Total abgefahren – spontane Radreise an die Weser

Wir sind total abgefahren! Auf das Radfahren.

Es hat uns schon immer Spaß gemacht, mit dem Rad unterwegs zu sein. Zweifach aus der Not geboren wurde die Nutzung dieses Fortbewegungsmittels in diesem Jahr zu unserer Hauptsportart.

Zwischen unserem Wohnort und unserem Arbeitsort liegt die A1, 2018 bereits im zweiten Jahr Dauerbaustelle. Der Verkehr kommt dort mindestens einmal täglich durch Unfälle zum Erliegen, was ein Verkehrschaos in Bremen und Umgebung bedeutet. Wir haben es satt, für eine Strecke von bei freier Fahrt sonst 20 bis 30 Minuten zum Arbeitplatz nun 1,5 Stunden oder länger zu brauchen. Also steigen wir beide für diese Saison komplett aufs Rad um. Ich habe einfache Strecke 14km, mein Mann 20km zu bewältigen. Das geht deutlich schneller auf dem Rad, als im Auto zu hocken und einen dicken Hals zu bekommen, wenn der Stau da ist.

Darüberhinaus sparen wir Benzin, schonen das Auto und die Umwelt und tun was für unsere Fitness. Ich habe noch keine Ahnung, wie das im dunklen Winter gehen soll, möchte aber so oft wie möglich trotzdem den Arbeitsweg per Rad absolvieren.

Das war der Grund Nummer 1 für den Umstieg.

Mein Mann war in den letzten Jahren ein leidenschaftlicher Jogger.  Um sich auszupowern, bedarf es einer täglichen Laufrunde. Ersatzweise geht natürlich auch Radfahren, bei dem ordentlich in die Pedale getreten wird. Das ist übrigens ein Grund, weshalb ich neben einem normalen Rad ein Pedelec besitze. Ich möchte nicht immer hinterher hängen, wenn mein Mann Gas gibt.

Im April hatte mein Mann ein Malheur mit dem Rücken. Da Joggen jetzt nicht so super förderlich für den Rücken ist, radelt er stattdessen umso mehr. Und mehr. Und mehr. An Wochenenden entschwindet er statt wie früher auf eine 10 bis 15km-Joggingrunde auf einen Hunderter auf dem Rad.

Selfie am Weserradweg bis Nienburg und zurück vor 2 Wochen auf Alleingang, noch mit dem normalen Trekkingrad.

Grund Nummer 2 für das intensive Radfahren.

Um nicht stets allein im Garten zu werkeln, begleite ich ihn gelegentlich und finde selber immer mehr Spaß an längeren Touren. Auf einem dünn bereiften federleichten Trekkingrad, wie wir es beide besitzen (meins verstaubt im Schuppen…), ist es nicht lustig, mit viel Gepäck über schlechte Wegstrecken zu hoppeln.

Vorletztes Wochenende am Hohen Berg in Ristedt mit Blick auf Bremen

Weil mein Mann Radreisepläne für die Zukunft in sich trägt, riet ich ihm, sein Rennrad (Rad Nummer 2, bisher für den Triathlon genutzt) zu verkaufen und sich stattdessen ein richtiges

Reiserad zu gönnen.

Ihm gefiel der Ansatz und nach erfolglosen Versuchen, in Bremen einen Händler zu finden, der sein Wunschrad am Lager zum Probefahren hergeben würde, landete er gar nicht weit von unserem Wohnort bei Schweers-Zweiräder in Weyhe-Erichshof. Service- und beratungstechnisch ein Volltreffer, wie man auch aus vielen guten Google-Bewertungen ersehen kann. Das Wunschrad war da und gefiel auf Anhieb. Einige Kleinigkeiten sollten noch umgerüstet werden, das würde einige Tage dauern.

