Mein Mädchenzimmer

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Heute nehme ich Dich mit ins Haus. Wir gehen in mein Mädchenzimmer. In Wahrheit ist es ein Gästezimmer. Aber wie oft hat man Übernachtungsgäste? Die meisten Tage im Jahr steht ein Gästezimmer leer.

Die Möbel bekam ich von meinen Eltern zur ersten

Hochzeit geschenkt,

nicht ganz ohne Hintergedanken. Wenn meine Eltern hier das Haus einhüteten, schlief meine Mutter dort. Mein Vater schlief im Nebenzimmer nicht ganz so hübsch.  Irgendwann wurden meine Eltern zu alt für Haushütedienste, das Bett blieb meistens leer. Aber nicht sehr lange!

Je älter der Mensch wird, desto wahrscheinlicher ist die nächtliche Produktion störender Geräusche. Damit meine ich das Schnarchen. Meine Eltern führten aus diesem Grund getrennte Schlafzimmer ein, sobald ich ausgezogen war. Angeblich schnarchte mein Vater. Die Wahrheit ist, meine Mutter sägte ebenfalls, das konnten wir durch 2 Türen hören, als sie hier mal nächtigte.

Keksdose

Alte Keksdose auf der Fensterbank und unten ein Urlaubsfoto aus Frankreich.

Vogelscheuche aus dem Ecomusee bei Mulhouse
Vogelscheuche aus dem Ecomusee bei Mulhouse

Offenbar liegt das Schnarchen in den Genen. Nicht nur mein Mann macht derlei Geräusch, ich ebenso. Und bevor wir uns gegenseitig den Schlaf ruinieren durch wechselweise Geräuschproduktion, bin ich ins Gästezimmer umgezogen, zumindest unter der Woche, wenn der Schlaf dringend benötigt wird.

Ich habe es mir nett dort gemacht und es in ein

Mädchenzimmer

verwandelt. 2 alte Stühle parken dort, bis sie benötigt werden, wenn Gäste kommen. Ich habe sie mal neu bezogen.

Dahinter steht eine alte Wäschetruhe, die ich von meinen Eltern geerbt habe. Ich glaube, sie ist älter als ich. Links neben der Schubladenkommode steht die Nähmaschine.

Da es zum Gästezimmer wohl einen Stuhl gab, aber keinen Tisch, habe ich ein Tischchen aus einer Haushaltsauflösung neu belebt. Es wurde mit Leinölfirnis behandelt, die absolut nicht trocknen wollte. Wochen später war es dann endlich soweit, das man doch noch etwas auf das Tischlein stellen konnte, ohne das es festklebte. Es könnte ein prima Schminktisch sein. Findet aber nicht statt, weil ich mir keine Farbe ins Gesicht tue.

Das Taschentuch, welches aus der kleinen Schublade hängt, hat meine Mutter vor vielen vielen Jahren bestickt.

Das kleine

Wandregal

beherbergt allerlei Schönes, z.B. Garndocken, die Armreifen halten.

Wandregal
Wandregal

Links am Schrank hält eine alte Hakenleiste Schmuck.

Bisschen reine Deko muss auch sein.

Das Foto im Hintergrund hat für mich einen ganz besonderen Wert. Ich habe es vorletztes Jahr bei ebay ergattert. Es zeigt die Schuhmacherwerkstatt meines Opas in seinen Berliner Jahren, noch bevor mein Vater geboren wurde. In der Zeit hat er meine Oma kennengelernt, geheiratet und ist mit ihr zurück in die Heimat nach Pommern gegangen, wo später mein Vater und seine Geschwister geboren wurden. Leider lebt nun niemand aus der Elterngeneration mehr und ich habe schon mit meinen Cousin aus den USA darüber sinniert, wer die Frauen und Kinder vor dem Laden sein könnten. Es muss nicht unbedingt Verwandtschaft sein. Meine Großeltern hatten eine weitreichende Bekanntschaft in Berlin, von denen gegenüber den Kindern gerne auch mal jemand als Onkel oder Tante deklariert wurde, der gar nicht verwandt war.

Es gibt noch mehr Fotos im Raum, die Familienbezug haben.

Das ist meine Großmutter mütterlicherseits in jungen Jahren. Und auf dem unteren Foto siehst Du in der vorderen Dreierreihe in der Mitte ihre Tochter – meine Mutter.

Emailleschale, kleiner Flechtenkranz und Dattelzweig.

Die Schubladenkommode beherbergt Andenken an meine Eltern und unsere Spielesammlung.

