anlauf. Beim ersten Teich hatte ich Fehler gemacht und war deshalb froh, das marode Ding los zu sein. Nach ein paar Jahren wurde es mir zu langweilig ohne ein Gewässer im Garten. Es wird sicher der Tag kommen, an dem ich abpumpen und den Schlamm abtragen muss, da hilft das Netz auch nicht für ewig.
      Liebe Grüße
      Karen

      1. So sehe ich das auch, liebe Karen, als meditative Beschäftigung. Am Strand könnte ich auch stundenlang nach Muscheln, Steinen und Glasscherben Ausschau halten. Pilze “sammele” ich, wenn man so will, sogar auch, ich fotografiere sie halt. 🙂
        Liebe Grüße
        Sara

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