Umso größer die Überraschung, als mein Mann letzten Freitag mit seinem

neuen Rad

angefahren kommt. Das andere Rad hat er am Lenker mitgeführt. Sag ich jetzt mal nichts dazu…Männer! Nun sei noch verraten, das wir bereits im Voraus das ganze benötigte Equipment fürs Radreisen, zum Beispiel gescheite Fahrradpacktaschen und Technik für die Stromzufuhr unterwegs, besorgt hatten und nur darauf warteten, das am neuen Rad anbringen zu können. Anstatt in den Wochenendmodus eines üblichen Freitagnachmittags zu verfallen, ging die Schrauberei los. Ich fummelte die Packtaschen zurecht, mein Mann die Technik, Flaschenhalterungen sowie einen neuen Sattel für mein Rad.

Die Wetterausichten für das Wochenende waren super und noch nicht so brüllend heiß, wie jetzt und in den vermutlich nächsten 14 Tagen. Ich bin eine leidenschaftliche Erfinderin spontaner Ideen und mein lieber Mann kann sich diesen zum Glück sehr oft anschließen. So auch dieses Mal.

Der Plan:

Wir bepacken am Samstagmorgen die Räder und radeln zum Weserradweg. Ab Thedinghausen folgen wir diesem, soweit wir an dem Tag eben kommen und suchen uns einen Campingplatz für die Übernachtung. Damit es richtig zünftig wird und die volle Beladung gleich fahrtechnisch verprobt werden kann, kommt auch noch die “Campingküche” nebst allem nötigen Zubehör für eine Abendmahlzeit und das Frühstück am übernächsten Tag mit.

Ich war natürlich am Samstag früh wach und habe gleich losgelegt. Tour mit Komoot geplant, GPX-Download und Übertragung aufs Fahrradnavi, Haufenbildung fürs Gepäck, bevor es in den Taschen verstaut wird. Als Listenschreiberin, wie ich eine bin, fällt das ganz leicht. Die Packliste lag fertig zum Abhaken bereit. Wir waren recht erstaunt, als wir uns um halb 1 bereits auf die voll beladenen Rädern schwingen konnten.

Packesel

Eine Premiere!

Ich schleppe sonst höchstens einseitig eine (oft mit Einkäufen voll beladene) Packtasche mit. Aber nicht gleich 2 davon, dazu die Rolle mit dem Zelt mittig dazwischen und am Lenker hängt auch noch ein Täschchen. Mein Mann hatte dank Lowrider (geht an meiner Federgabel nicht) die weitaus bessere Gewichtsverteilung auf 4 Taschen nebst Lenkertasche. Bis man die Fuhre beim Erstversuch in Gang hat, ui ui ui! Aber wenn es dann rollt, geht es ganz gut. Schwung der Masse sozusagen. Nur am Berg anfahren, da hätte zumindest ich ein Problem mit meinem hecklastigen Rad gehabt.

Nach 37 km die erste Pause am Weserhang bei Achim. Auf der Suche nach den geschmierten Broten haben wir alle 4 Taschen am Rad meines Mannes auf- und wieder zugeschnürt 😉

Kurz hinter Achim rollten wir am ersten möglichen Campingplatz vorbei. Noch viel zu früh am Nachmittag. In Hilgermissen-Eitzendorf wären 2 weitere mögliche Plätze gewesen. Wir entschieden uns stattdessen dafür, ordentlich Gas zu geben und bis Drakenburg zu fahren, wo es einen Campingplatz direkt an der Weser gibt. Ab Achim wird es richtig schön entlang des Schleusenkanals. Hinter Hoya beginnt eine wunderschöne Dorfidylle. So viele Störche wie am letzten Samstag haben wir noch nie an einem Tag gesehen. Ach ja, der Wind wehte stetig aus östlichen Richtungen. Ist klar, das wir gen Osten fuhren, nicht wahr?

Kurz vor Drakenburg passierten wir den Ort Balge. Laute Festivalmusik drang an unser Ohr und uns beschlich die Ahnung, das wir auf dem Campingplatz auch noch etwas davon würden hören können. “Rock das Ding” nannte sich die Veranstaltung, die angeblich bis 1 Uhr gehen würde. Tatsächlich war erst um 2 Uhr Stille.