Herrlichen Stauraum bietet der Schrank. Da verstecken sich unsere Winter- und Sommerbetten im Wechsel. Und vieles mehr.

So bin ich als nicht mehr ganz taufrisches Mädchen an mein Mädchenzimmer gekommen. Kündigt sich Besuch an, räume ich natürlich gerne das Bett.

Zum Pinnen:

Hast Du eventuell auch ein umgewidmetes Gästezimmer? Oder nächtigt Dein Besuch auf dem Sofa?


Edit 21.5.2019: heute hatte ich total nette Leserpost im Briefkasten! Danke, liebe Frauke, ich habe den Anhänger sofort montiert.


Er passt farblich, wie Du so richtig festgestellt hast. Und es ist sogar egal ob er nun von innen oder außen im Schloß steckt. Demnächst gibt es nämlich einen weiteren Post zu unserem Treppenflur, unserem kleinen blauen Wunder!

39 Gedanken zu “Mein Mädchenzimmer

  1. Das sind ja spannende Einblicke in das Zimmer eines alternden Mädchens 😉 Das Grau-Blau oder eher Türkis-Blau ist ja eine tolle Farbe – so herrlich beruhigend und mit einem Hauch von Meeresfrische.
    Aber wie bist Du denn über Ebay an das Bild gekommen – war das Zufall, oder hast Du einen Tipp bekommen?
    Liebe Grüße schickt Silke, die kein Gästezimmer bzw. Ausweich-Bett hat

    1. Liebe Silke,
      das war purer Zufall! Ich habe öfter mal den Geburtsort meines Vaters eingegeben und einige Postkarten dazu gefunden. Als Alternative habe ich ab und an meinen Mädchennamen eingetippt. Da kommen dann Postkarten eines Ruderers und einen früheren Adligen. Und eines schönen Tages ploppte diese Karte hoch, im Titel stand Schuhmacherwerkstatt. Ich habe lässig geboten, wer wird die denn wohl haben wollen, dachte ich. Mehre Mitbieter machten die Karte teuer, offenbar Sammler in Sachen Schuhmacherhandwerk. Aber das war es mir wert.
      Liebe Grüße
      Karen

      1. Liebe Karen,
        das ist ja wirklich witzig, wie Du zu der Karte gekommen bist 🙂 Gut zu wissen, dass es noch Fans des Schuhmacher-Handwerks gibt. Oben bei meiner Mieterin im Eßzimmer steht nämlich noch immer leihweise die mit dem Haus geerbte schöne alte Schuhmacher-Nähmaschine von dem Vater des Erblassers, wie es so schön amtsdeutsch heißt. Da,als wollte ich sie nicht weggeben, aber auf unseren paar Quadratmetern ‘Ferienhaus’-Wohnfläche auch nicht aufstellen. da war das eine tolle Lösung, denn nun steht das gute Stück da oben auch schon fast 23 Jahre …
        Danke für denTipp mit dem ‘Käfer’ – könnte wirklich passen. Leider sind meine Fotos vom frühen Morgen und daher nicht so scharf, aber ich werde sie mal raussuchen und vergleichen …
        Sonnige Maigrüße schickt Silke

  2. Liebe Karen,
    sehr harmonisch wirkt dein Zimmer, da fühlst du dich bestimmt wohl!
    Wir haben kein Gästezimmer, wir würden es selten benötigen. Meistens bleiben die Gäste einen Tag. Wenn Kinder auf Besuch sind, nächtigen sie bei unseren Kindern im Zimmer.
    Liebe Grüsse
    Eda

    1. Liebe Eda,
      als ich das Haus hier plante, war noch nicht sicher, ob irgendwann noch einmal Kinder kommen würden. Somit gibt es jetzt 2 zusätzliche Zimmer und eines davon ist mein Mädchenzimmer.
      Liebe Grüße
      Karen

  3. das mit dem foto aus berlin ist ja der kracher!
    ich bin ja aus “krankheitsgründen” ins nähzimmer gezogen, dessen 1 hälfte auch auch gästezimmer geplant war…. mittlerweile ist es einm
    fach “mein zimmer”. für besuch gibt es noch andere räume – aber nur im sommer ;-D
    falls ich mal in deinem hübschen mädchenzimmer nächtige, räume ich wohl als erstes die symmetrie aus dem regal ;-P
    xxxx

    1. Ich weiß dann ja, wer’s war 😉
      Das Foto ist eine Postkarte, wie das damals so üblich war. Ein Sohn schreibt an seine Mutter. Leider alles kaum noch zu entziffern. Der Nachname der Mutter sagt mir auch nichts. Aber die müssen ja auch nicht zur Familie gehört haben. Drei Personen hat der Schreiber markiert. Das Rätsel werde ich nicht lösen können.
      Liebe Grüße
      Karen

