Zerfall

Print Friendly, PDF & Email

Zerfall – dieses Wort kommt mir beim momentanen Anblick unseres Gartens in den Sinn. Mehrere Nächste mit Frost haben dafür gesorgt, das viele Pflanzenfasern klein beigeben mussten.

vorher – im Oktober
nachher – im November

Es gibt heldenhafte Kandidaten, die naturgemäß länger durchhalten, wie z.B. unsere kleine Rotbuchenhecke. Leuchtet sie nicht wundervoll?

Der knallige Knöterich am Waldrand und die Kirengoshoma (Wachsglocke) allerdings waren bereits Anfang November mausetot.

vorher – im Oktober
hinterher – Anfang November

Zerfall, wohin man schaut.

Selbst die kleinen roten Zieräpfel zermatschen direkt am Bäumchen

Die Hostas haben jedenfalls alle klein beigegeben. Hier “Spritzer” am Waldrand.

vorher
nachher

Die Blätter rieseln weiter fleissig von Bäumen und Büschen.  Einiges ist bereits komplett kahl, andere Gehölze halten ihre Blätter krampfhaft fest.

Das “Herbstgold” liegt auf den Wegen oder wurde bereits in die Beete und unter die Gehölze geharkt.

Solange nicht alle Blätter unten sind, muss das hässliche Netz noch über dem Teich bleiben.

Und damit sind wir dann schon beim 12tel Blick:

12tel Blick November
12tel Blick November

Rückblick auf 2019:

Immerhin bildet die leuchtende Rotbuchenhecke einen Farbtupfer.

Zum Pinnen:

Im Schlüssellochbeet werde ich definitiv keinen Grünkohl mehr anbauen. Schneckenparadies pur bei innenliegendem Kompost.

Im Gewächshaus wachsen meine Jungsalate (Endivie, Zuckerhut und Winter-Lattughino) zaghaft vor sich hin.

Der vom Herbststurm Sebastian in 2017 in Schräglage gebrachte und dann von uns geköpfte Apfelbaum hat zwar wieder ausgetrieben, aber der Baumpilzbefall zeigt, das er in das

Totholzstadium übergehen wird.

Faszinierend anzusehen.

im Wandel zum Totholz

Wie wäre es eigentlich,  das eigene Grundstück mal von oben zu sehen? Nein, nicht so wie in Google Earth, näher dran. Das geht noch besser und höher, es war ein zaghafter Erstversuch mit unserer Drohne.

In der Kräuterspirale halten sich die meisten Pflanzen wacker. Da kann ich über den Winter jederzeit frisch ernten.

Mit dieser letzten Rosenblüte, die so wunderbar den Zerfall symbolisiert verabschiede ich mich für heute von Dir.

New Dawn

Diesen Beitrag verlinke ich bei Eva und dem 12tel-Blick Verfuchstundzugenäht sowie bei Loretta und Wolfgang im Herbstglück.

21 Gedanken zu “Zerfall

  1. Liebe Karen,
    dein 12tel-Bild gefällt mir sehr. Das türkisfarbene Netz passt so toll zur Buchenhecke. Aber ansonsten hast du schon recht, viele Pflanzen sehen jetzt sehr traurig aus. Aber nennen wir es doch “Morbider Charme”, das klingt doch ganz gut 😉
    Den Garten von oben zu betrachten, ist ganz spannend. Andererseits nimmt so ein umfassender Überblick dem Garten auch seine Geheimnisse.
    Hab ein schönes Wochenende.
    Liebe Grüße
    Heike

    1. Da ist was Wahres dran, liebe Heike. Eine Totale von oben öffnet mit einem Schlag alle Gartenräume. Bleiben wir lieber auf der Erde.
      Liebe Grüße
      Karen

  2. Das finde ich das schöne an der kalten Jahreszeit, da kann man getrost die Hände in den Schoss legen. Wenn dann der Frühling bald erwacht alles abgestorbene einsammeln und die Bodenlebewesen sind sofort wieder aktiv.
    L G Pia

    1. Liebe Pia,
      genau, ich genieße diese ruhige Zeit und nutze sie, um meine “Batterien” aufzufüllen. Wenn es bald wieder heller wird, fange ich an, Pläne fürs Gartenjahr 2020 zu machen.
      Liebe Grüße
      Karen

  3. Guten Morgen Karen,
    auch deine Bilder des Zerfalls haben Faszination, hier hat heute der Frost noch einiges an Blättern von den Bäumen rieseln lassen. Bei sonnigen -1,4°C sieht es draußen total klasse aus.
    Einen feinen 1. Advent – lieben Gruß, Marita

    1. Liebe Marita,
      hier haben Frost und Wind auch noch Einiges von den Bäumen geholt. Gestern konnte ich tatsächlich den Teich vom Netz befreien.
      Liebe Grüße
      Karen

  4. die buchenhecke macht jetzt richtig was her! genial!
    einmal frost reicht ja bei den meisten pflanzen, um sie quasi verschwinden zu lassen….. aber wir gärtner wissen, dass das nur eine phase ist – unterirdisch steht der frühlingsaustrieb schon in den startlöchern. und an den gehölzen gibts schon die neuen knospen!
    insofern – einen gemütlichen winter! xxxxx <3

  5. Die Rotbuchenhecke ist wirklich toll! Wir habe eine Hainbuchenhecke, die leuchtet auch lange Zeit in goldgelb. Normalerweise behält sie ihre Blätter bis ins Frühjahr. Dieses Jahr ist sie schon relativ kahl, obwohl es noch gar nicht so kalt war. Dass Zieräpfel so am Baum zermatschen, habe ich noch nicht erlebt. Interessant, wie sich die Natur doch überall anders verhält. Vielleicht liegt es aber auch an der Sorte.
    Ich wünsche Dir einen schönen Start in den Dezember!
    Viele Grüße von
    Margit