Um kurz vor 20 Uhr rollten wir auf den

Campingplatz Drakenburg

und waren sehr erstaunt, keine Anmeldung zu finden. Da hängt ein Lageplan und ein Briefkasten nebst Gebührentabelle. Der ehrliche Camper zahlt per Geldeinwurf in den Briefkasten! Waschhaus und Küche inklusive.

Auf dem Lageplan gab es 3 eingezeichnete Gästeplätze, auf denen man sich dann selber ein passendes Fleckchen sucht. Wir hatten allerdings übersehen, das Radfahrer und Fußgänger eigentlich auf dem hinteren Gästeplatz ihr Domizil aufschlagen sollen, wo es auch Tische und Bänke gibt, die der Radfahrer im Allgemeinen nicht mitführt. Darüber klärte uns dann ein freundlicher Wohnmobilist auf, der so nett war, mich meinen Fahradakku an seiner Kabeltrommel in Sichtweite aufladen zu lassen. Naja, egal, das Zelt stand bereits (ging problemlos trotz Erstversuch) vor einer kleinen Hecke und wir hatten einen schönen Blick Richtung Weser.

Nach der Einrichtung der Schlafkabine und der Platzierung aller Taschen im Vorraum

wurden die Küchenutensilien geordnet und los ging es mit 2! Kochern. Zuerst schnippelten wir gemeinsam Zwiebeln und Knoblauch, dann briet mein Mann das Geschnippelte an, machte mit gehackten und pürierten Tomaten aus dem Ganzen eine prima Nudelsoße. Weitere Gewürze hatten wir natürlich auch dabei. Ich kochte auf dem zweiten Kocher die Nudeln und zack, stand das Essen fertig vor uns auf der Erde. Dazu ein lecker Bierchen, das hatten wir uns verdient.

Nach dem Abwasch folgte ein romantischer Sommerabend mit Teelichtbeleuchtung (im Windlicht bzw. ersatzweise im Kochtopf) und einem Rotwein zum Ausklang.

Zeltromantik

In Erinnerung an frühere Zelturlaube wusste ich, auf der Luftmatratze schläft man nicht sonderlich komfortabel. So war es dann auch. Dazu die Festivalmusik bis 2 Uhr, blieben wir lange wach. Danach schnüffelte geräuschvoll ein Igel ums Zelt. Später haben wir uns gegenseitig geweckt mit der jeweils dreifachen Reißverschlußbetätigung (Schlafsack, Innenzelt, Außenzelt, Toilettengang, 3 RV wieder zuziehen…).

Morgens um 7

ist die Camperwelt noch idyllisch und wir sind schon wach. So sieht ein Funktionsshirt am Morgen aus, wenn man es unters Kissen gelegt hatte. Frau Heyer im Knitterlook.

Waschhausgang, Kaffee kochen, Brote und Brötchen belegen, Tomaten und hartgekochte Eier verspeisen und das ganze Geraffel wieder halbwegs ordentlich einpacken. Rauf aufs Rad und ab nachhause, dieses Mal quer übers Land.

Natürlich hatte der Wind komplett gedreht und blies uns sehr stürmisch genau von vorne entgegen. Das machte wenig Spaß! Der kürzeste Weg nachhause führte landschaftlich schön über die kleine Ortschaft Calle.

Die zweite Pause machten wir in

Bruchhausen-Vilsen

am Bahnhof. Wir hatten Glück, es kam gerade ein Zug angeräuchert. Die kleine Nachwuchslokführerin war sehr selbstbewusst und gar nicht öffentlichkeitsscheu. Und im Gesicht ganz schwarz, das ich hier natürlich nicht von vorne zeige.

Um halb vier rollten wir zuhause in die Einfahrt und waren sehr glücklich über eine 165km lange wunderschöne Kurzradreise. Ich könnte gleich wieder los!