  4. Liebste Karen, alleine deine Ketten auszubrobieren wäre für mich ein guter Grund mir dein Mädchenzimmer vor Ort zu betrachten … Boah, die hast ja für jeden Tag eine andere 😉
    Ich liebe dieses Zimmer, bzw. was du daraus gemacht hast. Die Farbe ist einfach wunderschön und erinnert mich ans Meer … die Möbelchen und die Details passen hervorragend zusammen. Toll gemacht Liebes!
    Fühl dich fest umärmelt, herzlichst, dein Meisje

    1. Liebe Marita,
      ich war überglücklich, das Foto zu bekommen. Vieles ist im Krieg verschwunden aber dieses Foto hat es wohl irgendwo in Berlin oder auch beim Adressaten überdauert.
      Liebe Grüße
      Karen

  5. Liebe Karen,

    so hübsch ist Dein Zimmer. Waren die Möbel immer in diesem Farbton oder hast Du sie gestrichen?
    Ich habe im Gästezimmer auch noch einen Bauernschrank und ein Case in Buche natur und würde da gerne mal ein wenig Farbe reinbringen. Wenn kein Besuch da ist ist es mein Bastelzimmer. Hier steht die Nähmaschine und alles so rund ums Hobby. Das Zimmer ist aber wirklich winzig und bietet auch nur für eine Person Platz zum schlafen, aber dafür reicht es aus. Meistens ist eh nur eine Person zeitgleich zu Besuch.

    Liebe Grüße, Burgi

    1. Liebe Burgi,
      das ist tatsächlich die Originalfarbe, das hat mir damals so sehr gefallen und tut es heute, 22 Jahre später, immer noch. Ich liebe dieses leicht grün schimmernde Blau.
      Liebe Grüße
      Karen

  6. Liebe Karen,
    ein feines Mädchenzimmer hast du 🙂 Dieses zarte Blau gefällt mir sehr gut! Alles ist stimmig und sehr gemütlich. In unseren ehemaligen Kinderzimmern spielen und übernachten unsere sechs Enkelkindern und in einem Zimmer steht auch meine Nähmaschine und es ist der Deko Aufbewahrungsort.
    Liebe Grüße
    Susanne

    1. Liebe Susanne,
      6 Enkelkindern, alle Achtung! Mangels eigener Kinder wird das hier wohl nichts. Außer, die Jungs meines Mannes gründen irgendwann mal eine Familie.
      Liebe Grüße
      Karen

  7. Liebe Karen,
    Unser Gästezimmer ist tatsächlich auch oft ein Fluchtort für mich vor nächtlichen Störgeräuschen. Und sonst ist es mein Nähzimmer. Man kann also sagen, dass es eigentlich hauptsächlich mein Zimmer ist.
    Liebe Grüße
    Steffi

  8. Ein sehr hübsches, gemütliches Zimmer ist das, Karen! Ausserdem gefallen mir solche “Bauernmöbel” wirklich gut, die mag man viele Jahre gerne sehen.
    Am schönsten sind aber diese beiden Stühle, die du neu bezogen hast. Das Wiener Geflecht ist auch so etwas, das sich unermüdlich hält und einem irgendwie nie über wird!
    Wir haben kein Gästezimmer, und wir haben auch nie Gäste, die übernachten wollen. Wenn jemand auf die Idee kommen sollte müssten wir irgendwas Provisorisches zusammenbauen, das Klappbett meiner Schwester ausleihen oder sowas in der Art……. Also nie unangemeldet bei uns an der Tür klingeln auf der Suche nach einem Nachlager, *ggg*!
    Ganz herzliche Grüsse!
    PS: So alte Familienbilder sind was Herrliches. So lange ist das alles noch gar nicht her, aber die Menschen lebten ein völlig anderes Leben als wir, sahen total anders aus (auch ihre Physiognomie unterscheidet sich doch irgendwie sehr von der heutigen!)- so vieles ist so ganz anders geworden….