    1. Liebe Margit,
      ich finde das auch merkwürdig mit den Zieräpfeln. Letzten Winter waren die noch ganz lange knackig und nun diese Matsche.
      Liebe Grüße
      Karen

  6. Liebe Karen,
    ich finde auch der der Zerfall hat seinen Reiz, und auf Deinen Bildern kann man das auch sehr gut sehen.
    Die Buchenhecke hat eine wirklich sehr schöne Färbung.
    Bei uns haben die Bäume schon fast keine Blätter mehr, nachdem wir jetzt ein paar Nächte mit Frost hatten. Dann kann ich jetzt auch nochmals Blätter aus dem Teich fischen. Für nächstes Jahr überlege ich mir, ob ich das mit dem Netz nicht auch so mache, wie Du es gemacht hast.
    Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    1. Lieber Wolfgang,
      gestern konnte ich das Netz tatsächlich abnehmen. So ungefähr 2 Kilo Laub lagen noch mittig darauf. Das macht echt eine Menge aus, wenn es auch nicht hübsch aussieht. Der Zweck heiligt die Mittel.
      Liebe Grüße
      Karen

  7. Hallo Karen,
    Rotbuchen sind wirklich das Beste für eine Hecke, mit der leuchtenden Herbstfarbe sind sie viel schöner als Hainbuchen, teurer aber auch, deshalb sieht man sie seltener.
    Wie zufrieden bist du mit dem Weinfass als Regentonne? Hält es immer dicht, auch nach dem Winter?
    VG
    Elke

  8. Hallo Karen,
    die Totale mag ich sehr gerne. Da fügt sich immer alles irgendwie zusammen und man kann sehen, ob sein Konzept gut durchdacht war oder wo noch angesetzt werden muss.
    Wir hatten jetzt auch die ersten Frostnächte, aber einige meiner Stauden sind unermüdlich. Die Stockrose will einfach nicht einsehen, dass ihre Zeit für dieses Jahr vorbei ist. Naja. Ansonsten sieht es bei mir nun ähnlich aus wie bei Dir. Aber: Nur noch 3 Monate, dann geht es wieder aufwärts!
    Liebe Grüße und einen schönen Advent,
    Krümel

  9. Und doch: In jedem Vergehen keimt ein neuer Anfang- die Natur ist darin einfach grossartig! Lasse mich immer wieder begeistert davon, was sie alles schafft- wenn man sie denn lässt. Bin immer noch euphorisch wenn ich an meine Weide denke und an das, was da los war, nachdem wir sie einfach ein paar Jahre in Ruhe gelassen haben….
    Ich liebe diese Zeit- jetzt kommt wortwörtlich alles zur Ruhe, und wir täten gut daran, uns diesbezüglich von der Natur inspirieren zu lassen. Draussen steht der Nebel am Haus – ich liebe es. Es war herrlich heute im Wald mit Harry; ruhig, friedlich, alles eingehüllt in ein zartes graues Tuch. DAS ist erholsam, so kann man den ganzen alltäglichen Kladeradatsch loswerden!
    Einen schönen Abend dir, ganz herzliche Grüsse!

  10. Bei uns hatte es auch einmal etwas mehr Frost gegeben, ist schon vor einer Weile gewesen, wohl auch im November. Wann weiß ich gerade nicht genau, ich hätte es im Blog festhalten sollen. Vielleicht finde ich es noch auf Bildern oder es war gerade, als ich verreist war.

    Es sieht aber sehr schön aus mit der braun-goldenen Hecke bei Dir! Ich hab 1 einzige Buche in der Hecke, die sich jedes Jahr braun färbt und ihre Blätter über den Winter hält. Denn ansonsten wachsen ja sehr gemischte Pflanzen bei uns am Zaun. Die Buche wollte ich auch wegen der jungen Blättchen und Knospen, die ich esse. In der Gemmotherapie verwendet man auch Knospen als heilsame pflanzliche Frischzellen.

    Welches ist denn die Wachsglocke? Kannte ich noch gar nicht, glaube ich.

    Zerfall und ich hätte von “Auferstehung” schreiben können, nachdem bei mir der Flieder blühte. 😉 Ansonsten sieht es eben aus, wie es um diese Zeit so aussieht. …
    Wie gut, dass es solche Netze gibt. Wir hatten früher auch mal einen Teich in einem unserer Gärten. Das war ganz grauenhaft mit dem vielen Laub der Pappeln. Mit Netz ist das wesentlich einfacher., hässlich hin oder her, solange man es nicht ganzjährig aufgespannt lassen muß.
    Es sieht trotzdem sehr schön aus bei Dir, die Hecke leuchtet so herrlich und der Pavillon ist so hübsch!

    Cool das mit der Drohne! 🙂 Ginge bei uns wohl kaum wegen der Nachbarschaft. 😉
    Die Hauswurzen zwischen den Ziegelsteinen sehen ja süß aus!

    Oh, bei mir blühen auch noch Rosen, ich glaube, vereinzelt auch noch New Dawn, ich bin schon seit Tagen nicht mehr in den Garten gekommen … morgen sind wieder Termine, auch am Wochenende, und es wird ja so früh dunkel, später sieht man nichts mehr, wenn ich heim komme … Ich seh’s derzeit höchstens mal über den Zaun, wenn ich ins Auto steige und wegfahre. Ist gerade eine sehr arbeitsintensive Zeit – bald ist Weihnachten und ich hab nicht mal alle Geschenke beisammen …

    Liebe Grüße auch hier
    Sara

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.