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12 Kommentare zu “Total abgefahren – spontane Radreise an die Weser

  1. Hallo Karen,
    RESPEKT! Ich muss leider zugeben: ich hasse Radfahren. Aber ich erkenne neidlos die Leistung an die ihr da erbracht habt. Und dann so voll bepackt! Aber toll dass es euch so gut gefallen hat!
    Liebe Grüße,
    Krümel

    1. Liebe Kerstin,
      als ich noch auf dem normalen Rad hinter meinem Mann her hechelte, fand ich Radfahren auch nicht sonderlich spannend. Nun habe ich Rückenwind aus der Steckdose, da macht die Sache plötzlich richtig Spaß. Obwohl ich bei mangelndem Gegenwind (was hier selten vorkommt) gerne den Motor ausstelle.
      Liebe Grüße
      Karen

  2. Ich fahre ja auch alles mit dem Rad, aber so große Strecken habe ich bisher nicht absolviert. Mein Arbeitsweg ist auch nur 3 km lang… das ist auch im Winter gut machbar. Unsere zweite Garage gleich übrigens mittlerweile einem Fahrradhandel. Mein Kleiner fährt BMX und baut momentan sein Traumrad aus lauter einzelnen Teilen zusammen, die er sich zu allen Möglichkeiten wünscht. Ich hätte nichts dagegen, wenn er das mal beruflich machen würde. Im Moment schaut er auf jeden Fall schon immer wieder mal nach meinen Bremsen etc.
    Das mit dem Zelt wäre aber jetzt definitiv nicht meines gewesen… war noch nie der Camper!
    Viele Grüße von
    Margit

    1. Liebe Margit,
      toll, das Dein Sohn zum Fahrradschrauber mutiert! Das hätte sich mein Mann von seinen Söhnen auch gewünscht. Aber Fehlanzeige. Wir hatten vorab Videos Radreisender geschaut und gesagt, also Camping muss nun wirklich nicht sein. Dann packte uns ein wenig die Abenteuerlust und das Zelt wurde gekauft. Die 99km am Stück auf dem Hinweg waren meine bisher längste Strecke auf dem Rad an einem Tag.
      Liebe Grüße
      Karen
      Liebe Grüße
      KAren

    1. Liebe Elke,
      für nächstes Jahr haben wir das Richtung Süden vor, von uns an die Weser und dann bis Hannoversch Münden. Dann noch rein ins Werratal und bis Würzburg oder Nürnberg weiter, je nachdem, wie weit wir in 2 Wochen kommen. Dieses Jahr war der restliche Urlaub leider schon anders verplant.
      Liebe Grüße
      Karen

  3. Liebe Karen,
    ich war auch stets leidenschaftliche Radlerin, doch aufgrund einer OP fahre ich nur noch kürzere Strecken, sonst wird es unangenehm. Ist leider so! Extrem wären da schon 10 km, höchstens sind es bei mir eher ca. 3 an einem Stück … sonst kann ich meine Gliedmaßen zusammensuchen und bin am nächsten Tag nicht zu gebrauchen. 😉 Und dann noch mit viel Gepäck, das ist auch nicht so mein Ding, auch zelte ich nie, da ich zelten noch nie mochte. Meine Kinder aber schon, aber sie haben schon als kleine Kinder mit den Pfadfindern gezeltet und ich freue mich, daß sie gefallen daran finden, was uns als Eltern völlig abgeht. 😉

    Bei mir würde auch kein E-Bike helfen, die ich im übrigen ohnehin nicht mag. Ich gehe aber sehr gerne zu Fuß und das kilometerweit. Mein Mann fährt aber auch öfter mit dem Rad zur Arbeit, nur jetzt bei der großen Hitze eher nicht. Aber bei uns herrscht kein Bremer Verkehr! Und niemand muß hier über die Autobahn zur Arbeit fahren. Es geht auch die Bundesstraße von uns aus und dann durch die Stadt, so viel länger ist das nicht. Wobei natürlich Bewegung immer besser ist als hinterm Steuer zu klemmen. Mein Mann ist allerdings auch kein Typ für hundert Kilometer per Rad sondern auch eher der Sonntagsfahrer mit höchstens mal 10 km. 😉 Ansonsten zählen wir uns aber zu den passionierten Radfahrern, was den näheren Umkreis betrifft.