    1. Okay, ich bringe dann ein Zelt mit 😉 Die Stühle habe ich mit einem Hocker zusammen gerettet, auf den legt mein Mann jetzt seine Füße, wenn er im Lesesessel hockt. Die müssen so braun bleiben, wie sie waren, alles andere wäre falsch.
      Liebe Grüße
      Karen

  9. Da würde ich wohl auch gerne schlafen 🙂 Sieht sehr sehr schön aus. Und die alten Fotos ! Ich liebe alte Bilder. Sie haben immer eine ganz besondere Ausstrahlung.
    Vor ein paar Monaten kramte SchwiegerOma in ihren Fotos und wir saßen zu viert drüber um zu gucken bzw. sie suchte ob sie noch jemanden kennt. Darunter war ein Bild was mich sofort fesselte. Eines einer älteren Frau (ich schätze in ihren 70/ 80igern) weißes Haar zu einem Knoten,sie sah ein klein wenig aus wie von einem Indianerstamm,am Spinnrad. Sie hatte eine Austrahlung …

    Für ein Gästezimmer haben wir aktuell keinen Platz. Bei uns “muss” der Besuch auf dem Sofa oder je nach Wahl auf einer Matratze nächtigen 😉 Das tut dieser in Regel aber gerne,da unser Sofa ziemlich bequem ist.
    Wir hätten theoretisch ein Zimmer,aber wir haben jeder ein eigenes. Also von wegen Schlafgeräusche. Meine bessere Hälfte schnarcht ziemlich ausführlich,da würd ich kein Auge zu bekommen. Dazu kommt,das wir unterschiedlicher nicht sein könnten was schlafen angeht. Ich fall am Abend wie ein Brett ins Bett und schlaf weg,er geistert noch die halbe Nacht rum und geht dann schlafen wenn ich aufstehe.
    Zudem kamen wir uns über ein,als wir damals zusammen zogen,das wir es beide bevorzugen würden,wenn jeder ein eigenes Zimmer bekäme.

    Einen schönen Sonntag dir !
    L.G
    Blackmoon

    1. Hallo Blackmoon,
      das mit den unterschiedlichen Gewohnheiten kommt noch dazu. Ich liebe es, vorm Einschlafen noch ein paar Seiten zu lesen und würde damit meinen Direkteinschläfer stören.
      Liebe Grüße
      Karen

  10. Was für ein schönes Zimmer liebe Karen, da hast Du es Dir richtig gemütlich gemacht.
    Und überall sehe ich wunderbare Kleinigkeiten, egal ob Deko oder Schmuck.
    Wir haben kein Gästezimmer, da beide Jungs noch zu Hause wohnen.
    Der Besuch muss im großen Büro schlafen, wir haben eine aufblasbare ganz bequeme riesige Matratze. Das geht ganz gut.
    Aber ich freue mich schon, wenn ich eins der Jungenzimmer irgendwann mal umwandeln kann.
    Dir einen schönen Abend, lieben Gruß
    Nicole

    1. Liebe Nicole,
      meine Mutter hat mein Kinderzimmer nach meinem Auszug mit sofortiger Wirkung in ihr Zimmer verwandelt. Bis sie aus der Wohnung altersbedingt (3. Stock, kein Fahrstuhl) ausziehen musste, habe ich mich dort immer noch sehr wohl gefühlt, auch wenn es nicht mehr “mein” Zimmer war.
      Liebe Grüße
      Karen

  11. Liebe Karen,
    das ist ein sehr schönes Zimmer. Mich haben aber ganz besonders die Fotos beeindruckt. Du hast wirklich ein Foto mit dem Geschäft Deine Opas bei ebay ergattert? Wahnsinn. Da muss man doch unheimlich viel Glück haben.
    Wir haben auch noch alte Familienfotos und auf manchen kenne ich keine einzigen der Menschen, die da abgebildet sind. (Kann mich aber erinnern, dass mein Vater mir mal als Kind gesagt hat, wer das ist…)
    Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    1. Lieber Wolfgang,
      das war auch großes Glück, selbst wenn niemand mehr lebt, der mir zu den Personen etwas sagen könnte.
      Liebe Grüße und eine feine Woche
      Karen

  12. Hallo Karen,
    also – ich war ja felsenfest der Meinung ich hätte schon kommentiert…. Tststs… man wird halt alt….
    Schönes Zimmer – die Farben sind toll. Was für ein Farbton ist das denn? Wir haben auch getrennte Schlafzimmer – der Monschder als Heuschnupfengeplagter und ich als (leider wirklich) extrem hellhörige – das passt nicht so gut. Schlaftechnisch gesehen *lach*.
    Kurze Frage zum anderen Thema: funktioniert der Katzenschreck?
    Liebe Grüße,
    Krümel