    Ich mag das Joggen auch nicht sonderlich, aber da gibt es auch viele Mythen, dass es z.B. dem Knie schadet, das ist so nicht, es kommt auf die korrekte Technik an, dann hat man auch keine Probleme. Aber ich finds einfach zu öde, da herumzujockeln. Gehe lieber im schnellen Wanderschritt oder eben per Rad. Ansonsten ist mein liebster Sport eh das Tanzen.

    Mein Ältster fährt auch Rennrad. 😉 Er besitzt aber ein weiteres Rad für andere Strecken. Und er fährt auch mal locker 100 km oder noch mehr. Während seine Brüder nicht ganz so begeistert von so langen Strecken sind, das ist von Mensch zu Mensch doch recht unterschiedlich, wie ich an meinen eigenen Kindern sehen kann. Was für den einen problemlos möglich, bedeutet dem anderen massive Beschwerden und er meidet es tunlichst …

    Hatte es dort keine Mücken? Bei uns könnte man nicht so nackig auf der Wiese liegen, vo rallem abends. Es sind zwar nicht so viele wie letztes Jahr, aber dennoch schlagen sie immer wieder zu.

    Liebe Grüße und noch schöne weitere Erlebniss per Rad
    Sara

    1. Liebe Sara,
      oh doch, es hatte dort Mücken! Aber wir hatten ein Gegenmittel in der gelbroten Sprühflasche 😉 Ich hörte sie im Anflug am Ohr, dann drehten sie angewidert ab. Hihi.
      Das mit dem “Fehler” beim Kommentieren (danke übrigens für Dein screenshot!) ist nervig, Du bist da nicht die Erste. Meine Seite ist offenbar manchmal schwer erreichbar und dann kommen solche Sachen vor. Mein Gefühl sagt mir, das sich einige Plugins gegenseitig behindern, habe nur noch nicht raus, welches die Übeltäter sind. Aber da bleibe ich dran. Manchmal kann ich meine Seite nicht mal selber aufrufen…soviel zu wordpress 😉
      Das Rennrad ist heute gerade gegen Bares von uns gegangen, GsD. Schade, das Du nicht mehr längere Strecken radeln kannst. Mir gefällt diese Fortbewegungsart deutlich besser als die für mich öde Joggerei. Als ungeduldiges Wesen komme ich eben gerne schneller voran. Das Pedelec ist mein Gerät für den Arbeitsweg und ersetzt größtenteils das Auto, darüber bin ich sehr froh. Für meinen Mann käme das überhaupt nicht in Frage. So radeln wir dann ebenbürtig und beide haben Spaß. Wir werden bald mal wieder zelten, weil für den gewünschten Zeitraum keine Zimmer zu bekommen waren. Ich werde bestimmt berichten. Es geht wieder an die Weser.
      Liebe Grüße
      Karen

      1. Jetzt versuche ich es mal am Handy, liebe Karen. Bei uns ging es jetzt mit den Mücken, grosser Vorteil der Hitze, da habe ich dann auch die Hitze ausgenutzt und bin immer mittags”in den Garten. Denn ich sprühe mich ungern mit dem Giftzeug ein. Die menschliche Leber hat schon so viel zu entgiften und die Entgiftung funktioniert von ca. 50+ immer schlechter, weil ihre Regenerationszyklen dann fast aufgebraucht sind.
        Wie Du komme ich aber auch am liebsten ganz schnell voran, da ich da auch etwas ungeduldig bin. 😁 Wo das nicht aus eigener Kraft geht, nehme ich das Auto. Motorrad wäre auch nix für mich. Und eBikes gleich welcher Art auch nicht. Mein Rad hat auch nur 3 Gänge, das muss reichen. Allerdings war ich noch nie ein Freund von sehr langen Radtouren, auch wenn ich gerne Rad fahre. Aber 20km waren schon mal drin. Ich mochte es schon in jungen Jahren nicht, zu viel Gepäck per Rad und womöglich ein Zelt mitführen zu müssen. Denn ich zelte, anders als meine Jungs, äußerst ungern und mein Mann gar nicht. 😉 Aber I h finde es schön, wer dem etwas abgewinnen kann, habe ich doch meine Kinder so erzogen, dass sie zu den Pfadfindern kamen und sie liebten es. Das Verhältnis von Jungen und Mädchen war allerdings eindeutig. Die Jungen waren in der Überzahl und Mädels oft heikel beim Zelten. Auch wenn man sowas heute nicht mehr laut sagen darf 😯😇Dabei war ich selbst nie so das typische Mädel. Witzig, nicht! 😂

        Mein Mann radelt auch noch mit der 3Gang – Schaltung ganz altmodisch die ca. 10km jeweils im die Stadt und Retoure. Wir sind halt noch vom alten Schlage. 😚
        Aber so zahlen wir natürlich immer mehr… Während unsere Kinder schon kostenlos bei wildfremden Leuten übernachten. Es gibt da so eine App… Der Name fällt mir gerade nicht ein.
        Dann wünsche ich Dir eine weitere schöne Tour und bin gespannt, ob es dieses Mal klappt mit dem Kommentar.

        Liebe Grüße
        Sara

        1. Jawoll, das hat dieses Mal geklappt mit dem Kommentar. Ich habe das Design gewechselt und mein gekauftes Theme wegen allerlei Fehlfunktionen beerdigt, ein Update hat das nicht beseitigen können. Nichts gegen eine Dreigangschaltung, auch ganz ohne auf dem Hollandrad ist völlig okay. Naja, bevor ich bei wildfremden Leuten auf dem Sofa nächtige, krabbel ich dann doch lieber wieder in mein Zelt ;-). Mein Mann war früher auch ein Pfadfinder lang ist es her.
          Liebe Grüße
          Karen

          1. Prima! Das mit der Dreigangschaltung bin ich so gewöhnt. Ich habs mal bei meinen Kindern ausprobiert mit mehreren Gängen, kann mich daran aber nicht gewöhnen. 😉 Aber wenn man keine soooo weiten Radtouren unternimmt, wie ich, reicht mir das völlig. Ja, so ein Hollandrad hatte ich früher auch mal von meiner Großmutter, der es zu hoch war.

            Tja, ich stehe diesen Übernachtungen ja auch skeptisch gegenüber wie AirBnb
            oder Couchsurfing. Aber bislang hat einer meiner Söhne da nur gute Erfahrungen gemacht. Es sind alles junge Leute, die wenig Geld haben und Leute kennenlernen wollen. Vielleicht sogar moderne “Anbahnung” *lach* – aber ich bin noch eine von dem Schlage, die auch denkt, man kann mal Pech haben … allerdings gibt es in der App Kriterien und Bewertungen und man muß sich anmelden mit der Realadresse. Ich vertraue mal auf das gesunde Empfinden meines Sohnes. Denn wenn ich es mir so überlege, war ich in meiner Jugend auch schon – ganz ungewollt – in heiklen Situationen … weil man zu vertrauensselig war … ist immer gut ausgegangen. 😉 Meine arme Mutter!
            Oh, dann kennt Dein Mann das ja … ich fand die Idee zwar toll, aber schon das Zelten mit der Schule, als ich ca. 10 oder 12 war, fand ich gräßlich, als da nachts ein Silberfisch oder Spinnen über Gesicht und Mund krabbelten. Da hab ich fast die ganze Nacht kein Auge zugetan. Mein Mann hat wohl doch recht, wenn er mich “Prinzessin” nennt *hihi* – aber sonst war ich gar nicht so mädelshaft, trug schon immer gerne Hosen, spielte mit Jungen Fußball und raufte mit ihnen, auch Pistolen liebte ich 😯 und konnte später sogar vortrefflich mit ihnen zielen – aber natürlich nur sportlich auf unbelebte Objekte. 😉

            Liebe Grüße
            Sara

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