    1. Hi Krümel,
      das kenne ich, liegt bei mir meistens daran, das beim Absenden des Kommis was daneben ging 😉
      Ja, der Katzenschreck funktioniert bombig! Einer steht am vorderen Türchen Wache, der andere hinten, keinerlei Katzendurchquerungen mehr, nur noch der Igel wird auf der Wärmebildkamera abgelichtet. Davor so 1 bis 5 Katzen pro Nacht.
      Das Holz ist durchschimmernd bläulich und je nach Lichteinfall ein ganz bisschen grünlich. Ich bin ebenfalls extrem hellhörig und muss deshalb das Fenster nachts meistens schließen.
      Liebe Grüße
      Karen

  13. Liebe Karen,
    da freue ich mich aber, dass Du Dich freust :o)
    Da hat der Schlüsselanhänger ja ein schöne neues Zuhause bekommen….
    Herzliche Grüße, Frauke

    1. Liebe Frauke,
      er steckt jetzt samt Schlüssel griffbereit in der Tür zum Mädchenzimmer.
      Liebe Grüße und noch einmal vielen Dank
      Karen

  14. Hübsches Mobiliar, liebe Karen.
    Unser Gästezimmer ist halb Abstellraum, da wir den Keller dafür nicht nutzen können, dann werden die Sachen muffig. Aber da es relativ groß ist, bleibt noch genug Raum für ein schönes von meinem Mann selbst gebautes, ganz einfaches Bett ohne jeglichen Schnickschnack sowie einen kleinen antiken Kleiderschrank und ein paar Kleinmöbel. Es war das Zimmer, welches zuletzt einer unserer Söhne, der noch zuhause war, bewohnte. Ein Dachstudio, wenn man so will. Aber so oft schläft da auch keiner, nur wenige Male im Jahr – es ist im Sommer dort auch sehr warm. Denn einen Dachboden haben diese modernen Häuser ja leider nicht, nur diese Kriechböden.
    Viel Deko haben wir da oben nicht, ich müßte sonst zu viel abstauben, dafür habe ich weder Zeit noch Lust. Es macht so schon alles viel Arbeit auf 140 qm nur für Zwei.
    Aber ich habe ebenso wie mein Mann ein eigenes Zimmer, da wir quasi 3 “Kinderzimmer” bzw. Arbeitszimmer im Haus haben. Unsere Zimmer sind aber nicht im Dachgeschoss und somit kühler. Ich schlafe da auch schon mal, wenn ich noch länger lesen will, habe darin ein Ikea-Sofa sehen. Lieber schlafe ich jedoch im Bett, da erholt man sich besser. Mein Mann und ich stören uns glücklicherweise nicht gegenseitig. Meist bin ich aber auch viel zu müde, wenn ich erst einmal im Bett bin, um noch zu lesen. Ansonsten ist ein eigenes Zimmer ein feiner Luxus, den unbedingt jeder haben sollte. Ab und an braucht man solche Rückzugsmöglichkeiten und arbeiten lässt es sich auch angenehmer im eigenen Reich.

    Wie toll, dass Du das alto Foto ersteigern konntest, was für ein Zufall! So etwas gbt es selten.

    Liebe Grüße
    Sara

    1. Liebe Sara,
      ich freue mich wie Bolle über diesen Fotofund! Unser Dachboden ist auch nur so eine niedrige Sache. Da muss man sich schon um die Bodenluke winden, um überhaupt auf die andere Seite zu kommen. Auf einen Keller habe ich beim Bau aus finanziellen Gründen verzichtet. Hat den Vorteil, das man dort nicht zuviel horten kann und es kann auch kein Wasser von unten eindringen, wie es das bei einem Nachbarn gerne mal tut.
      Liebe Grüße
      Karen

      1. Liebe Karen,
        das wünschte ich mir manchmal auch, alte Fotos noch irgendwo zu finden, zu denen man Bezug hat. Aber ich suche auch nicht direkt danach. Der Zeitaufwand wäre mir zu hoch.
        Ein Keller hat in der Tat zwei Seiten. Wir können unseren auch nicht sehr nutzen. Ein Raum ist für die Waschmaschine und Schmutzwäsche reserviert, in einem lagert Werkzeug, aber Möbel kann man da nicht unterstellen, die fangen mit der Zeit an zu müffeln. Wasser dringt bei uns zum Glück aufgrund der Lage nicht ein. Hatten wir früher in anderen Häusern aber schon. 😉
        Mit dem Horten habe ich ja nicht so das Problem, da ich schnell nervös werde, wenn es zu viel wird. Dann spende ich immer sehr schnell und bin erleichtert. Es sammelt sich im Laufe des Lebens ja doch immer einmal wieder etwas an. Selbst wenn man sich vornimmt, “nichts” mehr zu kaufen. 😉 🙂

        Alles Liebe, gute Nacht!
        Sara

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